Testbericht der DJI Mini 5 Pro (Teil 2)

Teil 2 von 3: Alle Kamera-Spezifikationen und Beispielaufnahmen in voller Auflösung

Nachdem wir im ersten Teil unseres Testberichts der DJI Mini 5 Pro auf die wichtigsten Gehäuse- und Flugspezifikationen des Multicopters mit Kamera eingegangen sind, nehmen wir nun die Kamera mit der 50-Megapixel-Foto- und der 4K-Videofunktion unter die Lupe.

Neben der weiteren Technik hat DJI bei der Mini 5 Pro auch die verbaute Kamerahardware überarbeitet. Als Bildwandler kommt ein 50 Megapixel (8.192 × 6.144 Pixel) auflösendes CMOS-Modell der 1,0-Zoll-Klasse zum Einsatz. Sensoren dieser Größe kennt man unter anderem von High-End-Kompaktkameras sowie Smartphones der High-End-Liga. Bilder lassen sich mit 50 Megapixel oder 12 Megapixel aufnehmen, das geht im JPEG- oder RAW-Format sowie auch kombiniert.

Die Mini 5 Pro unterstützt eine Reihe unterschiedlicher Aufnahmemodi:

Als Bildformate stehen JPEG, RAW und JPEG+RAW zur Wahl:

Wählbar sind auch das Seitenverhältnis und die Auflösung:

Die Belichtung lässt sich unter anderem via ISO und Verschlusszeit verändern:

Ein großes Angebot findet sich auch bei den  Panorama-Modi:

Bei Filmaufnahmen wird unter anderem zwischen normalen und Zeitlupenvideos unterschieden:

Bei der Aufnahme stehen diverse Optionen zur Wahl. Neben Einzelbildern kann man sich für Serienaufnahmen, Belichtungsreihen (bis zu sieben Bilder bei 12 Megapixel und bis zu fünf Bilder bei 50 Megapixel) oder Intervallaufnahmen (von zwei bis 60 Sekunden bei 12 Megapixel und von fünf bis 60 Sekunden bei 50 Megapixel) entscheiden.

Panoramen sind ebenso möglich. Hier stehen unter anderem freie Panoramen, 180 Grad- und 360-Grad-Bilder zur Wahl. Dieses Angebot lässt sich als erstklassig bezeichnen und bietet Fotografen sehr viele Freiheiten.

Weitere Optionen der DJI Fly App:

Es gibt mehrere Aufnahmehilfen wie eine Gitteranzeige oder ein Peaking:

Natürlich lässt sich auch der Speicherort verändern:

Steuerbar sind bei der DJI Mini 5 Pro die Verschlusszeit (2 Sekunden bis 1/8.000 Sekunde) und der ISO-Wert (100 bis 12.800), den Weißabgleich und das Seitenverhältnis kann man ebenso verändern. Die Blende der Kamera ist wie üblich fest. Daneben kann man in der App weitere Parameter einstellen, die bei der Aufnahme für Vorteile sorgen können. Dazu gehören unter anderem Gitterlinien und Hilfsrahmen.

Die Liste der Optionen ist aber nicht nur bei Fotos sehr lang, sondern auch bei Videos. Aufnahmen sind in 4K und Full-HD mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde im normalen Aufnahmemodus möglich. Zeitlupen schafft die Mini 5 Pro zudem in 4K mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD mit bis zu 240 Vollbildern pro Sekunde. Daneben stehen der Bildstil (Normal, D-Log M oder HLG) und die Bit-Tiefe (8-Bit oder 10-Bit) zur Wahl. Dieses Angebot an Optionen kann sich sehen lassen. Keine Kameradrohne mit einem Gewicht von weniger als 250g bietet mehr Features. Ob man diese in der Praxis benötigt, ist aber natürlich eine andere Frage. Wer jederzeit optimal ausgerüstet sein möchte, macht mit der Mini 5 Pro zweifellos alles richtig.

Das Objektiv entspricht einem Modell mit 24mm (KB) und verfügt über eine Blende von F1,8:

Als Objektiv ist bei der DJI Mini 5 Pro eine 24mm-Optik (KB-äquivalent) mit Blende F1,8 und Autofokus verbaut. Die Naheinstellgrenze gibt DJI mit 50cm an, die Option zum manuellen Fokussieren gibt es ebenso. Der Kamera-Gimbal arbeitet mechanisch in drei Achsen (Neigen, Rollen und Schwenken), der steuerbare Bereich wird von DJI mit -90 bis 55 Grad für das Neigen und -180 bis 45 Grad für das Rollen angegeben. Die Gimbal-Konstruktion sorgte im Test für eine sehr effiziente Kamerastabilisierung sowie auch für ruckelfreie Drehbewegungen. Durch die Roll-Funktion lassen sich zudem spektakuläre Aufnahmen erzielen oder kann man sehr einfach Hochformat-Content erstellen.

Die Sensoren der wichtigsten Drohnen im Vergleich:

Die Bildqualität (Detailwiedergabe, Dynamikumfang) der Mini 5 Pro bewegt sich dank der sehr guten Hardwareausstattung auf einem für diese Drohnenklasse exzellenten Level. Dass ein derart großer Sensor bei einer 249g schweren Drohne in Kombination mit einer sehr lichtstarken Optik überhaupt verbaut werden kann, wäre vor nicht allzu langer Zeit kaum denkbar gewesen. Die große Sensorfläche und die hohe Pixelzahl erlauben Aufnahmen der höchsten Güteklasse, die sich in etwa auf dem Niveau der besten Smartphone-Kameras bewegen. Bildrauschen bekommt man kaum zu Gesicht, die interne Verarbeitung der Bilddaten ist gut abgestimmt. Dank der RAW-Aufnahme ergeben sich bei der nachträglichen Bearbeitung der Fotos keine Einschränkungen. Die DNG-Dateien sind allerdings auch entsprechend groß: Im Test waren es bis zu 73MB pro Bild. Das Abspeichern einer Belichtungsreihe kann daher doch einige Sekunden dauern. Dafür erhält man die erwähnten sehr detailreichen Fotos. Wer nur JPEGs aufnehmen möchte, kann dies natürlich ebenso. Auch diese Aufnahmen wissen hinsichtlich der Schärfe und der Dynamik sehr zu gefallen.

Wer mit 12 Megapixel (4.096 x 3.072 Pixel) auflösenden Dateien leben kann, macht mit dieser Auflösung nichts falsch, lässt aber eben doch einige Details liegen. Wir würden uns daher in den meisten Fällen für die maximale Auflösung entscheiden. Dank der hohen Pixelzahl von 50 Megapixel bietet die Minin 5 Pro einen „verlustfreien“ 2-fach-Zoom. Hier wird nur der mittlere Bereich des Sensors ausgelesen, die Auflösung sinkt auf 12 Megapixel. Die Bildqualität lässt in diesem Fall natürlich etwas nach, ist aber immer noch als gut bis sehr gut zu bewerten. Gerade bei Motiven, an die man nicht allzu nah heranfliegen möchte oder darf, ist der 2-fach-Zoom von großem Vorteil. Praktisch erhält man dadurch ein zweites Objektiv mit längerer Brennweite.

Das gilt natürlich nicht nur für Fotos, sondern auch für Videos. Die 4K-Videos der DJI Mini 5 Pro fallen sehr detailreich aus und machen auch auf großen Bildschirmen eine sehr gute Figur. Mit bis zu 60p kann man herkömmliche Videos sehr flüssig aufnehmen, Zeitlupen sind dank 120p (ergibt eine vierfache Zeitlupenausgabe mit 30p) ebenso kein Problem. Full-HD-Aufnahmen sind angesichts dieser hohen Bildraten weniger interessant. Einzig die 8-fache Zeitlupe (240p zu 30p) stellt einen echten Mehrwert dar. Hier bleibt die Bildqualität zwar schon sichtbar hinter 4K zurück, das ist angesichts der hohen Bildrate aber verständlich. Wer sehr starke Zeitlupen benötigt, kann die Zeitlupen-Funktion der Mini 5 Pro problemlos verwenden. Sollen die Aufnahmen nachträglich bearbeitet werden, kann man sich für D-Log M und 10-Bit entscheiden und mit der HLG-Funktion auch HDR-Videos erstellen.

Die Aufnahmen legt die DJI Mini 5 Pro auf dem integrierten Speicher (42GB) oder einer microSD-Karte ab. Letztere sollten mindestens die Spezifikationen der V30-Speedclass erfüllen. Auf dem integrierten Speicher lassen sich rund 500 RAW-Fotos in der höchsten Qualität oder etwa 80 Minuten Videomaterial (4K, H.265) ablegen, auf der microSD-Karte geht bei bis zu 1TB noch einiges mehr. Die Datensicherung sollte angesichts der sehr hohen Datenmengen natürlich nicht vergessen werden.

Unbearbeitete Beispielaufnahmen der DJI Mini 5 Pro in voller Auflösung:

Links eine Aufnahme mit 50 Megapixel und rechts mit 12 Megapixel:

Links eine Aufnahme mit normaler Brennweite und rechts mit 2-fach-Zoom:

Zwei Aufnahmen mit 50 Megapixel:

JPEG+RAW-Aufnahme mit 50 Megapixel:

JPEG+RAW-Aufnahme mit 50 Megapixel:

Zwei 4K-Aufnahmen mit 60 Vollbildern pro Sekunde:

Zwei 4K-Aufnahmen mit 60 Vollbildern pro Sekunde:

Zwei 4K-Aufnahmen mit 60 Vollbildern/Sek.: Links 1x-Zoom und rechts 2x Zoom:

Links eine 4K-Aufnahme mit 4x-Zeitlupe und rechts eine Full-HD-Aufnahme mit 8x-Zeitlupe:

Im dritten Teil unseres Testberichts gehen wir unter anderem auf die Flugeigenschaften der Kameradrohne ein.

Autor: dkamera.de Redaktion
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