Canon RF 7-14mm F2,8-3,5 L Fisheye STM und Canon RF 14mm F1,4L VCM
Canon erweitert sein Portfolio an RF-Objektiven um zwei Modelle mit kurzen Brennweiten. Das Canon RF 7-14mm F2,8-3,5 L Fisheye STM ergänzt das bisherige Objektivangebot um ein Fisheye-Zoom. Dieses erzielt als erstes Objektiv seiner Bauart einen Bildwinkel von 190 Grad. Es kann also auch ein wenig nach hinten schauen. Bei 7mm erhält man eine kreisrunde Abbildung, bei 14mm handelt es sich um eine diagonale Fisheye-Darstellung. Als besonderes Feature erlaubt das Objektiv die einfache 2D-180°-VR-Konvertierung des aufgenommenen Materials mittels der EOS VR Utility-Software.
Der optische Aufbau des Canon RF 7-14mm F2,8-3,5 L Fisheye STM besteht aus 16 Linsen in elf Gruppen. Fünf UD-Elemente sowie zwei asphärische Linsen sollen für eine hohe Abbildungsleistung sorgen und die ASC- sowie die Super Spectra-Vergütung Flares oder andere Störungen minimieren. Die Blende kann auf F22 bis F29 geschlossen werden, hierfür kommen neun Lamellen zum Einsatz.
Als Naheinstellgrenze nennt Canon beim Canon RF 7-14mm F2,8-3,5 L Fisheye STM 15cm, der maximale Abbildungsmaßstab wird mit 1:2,9 bei 14mm erzielt. Für die Fokussierung ist ein Stepper Motor zuständig. Damit beim Einsatz des Fisheye-Zooms trotz stark gebogener Frontlinse Filter genutzt werden können, hat Canon ein Fach für Drop-in-Filter integriert.
Den Fachhandel wird das 7,7 x 10,9cm große und 476g schwere Canon RF 7-14mm F2,8-3,5 L Fisheye STM Ende Februar 2026 für einen Preis von 1.799 Euro erreichen. Abdichtungen schützen vor Staub und Spritzwasser, für Einsätze mit längeren Brennweiten liegt eine Streulichtblende bei.
Mit dem RF 14mm F1,4L VCM hat Canon zudem ein sehr lichtstarkes Ultraweitwinkelobjektiv vorgestellt. Dieses eignet sich dank einer Blende von F1,4 unter anderem für Astroaufnahmen. Trotz Abmessungen von lediglich 7,7 x 11,2cm und einem Gewicht von nur 587g soll die Festbrennweite laut Canon mit einer hohen Bildschärfe sowie einer geringen Verzeichnung überzeugen können. Dafür sorgen 18 Linsen in 13 Gruppen, wovon sechs Elemente besondere optische Eigenschaften aufweisen. Neben einer Fluorit-Linse kommen eine UD-Linse, eine BR-Linse sowie drei GMo-asphärische Linsen zum Einsatz. Durch die SWC- und ASC-Vergütung der Linsen treten Ghosting-Effekte oder Flares kaum auf.
Abblenden kann man mittels elf Lamellen auf bis zu F16, dies geht über den Blendenring (bei Fotoaufnahmen ist die Blendenfunktion auf neuere EOS-R-Modelle beschränkt) oder die Kamera. Die Naheinstellgrenze des Canon RF 14mm F1,4L VCM wird mit 24cm angegeben, der maximale Abbildungsmaßstab liegt bei 1:9,1. Ein VCM-Motor sorgt für leise und schnelle Fokusvorgänge. Filter lassen sich bei der Festbrennweite via rückwärtigem Filterhalter nutzen, hier kann man Folienfilter einschieben.
Das abgedichtete Canon RF 14mm F1,4L VCM wird ab Ende Februar 2026 verfügbar sein und besitzt eine unverbindliche Preisempfehlung von 2.499 Euro. Die Streulichtblende ist fest montiert und kann nicht abgenommen werden.