Unsere Empfehlungen mit einem Preis von weniger als 2.000 Euro
Im ersten Artikel unserer Weihnachtsempfehlungsserie sind wir auf die unserer Meinung nach besten Modelle der Kompakt- und Bridgekameraklasse eingegangen. In diesem zweiten Artikel der Serie schauen wir uns spiegellose Systemkameras der Einsteiger-, Mittel- und Oberklasse mit einem Preis von weniger als 2.000 Euro an.
Die erste Kamera unserer Empfehlungsliste besitzt den kleinsten Bildwandler aller Modelle in diesem ersten Teil unserer DSLM-Empfehlungen. Das mag auf den ersten Blick etwas merkwürdig sein, denn natürlich kann die Panasonic Lumix DC-G9II (Testbericht) in puncto Bildqualität nicht mit APS-C-Modellen oder gar Vollformatkameras mithalten. Sie bringt aber derart viele Features mit, dass wir die DSLM für eine Reihe von Personen für eine sehr gute Wahl halten. Ihr 25 Megapixel auflösender MFT-Sensor liefert grundsätzlich sehr gut aufgelöste Bilder, diese zeigen bis auf hohe ISO-Werte kein signifikantes Rauschen. Wer mehr Details benötigt, kann zur High-Resolution-Aufnahme greifen. Diese vervierfacht die Pixelzahl ohne größeren Aufwand, da alle Berechnungen kameraintern erfolgen und nicht einmal ein Stativ benötigt wird. Wer nicht mehr Pixel, sondern eine möglichst hohe Bildrate benötigt, ist bei der G9II mit bis zu 75 Bildern pro Sekunde ebenso an der richtigen Stelle. Hier muss man zwar mit dem elektronischen Verschluss arbeiten und ohne Autofokus auskommen, mit Autofokus sind aber immer noch hohe 60 Bilder pro Sekunde möglich. Der Rolling-Shutter-Effekt ist dabei nur recht gering ausgeprägt. Grundsätzlich gehört der Autofokus zwar nicht zur ersten Liga, er arbeitet aber solide und bringt auch eine umfangreiche Motiverkennung mit. Daneben hat die Kamera einen großen Pufferspeicher (~ 200 Aufnahmen am Stück) sowie schnelle SD-Kartenslots zu bieten. Wirklich interessant ist die Panasonic Lumix DC-G9II auch für Videografen. Sie filmt bei voller Sensorauflösung mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde, in 5,7K mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde und in 4K mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde. In Full-HD sind zudem bis zu 12,5-fache Zeitlupen (300p zu 24p) möglich. Dazu kommen – bei Videos sowie bei Fotos – zahlreiche Aufnahme-Optionen. Beim elektronischen Sucher handelt es sich um ein Modell 3,69 Millionen Supixel und großem Bild, das scharfe LCD mit 1,84 Millionen Subpixel lässt sich drehen und schwenken. Verzichten müssen Besitzer der G9II zudem weder auf ein robustes Gehäuse mit Abdichtungen noch auf viele konfigurierbare Bedienelemente und Schnittstellen.
Zwei Alternativen zur Panasonic Lumix DC-G9II, die ebenfalls mit einem MIFT-Sensor ausgestattet sind, sind die Lumix DC-GH7 (Testbericht) von Panasonic und die OM-1 Mark II (Testbericht) von OM System. Beide nehmen Bilder in etwa mit der selben Qualität auf, besitzen jedoch andere Schwerpunkte. Die GH7 richtet sich an Videografen und ist als Besonderheit mit einem aktiven Kühlsystem ausgestattet. Die OM-1 Mark II bringt mehrere spezielle Funktionen für Fotografen mit. Dazu gehören unter anderem ein integrierter Software-GND-Filter sowie eine besonders schnelle Serienbildfunktion (120 Bilder pro Sekunde).
Weitere Informationen zur Kamera:
Testbericht der Panasonic Lumix DC-G9II
Panasonic Lumix DC-G9II und Lumix DC-G9 im Vergleich
Panasonic Lumix G9II vs. OM System OM-1 II im Duell
Wer auf der Suche nach einer kompakten und zeitgleich leistungsfähigen DSLM mit Vollformat-Chip ist, sollte sich die Canon EOS R8 (Testbericht) unbedingt näher ansehen. Diese bringt lediglich 456g auf die Waage und ist dadurch nicht schwerer als viele APS-C-Kameras. Mit Abmessungen von 13,3 x 8,6 x 7,0cm fällt sie zudem alles andere als groß aus. Verzichten muss man dafür unter anderem auf einen integrierten Bildstabilisator, einen Joystick und den bei vielen Vollformat-DSLMs üblichen zweiten Speicherkartenslot. Der Akku besitzt darüber hinaus eine geringere Kapazität als bei den großen Geschwistern. Keine Abstriche sind dagegen bei der Bildqualität hinzunehmen, der 24 Megapixel auflösende Sensor liefert detailreiche Fotos mit einem geringen Bildrauschen. Punkten kann die Kamera zudem mit einem schnellen Autofokus, einem gut nutzbaren elektronischen Verschluss und einer umfassenden Motiverkennung. Darüber hinaus verfügt sie über eine richtig flotte Serienbildfunktion (40 Bilder pro Sekunde bei voller Auflösung) und erlaubt dabei auch längere Bildserien (135 JPEG- oder 125 RAW-Aufnahmen in Folge). Wer Videos mit der Canon EOS R8 aufnehmen möchte, kann dies in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde sowie in Full-HD-Auflösung mit bis zu 180 Vollbildern pro Sekunde.
Weitere sehr kompakte Vollformat-DSLMs stammen von Sony. Die Sony Alpha 7C II (Testbericht) gleicht in etwa der Alpha 7 IV, die Sony Alpha 7C R (Testbericht) verfügt über den Bildwandler der Alpha 7R V.
Weitere Informationen zur Kamera:
Canon EOS R6 Mark II und EOS R8 im Vergleich
Die Nikon Z 6II (Testbericht) hat mit der Z6III dieses Jahr zwar ein Nachfolgemodell erhalten, für viele Aufnahmesituationen reicht die Z 6II aber natürlich noch immer aus. Besonders interessant ist die Z 6II für alle Fotografen, die eine Kamera mit guter Ausstattung für recht wenig Geld suchen. Unter anderem bietet die Kamera einen 24 Megapixel auflösenden Vollformat-Chip, höhere ISO-Werte stellen dank diesem grundsätzlich kein Problem dar. Serienaufnahmen sind mit bis zu elf Bildern pro Sekunde für 200 Bilder am Stück möglich, der Autofokus leistet bis auf sehr schnelle Motive gute Dienste. Besonders überzeugen können uns bei der Z 6II das hochwertig verarbeitete Magnesiumgehäuse, die Abdichtungen und die zahlreichen Bedienelemente. Zu letzteren gehört unter anderem ein Joystick. Daneben bringt die DSLM zwei Speicherkartenslots, viele Schnittstellen, einen großen Sucher (0,8-fach; 3,69 Millionen Subpixel) und ein scharfes 3,2-Zoll-LCD (2,1 Millionen Subpixel) mit Schwenkfunktion mit. Videos zeichnet die Nikon Z 6II in 4K mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde auf, ohne Crop ist allerdings bei maximal 30p Schluss.
Weitere Informationen zur Kamera:
Wer nicht unbedingt einen Vollformatsensor benötigt, aber bei Fotos wie Videos sehr gut aufgestellt sein möchte, sollte sich die Sony Alpha 6700 (Testbericht) ansehen. Diese verfügt über einen Bildwandler der neuesten APS-C-Generation und kann dadurch mit zahlreichen Features glänzen. Dazu gehört unter anderem die Videoaufnahme in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde ohne Crop sowie mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde mit Crop. In Full-HD lassen sich mit 240 Vollbildern pro Sekunde zudem bis zu 10-fache Zeitlupen erstellen. Dank eines schnellen Sensor-Readouts zeigen sich auch beim Einsatz des elektronischen Verschlusses kaum Verzerrungen, mit elf Bildern pro Sekunde wird eine für fast alle Aufnahmesituationen ausreichend hohe Bildrate erzielt. Längere Aufnahmeserien stellen dabei kein Problem dar. Im JPEG-Format gibt es keine Grenze und bei RAWs sinkt die Bildrate erst nach 96 Bildern am Stück ab. Der Speicherkartensteckplatz arbeitet schnell, es gibt aber leider nur einen. An Schnittstellen hat Sony dagegen nicht gespart und der Akku liefert ausreichend Power für längere Touren. Das Autofokussystem der Sony Alpha 6700 kann statische wie bewegte Motive sehr präzise einfangen, die Motiverkennung bietet eine umfangreiche Unterstützung. Beim Display hat sich Sony für eine dreh- und schwenkbare Konstruktion entschieden, dadurch lässt sich das LCD jederzeit gut einsehen. Der Sucher der DSLM ist nicht besonders groß, das ist aber dem kompakten Gehäuse geschuldet. Jenes besteht aus einer soliden Magnesiumlegierung und ist abgedichtet. Stark vermissen wir bei der Kamera einen Joystick, andere Bedienelemente gibt es genug.
Hochwertige Kameras mit APS-C-Sensor bietet neben Sony auch FujiFilm am. Hier lässt sich unter anderem zwischen der hochauflösenden FujiFilm X-H2, der besonders schnellen FujiFilm X-H2S oder der kompakten FujiFilm X-T50 wählen.
Weitere Informationen zur Kamera:
Testbericht der Sony Alpha 6700
Wer eine spiegellose APS-C-Kamera von Canon erwerben möchte, muss sich zwischen gleich mehreren Modellen entscheiden. Das aus unserer Sicht beste Paket bietet – in Relation zum Preis – die Canon EOS R10 (Testbericht). Zur Ausstattung der DSLM gehören ein 24 Megapixel auflösender Sensor (leider ohne Stabilisierung) und eine richtig schnelle Serienbildfunktion. Mit elektronischem Verschluss sind bis zu 22,6 Bilder pro Sekunde möglich, mit mechanischem Verschluss immer noch richtig flotte 14,8 Bilder pro Sekunde. Das erreicht keine andere APS-C-Kamera unter 1.000 Euro. Serien sind bei den höchsten Bildraten zwar nicht allzu lang (51 JPEG- oder 33 RAW-Fotos), für längere Serien kann man aber natürlich auf eine langsamere Geschwindigkeit zurückschalten. Videos speichert die Canon EOS R10 in 4K mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde mit Crop und mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde ohne Crop. Ein Mikrofon lässt sich anschließen, ein Kopfhörer nicht. Abstriche sind zudem beim Gehäuse (vor allem aus Kunststoff) zu machen und der Sucher fällt klein aus (0,59-fache Vergrößerung). Dessen Auflösung (2,36 Millionen Subpixel) ist dagegen ordentlich und die Bildrate mit 120 Hz hoch. In der Hand liegt die Kamera dank eines ergonomischen Griffs trotz kleiner Abmessungen gut, für Eingaben gibt es unter anderem einen Joystick. Die Tasten sind allgemein jedoch klein.
Canon bietet mehrere Kameras mit einem Bildwandler in APS-C-Größe an. Unterhalb der Canon EOS R10 ist unter anderem die Canon EOS R50 (Testbericht) zu finden, oberhalb davon die Canon EOS R7 (Testbericht).
Weitere Informationen zur Kamera:
Canon EOS R7 vs. Canon EOS R10 im Duell
Canon EOS R10 und EOS R50 im Vergleich
Die Sony Alpha 6400 (Testbericht) kam 2019 als Kamera der Mittelklasse auf den Markt, sie ist heute aufgrund ihres Alters allerdings eher der gehobenen Einsteigerklasse zuzuordnen. Trotzdem bietet die DSLM auch heute noch eine Leistung, die für viele Aufgaben mehr als ausreichend ist. Das liegt unter anderem am verbauten APS-C-Sensor mit 24 Megapixel. Dieser ermöglicht detailreiche und rauscharme Bilder. Allzu lange Belichtungszeit kann man mangels IBIS aus der Hand allerdings nur mit einem Objektiv realisieren, das über einen eigenen Bildstabilisator verfügt. Serienaufnahmen stellen mit der Alpha 6400 dank elf Bildern pro Sekunde kein Problem dar, der Pufferspeicher erlaubt 116 JPEG- oder 48 RAW-Aufnahmen am Stück mit der höchsten Geschwindigkeit. Leider besitzt die Kamera einen langsamen SD-Slot, das Übertragen der Daten auf die Speicherkarte dauert daher länger. Beim Autofokussystem handelt es sich um ein Phasen-AF-System mit 425 Messfeldern, dieses kann auch bewegte Motive gut einfangen. Im Vergleich zu neueren DSLMs fehlt der Alpha 6400 allerdings eine umfangreiche Motiverkennung. Wer Videos aufnehmen möchte, kann dies in 4K-Auflösung mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD-Auflösung mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde. Zur Bildkontrolle ist die Kamera mit einem elektronischen Sucher und einem schwenkbaren LCD ausgestattet, das Gehäuse aus einer Magnesiumlegierung wird durch Abdichtungen vor Staub und Feuchtigkeit geschützt.
Etwas günstiger als die Sony Alpha 6400 lässt sich die Sony Alpha 6100 (Testbericht) erwerben. Diese besitzt viele Features der Alpha 6400, verfügt aber unter anderem über ein nicht so gut verarbeitetes Gehäuse als auch einen Sucher mit geringerer Auflösung. Eine etwas bessere Ausstattung als die Alpha 6400 bietet die Sony Alpha 6600 (Testbericht). Hier ist unter anderem ein optischer Bildstabilisator verbaut und kommt ein größerer Akku zum Einsatz.
Weitere Informationen zur Kamera:
Testbericht der Sony Alpha 6400
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