Der Vereinigung gehören mittlerweile mehr als 4.500 Mitglieder an
Die Coalition for Content Provenance and Authenticit, kurz C2PA, hat bekanntgegeben, dass mit Panasonic ein weiterer „Big Player“ der Imaging Branche Mitglied der Content Authenticity Initiative geworden ist. Dieser Vereinigung, die 2019 von Adobe, der New York Times und Twitter gegründet wurde, gehören mittlerweile mehr als 4.500 Mitglieder an. Gemeinsam arbeiten die Mitglieder, zu denen Medien- und Technologienunternehmen sowie Non-Profit-Organisationen und Urheber gehören, an einem Standard, der die Authentizität digitaler Inhalte gewährleistet.
Zu diesem Zweck wird ein sicheres „End-to-End-System“ für den Nachweis digitaler Inhalte mit Open-Source-Tools entwickelt. Damit kann man Aufnahmen mit einer fälschungssicheren Signatur versehen, die unter anderem wesentliche Informationen zum Kameramodell, dem Hersteller und dem Bildinhalt umfasst. Dank dieser Signatur lässt sich von jedem kostenlos und schnell nachvollziehen, ob an einer Aufnahme Veränderungen vorgenommen wurden. Ein derartiges System ist durch die immer besser werdenden KI-Technologien notwendig geworden. Selbst Laien können mittels KI mittlerweile fotorealistische Bilder erzeugen.
Zu den Vorreitern der digitalen Echtheitsprüfung von Bildern gehört mit Leica auch ein deutsches Unternehmen. Mittlerweile können vom Wetzlarer Konzern drei Kameras erworben werden, die das Signieren der aufgenommenen Bilder erlauben. Konkret handelt es sich dabei um die Messsucherkameras Leica M11-D und Leica M11-P sowie die spiegellose Systemkamera Leica SL3-S. Bei allen drei Modellen lassen sich die Daten in das Bild einbetten und via Webseite überprüfen. Andere Unternehmen gehen bei der Umsetzung wesentlich zögernder vor. Nur noch Sony hat die notwendigen Technologien bisher in seinen Kameras (Alpha 1, Alpha 1 II, Alpha 9 III, Alpha 7 IV) integriert.