Fünf Mikrofone von Sony im Praxistest (Teil 3)

Teil 3 von Teil 3: Zusammenfassung der Ergebnisse und unser Fazit

Im zweiten Teil unseres Praxistests des Sony ECM-G1, ECM-B10, ECM-B1M, ECM-M1 sowie des ECM-W3 haben wir uns das ECM-W3 im Detail angesehen und die Tonqualität aller fünf Mikrofone verglichen. In diesem dritten und letzten Teil fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.

Sony bietet eine Reihe von Mikrofonen an, die unterschiedliche Aufnahmegebiete abdecken und von Videografen mit unterschiedlichen Budgets erworben werden können. Das Sony ECM-W3 ist als Ansteckmikrofon natürlich für andere Aufgaben als die vier Aufsteckmikrofone in diesem Test gedacht. Es überträgt den Ton kabellos von den Sendern zum Empfänger und eignet sich sowohl für Einzelaufnahmen als auch für Interviews. Das Verbinden der Sender und des Empfängers ist denkbar einfach, die Einspeisung des Tons in eine Sony-Kamera über den Multifunktionszubehörschuh ebenso. Die 3,5mm Klinkenanschlüsse machen das Sony ECM-W3 zudem für Besitzer anderer Kameras und Mikrofone interessant.

Die Transportbox des Sony ECM-W3 wird auch zum Aufladen der Akkus verwendet:

Daneben punktet das Sony ECM-W3 mit mehreren Einstellungsmöglichkeiten und einem geringen Gewicht. Schade ist der Verzicht auf das Backup-Recording, damit würden Verbindungsabbrüche kein Problem (oder ein wesentlich geringeres) darstellen. Auf Verbindungsabbrüche sind wir bei klassischen Aufnahmesituationen allerdings auch nicht gestoßen, weshalb wir das Fehlen der Backup-Funktion nicht als K.-o.-Kriterium sehen. Sehr gut gefällt uns die kompakte Transportbox. Damit kann man die Sender und den Empfänger gut geschützt transportieren und auch gleich aufladen.

Das Sony ECM-G1 gehört zu den kompaktesten und leichtesten Aufsteckmikrofonen:

Bei den Aufsteckmikrofonen bietet Sony für jedes Budget das passende Mikrofon an. Das Sony ECM-G1 ist dabei das günstigste Modell und auch das kleinste. Man kann es daher am einfachsten transportieren und beim Einsatz auf der Kamera stört es am wenigsten. Dafür fehlen alle Einstellungsmöglichkeiten und wird der Ton stets „nur“ analog übertragen. Bei den anderen drei Aufsteckmikrofonen in diesem Praxistest sieht dies anders aus. Hier kann man nicht nur die Übertragungsart bestimmen, sondern mindestens auch zwischen drei Richtcharakteristiken wählen und Filter zuschalten.

Das Sony ECM-B10 bietet viele Optionen und eine ansprechende Tonqualität:

Das Sony ECM-B1M sieht fast wie das B10 aus, besitzt jedoch acht statt vier Mikrofonkapseln:

Wer seine Tonaufnahmen beeinflussen möchte, sollte sich daher für das Sony ECM-B10, das Sony ECM-B1M oder das Sony ECM-M1 entscheiden. Letzteres bringt mit Abstand die meisten Optionen mit und bietet dank „Beamforming“-Technologie satte acht Richtcharakteristiken. Dazu gehört auch die Stereo-Aufnahme.

Trotzdem ist das Sony ECM-M1 vergleichsweise kompakt und auch leicht. Ob man in der Praxis wirklich acht Richtcharakteristiken benötigt, steht auf einem anderen Blatt. Wir meinen, dass die allermeisten Nutzer mit den Richtcharakteristiken des Sony ECM-B10 und des Sony ECM-B1M problemlos auskommen. Hier finden sich zudem alle weiteren wichtigen Optionen (Pegel-Einstellung, zuschaltbare Dämpfung, Hochpassfilter). Für Spezialfälle ist das Sony ECM-M1 dagegen wohl die beste Wahl.

Das Sony ECM-M1 ist kompakt und bietet trotzdem die meisten Optionen:

Vom Einsatz der Noise-Canceling-Funktion der Mikrofone würden wir grundsätzlich eher abraten. Diese kann unerwünschte Geräusche zwar unterdrücken, beeinflusst den Ton aber teilweise deutlich negativ. Wer in lauten Umgebungen filmt, sollte besser zu einem Ansteckmikrofon als zu einem Aufsteckmikrofon greifen. Sehr gut gefällt uns, dass Sony bei allen Mikrofonen einen Windschutz beilegt und die Montage der Mikrofone über den Multifunktionszubehörschuh denkbar einfach ist.

Das Sony ECM-W3 ist ein einfach zu bedienendes Mikrofon mit sehr guter Tonqualität:

In puncto Tonqualität sehen wir das ECM-M1 vorne, das Sony ECM-B10 und das Sony ECM-B1M liegen leicht dahinter. Besitzer des Sony ECM-M1 können Aufnahmen als weiterer Vorteil dank der unterschiedlichen Richtcharakteristiken natürlich besser an die jeweilige Situation anpassen. Wer Aufnahmen beispielsweise hinter der Kamera kommentieren möchte, erhält bei der Einstellung „vorne/hinten“ eine bessere Tonqualität als bei der omnidirektionalen Charakteristik der anderen beiden Mikrofone. Darüber hinaus war beim ECM-M1 das geringste Rauschen zu hören.

Die Tonqualität des Sony ECM-G1 empfanden wir bei kurzen Motiventfernungen (ein bis zwei Meter) als gut, bei unserem Sprachtest aus vier Metern Entfernung wirkte der Klang auf uns aber weit weniger klar und detailliert als beim Sony ECM-B10, Sony ECM-B1M und Sony ECM-M1. Irgendwie müssen sich die sehr kompakten Abmessungen schließlich auswirken.

Die dkamera.de-Awards der Sony-Mikrofone in diesem Praxistest:

Autor: dkamera.de Redaktion
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