Lichtstarke Festbrennweite für spiegellose Systemkameras mit Vollformatsensoren
Zeiss erweitert seine Otus-ML-Serie, die bislang aus Festbrennweiten mit 50mm- und 85mm-Brennweite bestand, um eine Reportage-Optik mit 35mm. Wie die ersten beiden Modelle verfügt auch die neueste Festbrennweite über eine Lichtstärke von F1,4 und lässt sich dadurch auch bei wenig Licht einsetzen. Gleich ist zudem die manuelle Fokussierung. Die Naheinstellgrenze liegt bei 30cm, der maximale Abbildungsmaßstab wird mit 1:5,7 angegeben.
Damit das manuelle Scharfstellen möglichst komfortabel ausfällt, nutzt Zeiss einen Metallfokusring mit Helikoid-Mechanik und einem optimierten Drehwinkel. Manuell ist beim Zeiss Otus ML 35mm F1,4 auch die Blende einzustellen. Dies geht von F1,4 bis F16 mit oder ohne Stufen. Zehn Blendenlamellen sollen für prägnante Sonnensterne sorgen. Der optische Aufbau der Festbrennweite besteht aus 15 Linsen in elf Gruppen. Das Distagon-Design, sieben Linsen mit anomaler Teildispersion und zwei asphärische Elemente erhöhen die Abbildungsleistung.
Beim Gehäuse hat sich Zeiss für eine Vollmetallkonstruktion entschieden, zu den Abdichtungen gehört unter anderem auch ein Gummiring am Bajonett. Abhängig von der Bajonettversion (Canon RF, Nikon Z oder Sony E) misst das Otus ML 35mm F1,4 zwischen 7,7 x 10,1cm sowie 7,7 x 10,3cm, das Gewicht liegt zwischen 698g und 737g. Den Fachhandel soll die Festbrennweite im Frühjahr 2026 für einen Preis von 2.399 Euro (UVP) erreichen.