Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick
Mehr als fünf Jahre hat sich GoPro Zeit gelassen, bevor mit der Max (2025) ein leicht überarbeitetes Nachfolgemodell der ersten 360-Grad-Kamera des US-amerikanischen Actionkamera-Pioniers auf den Markt kam. Nur knapp ein halbes Jahr später erfolgte mit der Vorstellung der Max 2 dann ein deutlicheres Upgrade der ersten GoPro-Kamera mit Rundumsicht. Wir haben uns mit der Max 2 die erste 8K-Kamera der Serie ins Testlabor geholt und nehmen diese unter die Lupe.
Der Lieferumfang:
GoPro liefert seine Actionkameras seit langem mit sehr ähnlichem Zubehör aus. Die beiliegenden Produkte stellen daher keine Überraschung dar. Neben der Kamera sowie dem Akku erhält man eine klassische Montage-Halterung, eine Klebehalterung, eine Montageschraube und ein USB-C-Kabel. Überstülpdeckel zum Schutz der Linsen und ein Mikrofasertuch zur Reinigung gibt es ebenso.
Die technischen Daten:
Die GoPro Max 2 ist die dritte 360-Grad-Kamera von GoPro. Während die beiden ersten Modelle Max und Max (2025) identisch groß sind und auch gleich aussehen, hat sich GoPro bei der Max 2 für ein leicht geändertes Gehäusedesign entschieden. Neben der deutlichen Kühlrippenstruktur auf der einen Seite fällt auch die mittige Lage der beiden Objektive auf. Diese stehen zudem etwas weiter aus dem Gehäuse als bei der Max bzw. Max (2025) heraus.
Das lässt die Abmessungen der Max 2 mit 6,4 x 7,0 x 4,9cm leicht größer als bei den beiden Vorgängermodellen (6,4 x 6,9 x 4,1cm) ausfallen. Auf der Waage macht sich das größere Gehäuse ebenso bemerkbar, mit 195g ist die Kamera etwas schwerer als die Vorgängermodelle (ca. 157g).
An der Materialwahl sollte sich dagegen nichts geändert haben, GoPro nutzt weiterhin einen Kunststoff-Gummi-Mix. Wasserdicht ist die GoPro Max 2 bis zu einer Tiefe von fünf Metern, die Betriebstemperatur wird mit -10 °C bis 35 Grad Celsius angegeben. Die Kamera kann in dieser Hinsicht somit weder mit den klassischen Actionkameras von GoPro noch mit der Konkurrenz mithalten.
Zur Stromversorgung setzt GoPro bei der Max 2 auf einen Enduro Lithium-Ionen-Akku mit 1.960mAh, aufgeladen wird dieser standardmäßig in der Kamera via USB-C. Die Datenspeicherung erfolgt auf einer microSD-Karte, einen integrierten Speicher gibt es nicht. Wer eine microSD-Karte erwirbt, sollte sich für ein Modell mit Geschwindigkeitsklasse V30 entscheiden. Bei langsameren Speicherkarten kann es zu Problemen kommen. Zur kabellosen Datenübertragung hat die Max 2 WLAN und Bluetooth zu bieten, per GPS lassen sich Telemetrie- und Geodaten aufzeichnen.
Als Display ist bei der GoPro Max 2 ein 1,82 Zoll messendes LCD verbaut. Dieses fällt somit einen Tick größer als bei der Max (1,69 Zoll) aus, wirklich groß ist der Unterschied aber nicht. Zur Auflösung liegt uns keine Angabe vor, die Pixeldichte bewegt sich allerdings auf dem Level der Vorgängermodelle. Bildpunkte sind daher eindeutig zu erkennen, die Darstellung wirkt nicht besonders fein.
Als Aufnahmehardware kommen bei der GoPro Max 2 zwei Sensoren der 1/2,3-Zoll-Klasse zum Einsatz. Die Größe der Bildwandler ist von der Max und Max (2025) bekannt, mit 17,7 Megapixel (4.216 x 4.216 Bildpunkte) lösen die Sensoren der Max 2 jedoch doppelt so hoch auf. Dadurch kann die GoPro Max 2 360-Grad-Videos in 8K-Auflösung (7.680 x 3.840 Pixel) aufnehmen. Dies geht mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde. Darüber hinaus sind 5,6K-Aufnahmen (5.376 x 2.688 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde möglich und lassen sich bis zu 100 Vollbilder pro Sekunde bei der 4K-Option (3.328 x 1.664 Pixel) speichern.
Möchte man Videos nur mit einem Objektiv aufnehmen, sind 4K-Aufnahmen (3.840 x 2.160 Pixel, 2.160 x 3.840 Pixel sowie 4.000 x 3.000 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde möglich. In Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel oder 1.080 x 1.920 Pixel) kann man sich für 50 oder 60 Vollbilder pro Sekunde entscheiden.
Grundsätzlich gilt, dass man zwischen 8-Bit und 10-Bit wählen kann, die bekannten FOV-Optionen (Max HyperView, MaxSuperView, Ultraweit, Weit und Linear) stehen aber natürlich nur bei der Einzelobjektiv-Aufnahme zur Wahl. Als Videoaufnahmemodi bietet die Actionkamera bei 360 Grad-Aufnahmen „Video“, „POV“, „Selfie“ und „Loop“ an, beim Einsatz eines Objektivs gibt es nur den klassischen Videomodus. Zudem kann man TimeWarp- und Zeitraffervideos (zwischen 4 Sekunden und 60 Minuten) erstellen.
Fotos sind mit der GoPro Max 2 mit 29,5 Megapixel (7.680 x 3.840 Pixel) beim 360-Grad-Betrieb möglich, mit einem Einzelobjektiv ist man auf 4.000 x 3.000 Pixel festgelegt. Somit muss auf Bilder im 1:1-Format oder andere Seitenverhältnisse verzichtet werden. Von Vorteil ist dagegen die im Einzelobjektivmodus unterstützte RAW-Aufnahme, bei 360-Grad-Bildern ist die Ausgabe nur im JPEG-Format möglich. „Foto“, „Serienfoto“ (fünf Bilder in einer Sekunde bis 30 Bilder in sechs Sekunden) und „Nachtfoto“ stehen als Modi bei 360-Grad-Fotos zur Wahl, klassische Fotos erlaubt der Einzelobjektivmodus.
Die beiden Fisheye-Objektive der Actionkamera besitzen eine Blendenöffnung von F1,8, der Linsenschutz der Objektive lässt sich tauschen. Dadurch kann man bei Beschädigungen schnell und einfach für Abhilfe sorgen. Den Ton zeichnen bis zu sechs Mikrofone auf, externe Mikrofone können zumindest offiziell nicht genutzt werden. Zur Tonkontrolle kann man allerdings unterstützte Bluetooth-Headsets verwenden.
Zur Montage bringt die Max 2 nicht nur ein klassisches 1/4-Zoll-Stativgewinde mit, eine typische GoPro-Halterung ist auf der Unterseite ebenso vorhanden. Somit stehen beim Transport alle Optionen offen.
Im zweiten Teil unseres Testberichts der GoPro Max 2 gehen wir auf die Bedienung der 360-Grad-Kamera ein.