Vier Kameras, für die wir uns ein Nachfolgemodell wünschen

Sony Cyber-shot RX100 V(II) und RX10 IV, Panasonic Lumix GX9 & Canon PowerShot G7 X Mark III

Die Entwicklung von Kameras steht nicht still. Immer neue Funktionen und Features bereichern aktuelle Modelle. Während manche Modellreihen seit vielen Jahren fortgeführt werden und regelmäßig Updates erhalten, gibt es von anderen Reihen wiederum seit Jahren nichts Neues zu berichten. Dafür mag es gute Gründe geben, teilweise kann man die Entscheidungen der Hersteller aber nicht wirklich nachvollziehen. In diesem Artikel gehen wir auf ältere Kameramodelle ein, die aus unserer Sicht – aus unterschiedlichen Gründen – ein Nachfolgemodell erhalten sollten.

Zu Beginn dieses Artikels möchten wir zunächst darauf hinweisen, dass wir nur Modelle behandeln, die zumindest theoretisch ein Nachfolgemodell erhalten können. Kameras, die zu endgültig eingestellten Serien gehören, greifen wir daher nicht auf. Gleiches gilt für Kameras, deren Nachfolgemodell nahezu gesichert erscheinen wird.

Das Flaggschiff und zugleich die letzte verfügbare RX100-Kamera ist die RX100 VII:

Sony Cyber-shot DSC-RX100 V bzw. RX100 VII
Die Kameras der RX100-Serie haben den Markt der Kompaktkameras revolutioniert und boten als erste Modelle mit kleinen Gehäusen eine sehr hohe Bildqualität. Seit dem ersten Modell, das 2013 auf den Markt kam, waren sie durchgehend in unseren Kamera-Empfehlungen vertreten und schnitten in allen Testberichten sehr überzeugend ab. Der Markt der Kompaktkameras ist durch die immer besseren Smartphone-Kameras allerdings in arge Bedrängnis geraten und die Anzahl der verkauften Geräte ist in den letzten zehn Jahren drastisch gesunken. Seit ein bis zwei Jahren scheint sich der Wind jedoch wieder zu drehen: Kompaktkameras mit einer hohen Bildqualität werden wieder beliebter. Zumindest auf das Angebot von Sony hat sich dies leider noch nicht ausgewirkt. Mit der Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII(A) kann aktuell nur eine einzige RX100-Kamera neu erworben werden. Diese wurde in ihrer ursprünglichen Form bereits vor sechs Jahren angekündigt und hat seitdem kein Update erhalten. Die mittlerweile nicht mehr verfügbare RX100 V stammt sogar aus dem Jahr 2016. Beide Kameras zeichnen sich auch heute noch durch eine sehr gute Bildqualität, hohe Bildraten und solide Objektive aus. Abseits davon sind sie jedoch durchaus in die Jahre gekommen und verschiedene Updates würden sie im Jahr 2025 zu wirklich tollen Kameramodellen machen.

Bis zur RX100 V war die Brennweite des Objektivs kürzer, die Lichtstärke dafür höher:

Folgende Updates wären aus unserer Sicht besonders sinnvoll:

Autofokussysteme mit KI-Unterstützung
Die Hybrid-AF-Systeme der RX100-Modelle arbeiten schnell und präzise, hinsichtlich der Motiverkennung können sie mit modernen Kameras aber nicht mehr mithalten. Die RX100 V verfügt beispielsweise lediglich über die Augen- und Gesichtserkennung. Die Tier-, Auto-, Rad- oder Zug-Erkennung fehlt. Bei der RX100 VII ist immerhin eine rudimentäre Tiererkennung mit an Bord. Deren Funktionsumfang bleibt jedoch deutlich hinter modernen Motiverkennungssystemen zurück.

Moderne Videofunktionen
Sonys RX100-Kameras brachten bei ihrer Vorstellung stets exzellente Videofunktionen mit. Besonders die Full-HD-Aufnahme mit bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde dürfte vielen Nutzern bekannt sein. Bei höheren Bildraten fällt die Bildqualität dabei allerdings stark ab und bleibt hinter aktuellen Smartphones zurück. Darüber hinaus lassen sich 4K-Aufnahmen maximal mit 30 Vollbildern pro Sekunde aufzeichnen. Das ist nach heutigen Standards eindeutig zu wenig. Mit 60 oder 120 Vollbildern pro Sekunde in 4K sowie Zeitlupenaufnahmen mit einer besseren Bildqualität würden die RX100-Kameras einen deutlichen Sprung nach vorne machen.

Von der einstmals riesigen RX-Kamerafamilie sind nur noch wenige Modelle erhältlich:

Dass Sony in der Lage wäre, die Kameras mit den dafür notwendigen Bildwandlern auszustatten, steht unserer Meinung nach außer Frage. Für Smartphones bietet Sony beispielsweise den Lytia-900-Sensor an. Dieser gehört zur 1,0-Zoll-Klasse, löst 50 Megapixel auf und kann 4K-Videos mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde aufnehmen. Uns fällt kein offensichtlicher Grund ein, warum man einen ähnlichen Sensor (mit angepassten Spezifikationen) nicht auch für Kameras entwickeln könnte.

Bildübertragung auf der Höhe der Zeit
Da Kameras – vor allem kompakte Modelle – mit Smartphones konkurrieren, sollten sie über besonders gute Möglichkeiten zum Bildversand verfügen. Aufnahmen müssen sich sehr einfach auf ein Smartphone oder einen Computer übertragen und über die gängigen Social-Media-Plattformen teilen lassen. Dies geht nur mit aktuellen Apps und komfortablen Funktionen. Hier sehen wir gerade bei älteren Kameras (wie den aktuellen RX100-Modellen) Verbesserungsbedarf. So sind diese beispielsweise nicht zu Sony Creators'-App kompatibel. Die Unterstützung dieser App müsste bei neuen Kameras auf jeden Fall vorhanden sein.

Dass Sony durchaus gewillt ist, aktuellere Kompaktkameras zu bauen, zeigen unter anderem die Modelle der ZV-1-Serie. Diese richten sich jedoch vor allem an Videografen und sind für Fotografen nur bedingt geeignet.

Die Sony Cyber-shot DSC RX10 IV ist eine vielseitig einsetzbare Bridgekamera:

Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV
Für die Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV, die technisch in mehrerlei Hinsicht, mit den RX100-Kameras verglichen werden kann, gelten die bei den RX100-Kameras genannten Verbesserungsmöglichkeiten ebenfalls. Gerade bei der RX10 IV wäre ein Autofokussystem mit leistungsfähiger Motiverkennung noch wichtiger, da das optische 25-fach-Zoom prädestiniert für die Aufnahme von Tieren, Straßen-, Schienen- oder Luftfahrzeugen ist. Als Sahnehäubchen würden ein noch etwas höher aufgelöster Sucher sowie ein Display mit Dreh- und Schwenkfunktion (inklusive höherer Auflösung) die Sony Cyber-shot DSC-RX10 V zu einer wirklich tollen Kamera machen.

Die Lumix DC-GX9 vereint kompakte Abmessungen und eine sehr gute Ausstattung:

Panasonic Lumix DC-GX9
Kompakte Kameras kann man nicht nur mit fest verbauten Objektiven bauen, sondern auch mit Wechselobjektiven. Zu den kompakten DSLM-Modellen, die trotzdem einen hohen Bedienkomfort und auch viele Features bieten, gehörten früher die Kameras der GX-Serie von Panasonic. Deren Modelle brachten viele Features mit, die sich die meisten Fotografen wünschten. Kompaktere DSLMs mit Micro-Four-Thirds-Sensor gibt es von Panasonic leider schon länger nicht mehr, den Größenvorteil des kleineren Sensors lässt das japanische Unternehmen seit Jahren links liegen.

An aktueller Technik mangelt es jedoch zweifellos nicht, bei der größeren Lumix DC-G9II ist diese zu finden. Würde man in einer potenziellen Lumix DC-GX10 den modernen 25-Megapixel-Sensor der G9 II inklusive eines aktuellen Bildprozessors verbauen, ergäbe sich eine sehr leistungsfähige kompakte DSLM. Diese würde die Bildqualität der besten MFT-Modelle erzielen, könnte hohe Bildraten erreichen und würde auch über ein schnelles AF-System (inkl. Phasen-AF) mit umfassender Motiverkennung verfügen. Zudem wäre sie sicherlich in der Lage, 4K-Videos mit ansprechenden Bildraten (mindestens 60p) für einen begrenzten Zeitraum (wegen des kompakteren Gehäuses kürzer als bei der G9II) aufzuzeichnen.

Neben vielen Tasten verfügt die GX9 über einen Sucher und ein Display mit Schwenkfunktion:

Sehr ähnlich würden wir auch bei der Lumix DMC-GM1 oder GM5 argumentieren, wobei deren deutlich kleinere Gehäuse für wesentlich größere Einschränkungen sorgen.

Von den Vorteilen einer höheren Sensorauflösung und eines modernen Bildprozessors mit vielen Features würde zudem auch das potenzielle Nachfolgemodell der Panasonic Lumix DC-LX100 II profitieren. Dass eine Kamera dieser Bauart nachgefragt wird, lässt sich unter anderem an der letztes Jahr vorgestellten Leica D-Lux 8 erkennen.

Die G7 X Mark III gehört zu den sehr kompakten, aber trotzdem leistungsfähigen 1-Zoll-Kameras:

Canon PowerShot G7 X Mark III
Neben Sony gehörte Canon früher zu den wichtigsten Anbietern von Kompaktkameras mit großen Sensoren. Das letzte kompakte Modell mit 1-Zoll-Chip erschien in Form der PowerShot G7 X Mark III allerdings vor mehr als fünf Jahren. Zur Vorstellung bot die PowerShot G7 X Mark III eine lange Liste an Features, der „große“ Bildsensor und das lichtstarke 4-fach-Zoom machen auch heute noch sehr solide Aufnahmen möglich. Ein Update sollten unter anderem der Autofokus (Dual Pixel CMOS AF II, erweiterte Motiverkennung) und die Videofunktion (4K60p) erhalten.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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