Kompaktkamera mit Mittelformatsensor: FujiFilm GFX100RF

101,8 Megapixel, 6 Bilder/Sek., elektronischer Sucher, 4K30p-Video und 35mm F4-Objektiv

FujFilm hat mit der GFX100RF ("RF" steht für Rangefinder Style Fixed Lens) die erste Kompaktkamera mit einem Mittelformatsensor angekündigt. Der hier verbaute Bildwandler fällt mit Abmessungen von 43,8 x 32,9mm rund 70 Prozent größer als ein Kleinbildsensor aus und löst mit 101,8 Megapixeln sehr hoch auf. Zur Bildverarbeitung wird bei der GFX100RF ein X-Processor 5 verwendet, dieser erlaubt auch die Motiverkennung (Menschen, Tiere, Vögel, Fahrzeuge und Flugzeuge) mittels KI-Unterstützung. Serienaufnahmen sind mit der Kamera mit bis zu sechs Bildern pro Sekunde möglich, der Hybrid AF arbeitet mit der Kontrastmessung und der Phasendetektion.

Die Steuerung der Belichtungszeit übernimmt bei der FujiFilm GFX100RF unter anderem ein Zentralverschluss, damit lässt sich zwischen 3600 Sekunden und 1/4.000 Sekunde belichten. Als Ergänzung zum mechanischen Verschluss hat die Kamera einen elektronischen Verschluss (bis zu 1/16.000 Sekunde) zu bieten und als weiteres Element zur Belichtungssteuerung kommt ein ND-Filter mit vier Blendenstufen hinzu.

Die Oberseite der FujiFilm GFX100RF:

Als Objektiv verwendet FujiFilm bei der GFX100RF eine Festbrennweite mit 35mm und einer Lichtstärke von F4. Wegen des Mittelformatsensors entspricht der Bildwinkel allerdings einer Kleinbildoptik mit 28mm Brennweite. Bei der neu entwickelten Festbrennweite greift FujiFilm auf zehn Linsen in acht Gruppen zurück, zwei asphärische Elemente sollen unter anderem Abbildungsfehler minimieren. Daneben setzt FujiFilm auf die Nano-GI-Vergütung. Diese reduziert Reflexionen und erhöht den Kontrast. Den Arbeitsabstand gibt FujiFilm mit lediglich 20cm an, dadurch eignet sich die Kamera auch für Nahaufnahmen. Damit die GFX100RF besonders kompakt gebaut werden konnte, wurde das Objektiv sehr nah an den Sensor herangerückt.

Das 35mm-Objektiv sorgt wegen des Mittelformatsensors für den Bildwinkel einer 28mm-Optik:

Unter anderem diese Tatsache hat es ermöglicht, dass die GFX100RF mit Abmessungen von 13,4 x 9,0 x 7,7cm kleiner als bisher jede erhältliche GFX-Kamera ausfällt. Mit einem Gewicht von 735g ist die Kamera trotz ihres wesentlich größeren Sensors zudem nur knapp 200g schwerer als die FujiFilm X100VI. Auf ein hochwertiges Gehäuse aus Aluminium muss man trotzdem nicht verzichten. Dieses verfügt über eine Reihe von Bedienelementen, die zahlreiche Einstellungen ohne das Aufrufen des Menüs erlauben. Dazu gehört unter anderem ein Einstellrad für den schnellen Wechsel des Seitenverhältnisses der Bilder. Hier stehen neun Optionen (1:1, 7:6, 5:4, 4:3, 3:2, 16:9, 65:24, 17:6, 3:4) zur Wahl.

Als besonderes Bedienelement ist ein Einstellrad für das Seitenverhältnis vorhanden:

Verbaut ist bei der Kamera zudem ein kleiner Hebel für das Bildfeld. Wegen der Festbrennweite der Kamera handelt es sich dabei natürlich nur um einen Crop, die GFX100RF bietet mit ihren 101,8 Megapixeln dafür aber genügend Reserven. Umgerechnet auf Kleinbild kann man sich für Brennweiten von 36mm, 50mm und 63mm (jeweils KB-äquivalent) entscheiden. Als weitere Bedienelemente stehen ein klassisches Programmwählrad, ein Einstellrad für die Belichtungskorrektur und ein Joystick zur Verfügung.

Die Bildkontrolle erfolgt bei der FujiFilm GFX100RF per elektronischem Sucher oder per Display. Der Sucher vergrößert 0,84-fach, das darin verwendete OLED-Panel löst mit 5,76 Millionen Subpixel hoch auf. Beim Display handelt es sich um ein LCD mit 3,2 Zoll großen Abmessungen und einer Auflösung von 2,1 Millionen Subpixel. Eingaben sind über das LCD per Touch möglich, zur besseren Ablesbarkeit kann es nach oben und unten geklappt werden.

Neben dem elektronischen Sucher ist ein nach oben und unten schwenkbares LCD verbaut:

Videoaufnahmen unterstützt die FujiFilm GFX100RF in 4K-Auflösung (4.096 x 2.160 Pixel oder 3.840 x 2.160 Pixel) mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde, in Full-HD-Auflösung (2.048 x 1.080 Pixel oder 1.920 x 1.080 Pixel) sind bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde einstellbar. Im F-Log2-Modus soll die Kamera einen Dynamikumfang von bis zu 13 Blendenstufen erreichen, Speichern sowie Ausgeben (via HDMI) lassen sich Dateien mit 4:2:2 Farbsampling und 10Bit-Farbtiefe. Zu den Anschlüssen der Kompaktkamera gehören ein USB-C-Port (10Gbit/s), ein Micro-HDMI-Ausgang und zwei 3,5mm Klinkenports (Fernbedienung, Kopfhörer, Mikrofon). Daneben unterstützt die Kamera WLAN und Bluetooth. Zwei SD-Slots erlauben das Abspeichern der Dateien, diese unterstützen den UHS-II-Standard.

Die Kabelschnittstellen der Kompaktkamera mit Festbrennweite:

Im Fachhandel kann die Mittelformatkamera FujiFilm GFX100RF ab April 2025 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 5.499 Euro in den Farbvarianten Schwarz oder Silber erworben werden. Zum Lieferumfang gehören unter anderem eine Gegenlichtblende aus Metall, ein Adapterring sowie der PRF-49-Schutzfilter. Wird letzterer verwendet, kann die Kamera laut FujiFilm bei leichtem Regen sowie in staubigen Umgebungen eingesetzt werden.

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Autor: dkamera.de Redaktion
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