Die spiegellosen Systemkameras von Olympus – sei es jetzt die Modelle der OM-D Serie oder auch der PEN-Serie – fallen beim Design seit mehreren Generationen mit einem Retrolook auf. Auf diesen treffen wir auch bei der Olympus PEN E-PL7 (Datenblatt)
Das Kameragehäuse hat Olympus auf der Oberseite mit dem Programmwählrad, einem Einstellrad für die Blende, die Belichtungszeit oder die Belichtungskorrektur ausgestattet. Die Wählräder lassen sich sehr angenehm drehen und sind griffig. Bei den Tasten setzt Olympus auf relativ kleine Modelle, zudem liegen diese flach im Gehäuse. Die Druckpunkte sind zwar gut, aber durch die kleinen Abmessungen sind die Tasten nicht ganz optimal zu drücken.
Das Steuerkreuz ist das Hauptbedienelement auf der Rückseite, hiermit wird auch im Menü navigiert. Sehr gut: Bis zu fünf Tasten, zwei davon gehören zum Steuerkreuz, lassen sich mit verschiedenen Funktionen frei belegen. Sofern das Objektiv eine L-Fn-Taste besitzt, lässt sich auch diese mit einer Funktion seiner Wahl versehen.
Das Menü der spiegellosen Systemkamera ist wie bei allen Modellen von Olympus gestaltet und lässt sich gerade von Anfängern nicht optimal überblicken. Dies liegt zwar auch an den sehr vielen Einstellungsmöglichkeiten, für die wir die Olympus PEN E-PL7 (Bildqualität)
Als Belichtungsprogramme besitzt die spiegellose Systemkamera eine Vollautomatik („iAuto“), die PSAM-Modi, 25 Szenenprogramme („Porträt“, „Sonnenuntergang“, „Kerzenlicht“, …), 14 Artfilter („Dramatischer Effekt“, „Diorama“, „Gemälde“, …) und einen Photo-Story-Modus. Dieser kombiniert mehrere Aufnahmen in bis zu fünf verschiedenen Designvorlagen.
Ein besonderes Feature der Olympus PEN E-PL7 ist die Intervallaufnahme, bei der in gewissen Abständen automatisch ein Bild aufgenommen wird. Hier kann man die Anzahl der Aufnahmen festlegen (zwischen 1 und 999) und unter anderem auch die Zeit zwischen zwei Aufnahmen (zwischen einer Sekunde und 24 Stunden) wählen. Wer möchte, kann außerdem von den Einzelbildern durch die Kamera ein Video erstellen lassen.
Die Scharfstellung erfolgt bei der Olympus PEN E-PL7 (Geschwindigkeit)
Bei der Belichtung werden als Messmethoden die ESP-, die Zentrums- und die Spotmessung, sowie eine Spotmessung für Schatten oder Lichter angeboten. Der Verschluss erlaubt Belichtungszeiten zwischen 60 Sekunden und 1/4.000 Sekunde, wie bei Systemkameras üblich ist zudem auch ein Bulbmodus vorhanden. Wer die „Belichtung“ des Bildes dabei verfolgen möchte, wechselt zu den netten "Livetimemodi".
Als Display kommt bei der Olympus PEN E-PL7 (Technik)
Über die Touchoberfläche des LCDs lässt sich auslösen und fokussieren, zudem kann man damit im Wiedergabemodus durch die Bilder wechseln. Im Haupt- und Quickmenü besitzt das Touchscreen dagegen leider keine Funktion. Einen Sucher hat Olympus bei der PEN E-PL7 nicht verbaut, allerdings lässt sich ein externer Sucher aufstecken. Dafür besitzt die spiegellose Systemkamera eine spezielle Schnittstelle unter dem Blitzschuh.
Videos kann man mit der Olympus PEN E-PL7 (Beispielaufnahmen)
Ein Stereomikrofon nimmt den Ton mit einer akzeptablen Qualität auf, der Tonpegel lässt sich in feinen Stufen einstellen. Über den Zubehörport kann zudem ein Adapter („SEMA-1“) aufgesteckt werden, über den man auch Mikrofone mit 3,5mm-Klinkenanschluss nutzen kann. Der Autofokus der Systemkamera stellt treffsicher scharf, lässt sich aber etwas Zeit. Zu schnell sollte sich das Motiv daher nicht bewegen. Für Videos ist die Kamera also insgesamt „ganz gut“ geeignet. Unbearbeitete Videoaufnahmen finden Sie bei unseren Beispielaufnahmen
Thomas
Kniess
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