Die Leica 0-Serie Nr. 112 bringt 7,2 Millionen Euro ein

Die zweitteuerste Kamera aller Zeiten wurde bei der 46. Leitz Photographica Auction versteigert

Zum 100-jährigen Jubiläum der Leica I hält Leica in Wetzlar sowie weltweit eine Reihe von besonderen Events ab. Dazu gehört auch die 46. Leitz Photographica Auction, die am 27. Juni in der hessischen Heimat stattfand. Hier kamen wie üblich zahlreiche Raritäten unter den Hammer. Ein Highlight stach aber doch aus der Masse heraus: eine Leica-Kamera der 0-Serie, konkret die Nr. 112.

Diese wurde 1923 hergestellt, von Oskar Barnack, dem Leiter der Versuchsabteilung der Ernst Leitz Werke, persönlich entgegengenommen und gehört zu den wenigen noch erhaltenen Prototypen (weniger als 20). Entsprechend hoch war der Preis: 7,2 Millionen (inklusive Aufgeld) musste der Höchstbietende letztendlich ausgeben.

„Für unser Auktionshaus ist es ein ganz besonderes Erlebnis, eine 0-Serie, welche zudem nach der Herstellung an Oskar Barnack übergeben wurde, anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Leica I versteigern zu dürfen“, erläutert Alexander Sedlak, Geschäftsführer von Leitz Photographica Auction. Die Bedeutung der 0-Serien als Fundament der modernden Fotografie könne gar nicht oft genug hervorgehoben werden. „Anhand dieser Prototypen wurde die wegweisende Leica I entwickelt, die den Fotojournalismus in neue Sphären führte und das Fotografieren vom extravaganten Hobby zum massentauglichen Phänomen machte.“

Die 0-Serie Nr. 112 reiht sich in die Liste der teuersten Kameras ein:

Die Summe von 7,2 Millionen Euro macht die Leica 0-Serie Nr. 112, deren Schätzpreis bei 1,5 bis 2 Millionen Euro lag, zur zweitteuersten Kamera aller Zeiten. Noch mehr Geld brachte bei einer Auktion lediglich die Leica 0-Serie Nr. 105 ein. Diese wurde 2022 für 14,4 Millionen versteigert. Die drittteuerste Kamera gehört ebenfalls zur Leica 0-Serie. Die Nr. 122 kam 2018 unter den Hammer und brachte 2,4 Millionen Euro ein.

Daneben wurden in den letzten Jahrzehnten für weitere Leica-Modelle Millionenbeträge gezahlt. Dazu gehört die Leica-0-Serie Nr. 116, die einem Sammler 2012 2,16 Millionen wert war. Eine weitere Leica-0-Serie wurde für 1,32 Millionen versteigert und die Leica M3D des Fotografen David Douglas Duncan für 1,68 Millionen Euro. Letztere wurde speziell für Duncan (1916-2018) angepasst, der sich vor allem als Kriegsfotograf einen Namen gemacht hat. Ein ganz besonderes Modell ist auch die Leica MP2 black paint aus dem Jahr 1958. Von dieser wurden lediglich sechs Stück in Schwarzlack hergestellt. Das Modell mit der Seriennummer 935509 wurde letztes Jahr für 1,56 Millionen Euro versteigert.

Autor: dkamera.de Redaktion
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