Nikon stellt die Z5II vor – mit Ersteindruck

24,2 Megapixel KB-Sensor, 30 Bilder/Sek., Hybrid-AF, Dreh- und Schwenk-LCD, 4K60p-Video

Nikon hat mit der Z 5II das Nachfolgemodell der 2020 angekündigten Z 5 vorgestellt. Die neue Einsteiger-DSLM mit Vollformatsensor setzt sich vom Vorgängermodell durch eine deutlich verbesserte Hardware ab. Ein Upgrade gibt es unter anderem beim Sensor. Für die Bildaufnahme verbaut Nikon einen 24,2 Megapixel auflösenden CMOS-Chip mit rückwärtiger Belichtung, als Sensorempfindlichkeiten lassen sich ISO 50 bis ISO 204.800 einstellen. Unterhalb von ISO 100 sowie oberhalb von ISO 64.000 handelt es sich jedoch um Erweiterungen.

Durch die bewegliche Lagerung des Sensors ist die Bildstabilisierung möglich, diese erreicht eine Kompensationsleistung von bis zu 7,5 Blendenstufen (sechs Blendenstufen am Rand). Sofern das Objektiv über einen eigenen VR verfügt, erhöht sich die maximale Stabilisierungsleistung am Bildrand auf 7,5 Blendenstufen.

Das Bildstabilisierungssystem erreicht eine Kompensationsleistung von bis zu 7,5 EV:

Dank des neuen Expeed-7-Bildprozessors arbeitet die Nikon Z 5II dramatisch schneller als die Vorgängerkamera. Während die frühere Einsteiger-DSLM maximal auf 4,5 Bilder pro Sekunde kommt, schafft die Z5II ein Vielfaches davon. Mit elektronischem Verschluss sind bis zu 30 Bilder pro Sekunde möglich, mit mechanischem Verschluss bis zu 14 Bilder pro Sekunde. Dabei müssen Fotografen weder auf die kontinuierliche Belichtungsmessung noch auf die Fokusnachführung verzichten.

Des Weiteren arbeitet die DSLM selbst bei der höchsten Bildrate mit voller Auflösung. RAW-Aufnahmen sind allerdings auf maximal 14 Bilder pro Sekunde begrenzt. Damit sich der richtige Moment optimal einfangen lässt, ist bei der Z5II die Pre-Release-Capture-Funktion mit an Bord.

Der Expeed-7-Prozessor beschleunigt alle Vorgänge der Nikon Z5II:

Das Autofokussystem der Nikon Z5II arbeitet mit der Kontrastmessung und der Phasendetektion, 299 Messfelder stehen der Kamera zum Scharfstellen zur Verfügung. Durch den Expeed-7-Prozessor soll die Fokussierung um bis zu 68 Prozent schneller als bei der Z5 ausfallen. Zudem lassen sich Motive per 3D-Tracking verfolgen und ist das Scharfstellen bereits ab -10 EV möglich. Daneben gibt es einen erweiterten AF-A-Modus und kann die DSLM neben Menschen und Tieren (Hunde, Katzen und Vögel) auch Autos, Motorräder, Fahrräder, Züge und Flugzeuge erkennen.

Videos nimmt die Nikon Z5II in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf. Bei 50 und 60 Vollbildern liest die Kamera allerdings nur den mittleren Bereich des Sensors aus, dadurch entsteht ein deutlicher Crop (entspricht APS-C). Bei bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde nutzt die DSLM den Sensor dagegen in der vollen Breite. In Full-HD stellen 120 Vollbilder pro Sekunde die höchste Bildrate dar. Zu den weiteren Videofeatures gehören die Aufnahme mit 10-Bit und H.265-Codierung sowie die Unterstützung von N-Log und N-RAW.

Zu den Kabelschnittstellen gehören ein USB-C-, ein Micro-HDMI- und zwei Klinkenports:

Für die Tonaufnahme stehen neben dem integrierten Stereomikrofon ein 3,5mm Mikrofoneingang und ein 3,5mm Kopfhörerausgang zur Verfügung. Als weitere Kabelschnittstellen sind ein Micro-HDMI-Ausgang sowie ein USB-C-Anschluss verbaut. Über Letzteren wird der Akku in der Kamera aufgeladen. Natürlich unterstützt die Nikon Z5II auch WLAN und Bluetooth, zur automatischen Speicherung gibt es die Nikon Imaging Cloud. Ein Backup der Aufnahmen ist bei der DSLM zudem bereits kameraintern mittels des zweiten SD-Slots möglich.

Das Gehäuse besteht aus einer Magnesiumlegierung und ist abgedichtet:

Beim Gehäuse der Z5II setzt Nikon auf eine Magnesiumlegierung und Abdichtungen, wie schon bei der Z50II wurde das Tastenlayout an die zuletzt vorgestellten Vollformatmodelle angepasst. Bei der Bildkontrolle kann man sich zwischen dem elektronischen Sucher (0,8-fache Vergrößerung, OLED-Panel mit 3,69 Millionen Subpixel) und einem 3,2 Zoll großen LCD mit 2,1 Millionen Subpixel entscheiden. Der Sucher ist dreimal heller als bei der Z 5, das Display lässt sich zur besseren Einsicht drehen und schwenken. Eingaben sind wie gewohnt per Touchscreen möglich.

Das 3,2 Zoll große Display der Z5II lässt sich drehen und schwenken:

Die 13,4 x 10,1 x 7,2cm große und 700g schwere Nikon Z5II lässt sich ab Ende April 2025 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 1.899 Euro im Fachhandel erwerben. Zudem bietet Nikon drei Kits an:

Nikon Z5II mit Nikkor Z 24-50mm F4-6,3: 2.199 Euro
Nikon Z5II mit Nikkor Z 24-70mm F4 S: 2.499 Euro
Nikon Z5II mit Nikkor Z 24-200mm F4-6,3 VR: 2.699 Euro

Die Nikon Z5II wurde im Vergleich zur Z 5 deutlich verbessert:

Unser Ersteindruck von der Kamera:
Als die Nikon Z 5 2020 präsentiert wurde, handelte es sich dabei eindeutig um Nikons Einsteigermodell in die Vollformatklasse. Der Name Z5II lässt dies zwar ebenso vermuten, die technischen Daten der neuen Kamera wurden jedoch stark verbessert. Das konnte Nikon durch die Integration des neuen Bildprozessors Expeed 7 umsetzen. Dieser wirkt sich vor allem auf die Serienbildfunktion und den Autofokus aus. In puncto Serienbildrate übertrifft die DSLM mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde unter anderem die beliebte Z 6II und schließt zur deutlich teureren Nikon Z f (Testbericht) auf. Der Autofokus weiß nicht nur mit einer stark verbesserten Fokusnachführung zu gefallen, die Motiverkennung bewegt sich auf dem Level der besten Z-Modelle. Darüber hinaus hat sich Nikon – ganz anders als bei der Z 5 – für die Integration einer ansprechenden Videofunktion entschieden. Diese sollte mit der 10-Bit-, der N-Log- und der N-RAW-Aufnahme sogar anspruchsvolle Nutzer zufriedenstellen. Letztere werden zudem das neue, dreh- und schwenkbare Display (mit einer sehr hohen Auflösung von 2,1 Millionen Subpixel) begrüßen.

Mit zwei Speicherkartenslots sind Nutzer sehr gut aufgestellt:

Beim Gehäuse der Z5II hat sich Nikon nur für kleinere Änderungen entschieden. So entspricht das Tastenlayout den zuletzt vorgestellten Kameras und ist ein etwas tieferer Griff verbaut. Eine Magnesiumlegierung und Abdichtungen sorgen für eine hohe Robustheit, dank zweier SD-Kartenslots eignet sich die DSLM für Einsätze, bei denen ein kamerainternes Backup wichtig ist. Dieses Gesamtpaket macht die Nikon Z5II für alle interessant, die eine Kamera mit aktueller Technik suchen, aber nicht zur deutlich teureren Z6III greifen möchten.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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