03.12.2025 - 10:00

Sony Alpha 7 V und Sony Alpha 7 IV im Vergleich

Die fünf wichtigsten Unterschiede der beiden Vollformat-DSLMs von Sony

Sony hat mit der Alpha 7 V das neue Basis-Modell der Alpha-7-Serie präsentiert. Hier setzt das japanische Unternehmen auf eine Reihe von neuen Hardware-Komponenten, die für zahlreiche Vorteile sorgen. In diesem Artikel gehen wir auf die wichtigsten Unterschiede der neuen Systemkamera und ihres direkten Vorgängermodells Sony Alpha 7 IV ein.

Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:
Ankündigung der Sony Alpha 7 V
Datenblatt der Sony Alpha 7 V
Testbericht der Sony Alpha 7 IV
Datenblatt der Sony Alpha 7 IV

Unterschied 1: Bildwandler und Bildprozessor
Die bedeutendste Neuerung der Alpha 7 V ist der überarbeitete Bildwandler. Sony setzt hier nicht länger auf einen klassischen BSI-Sensor, sondern auf ein „partially stacked“ CMOS-Modell. Die um den Faktor 4,5 höhere Auslesegeschwindigkeit des neuen Chips (im Vergleich zum Sensor der Alpha 7 IV) wirkt sich auf viele Prozesse der Kamera positiv aus. Die Auflösung (33 Megapixel) und der ISO-Bereich (50 bis 204.800) sind dagegen identisch. Damit die Alpha 7 V die vielfach höheren Datenmengen schnell verarbeiten kann, ist der neue Bionz XR2-Prozessor verbaut. Dieser verfügt zudem über eine integrierte „AI Processing Unit“. Die KI sorgt bei der neuen DSLM unter anderem für einen verbesserten Weißabgleich und wirkt sich auch auf die Fokussierung aus. Als weiterer Vorteil ist der Bionz-XR2-Chip wesentlich effizienter. Dadurch verlängern sich die Aufnahmezeiten bei Fotos und Videos. Eine Akkuladung des weiterhin genutzten NP-FZ100-Akkus reicht laut Sony für 630 Bilder beim Einsatz des Suchers und für 750 Bilder beim Verwenden des Displays aus. Die Alpha 7 VI kommt nur 520 bzw. 580 Bilder. Noch mehr Strom sparen lässt sich zudem mit dem Low-Brightness-Modus, der das Display nach einer bestimmten Zeit dimmt.

Der neue Bildwandler und der neue Bildprozessor sorgen für zahlreiche Vorteile:

Unterschied 2: Die Serienbildfunktion
Ein schneller auslesbarer Sensor wirkt sich natürlich auch auf die Serienbildfunktion aus. Diese hat Sony bei der Alpha 7 V auf bis zu 30 Bilder pro Sekunde beim Einsatz des elektronischen Verschlusses gesteigert. Auch bei der höchsten Bildrate erfolgt die RAW-Speicherung mit 14-Bit, der Rolling-Shutter-Effekt fällt durch den schnelleren Sensor zudem deutlich geringer als bei der Alpha 7 IV aus. Serien können bei der höchsten Bildrate bis zu 185 Fotos im JPEG-Format umfassen, bei RAW-Dateien sollen es 95 sein. Wer sich für langsamere Bildraten entscheidet, kann Serien praktisch unbegrenzt lange aufnehmen. Mehr als 1.000 Bilder am Stück sind beispielsweise bei 10 Fotos pro Sekunde möglich. Bis zu dieser Bildrate lässt sich zudem der mechanische Verschluss nutzen. Die Sony Alpha 7 IV kommt beim Einsatz des mechanischen Verschlusses auf praktisch identische Werte, mit elektronischem Verschluss erreicht sie jedoch keine höheren Bildraten. Zudem sinkt die Bit-Tiefe beim E-Shutter auf 12-Bit ab. Als Neuerung ist bei der Alpha 7 V die Pre-Capture-Funktion hinzugekommen. Diese war bislang nur bei den Oberklasse-Modellen zu finden. Sie erlaubt Aufnahmen bis zu einer Sekunde vor dem (Durch-)Drücken des Auslösers.

Unterschied 3: Der Autofokus
Für die Fokussierung nutzt Sony bei der Alpha 7 V den bewährten Hybrid-AF, dieser kombiniert die Phasendetektion und die Kontrastmessung. Insgesamt stehen 759 Messfelder zur Verfügung, sie decken 94 Prozent der Sensorfläche ab. AE/AF-Berechnungen finden bei der Sony Alpha 7 V bis zu 60 pro Sekunde statt, dieser Wert wird sich deutlich oberhalb der Alpha 7 IV bewegen. Genaue Angaben macht Sony für seine ältere DSLM jedoch nicht.

Die AI Processing Unit des Bionz XR2 ermöglicht eine umfangreiche Motiverkennung:

Ein deutliches Upgrade hat bei der Alpha 7 V die Motiverkennungsfunktion erhalten. Während die Alpha 7 IV nur Menschen und Tiere (Hunde, Katzen, Vögel) detektieren kann, erkennt die Alpha 7 V dank KI-Integration diverse weitere Motive. Dazu gehören Autos, Züge, Flugzeuge und Insekten. Menschen kann die DSLM durch die „Human Pose Estimation“ zudem besser verfolgen und wie bei Tieren lässt sich zwischen dem Auge, dem Kopf und dem Körper als Erkennungsziel wählen. Bei Flugzeugen, Zügen und Autos kann man zudem die Nase/Vorderseite priorisieren.

Unterschied 4: Die Videoaufnahme
Der neue Bildwandler und der leistungsfähigere Bildprozessor ermöglichen bei der Alpha 7 V natürlich auch verbesserte Videofähigkeiten. Der Sensor lässt sich in voller Sensorbreite auslesen, dank Oversampling ist bei bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde eine besonders gute Bildqualität möglich. Daneben bietet die Kamera auch die Auswahl eines Sensorbereichs in APS-C-Größe an. Hier sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde bei 4K-Auflösung möglich. Dies erlaubt Zeitlupen mit einer besonders hohen Bildqualität. Besitzer der Sony Alpha 7 IV können Videos mit voller Sensorbreite und Oversampling mit maximal 30 Vollbildern pro Sekunde aufzeichnen, mit APS-C-Crop ist bei 60 Vollbildern pro Sekunde Schluss.

Das Display der Alpha 7 V lässt sich anders als bei der Alpha 7 IV drehen, schwenken & klappen:

Unterschied 5: Die Bildkontrolle
Während Sony auf den Sucher der Alpha 7 IV auch bei der Alpha 7 V verbaut, handelt es sich beim Display um eine Neukonstruktion. Das LCD fällt in der Diagonalen mit 3,2 Zoll etwas größer als bei der Alpha 7 IV (3,0 Zoll) aus, die Auflösung ist mit 2,1 Millionen Subpixel doppelt so hoch (1,04 Millionen Subpixel bei der Alpha 7 IV). Darüber hinaus handelt es sich um eine dreh-, schwenk- und klappbare Konstruktion. Das Panel lässt sich dadurch noch flexibler als das Modell der Alpha 7 IV (dreh- und schwenkbar) bewegen. Direkt mit an Bord sind bei der neuen DSLM zudem angepasste Anzeigeinformationen für Hochformataufnahmen und lassen sich die angezeigten Parameter nun auch konfigurieren.

Bei der Alpha 7 V verbaut Sony zwei USB-C-Ports:

Die Sony Alpha 7 IV ist mit einem USB-C- sowie einem Micro-USB-Port ausgestattet:

Weitere Unterschiede:
Zu den weiteren, zahlreichen Neuerungen gehört bei der Sony Alpha 7 V die verbesserte Bildstabilisierung per IBIS-System. Während Sony für die neue DSLM bis zu 7,5 Blendenstufen angibt, kommt die Alpha 7 IV nur auf 5,5 Blendenwerte. Zudem gibt es einen neuen Active-IS-Modus. Beschleunigt wurde bei der Alpha 7 V die Übertragung per WLAN (bis zu 6 GHz statt 5 GHz), können sich Nutzer für eine kürzere Belichtungszeit beim Einsatz des elektronischen Verschlusses (1/16.000 Sekunde) entscheiden und wurde der Micro-USB-Port durch einen zweiten USB-C-Anschluss ersetzt. Composite RAWs und Compressed HQ-Raws werden des Weiteren nur von der Alpha 7 V unterstützt. Die Gehäuse beider Kameras sehen sich sehr ähnlich, der Griff wurde bei der Alpha 7 V allerdings leicht optimiert. Auf der Waage fällt die Alpha 7 V mit 695g zu 658g etwas schwerer aus, die Abmessungen sind mit 13,0 x 9,6 x 7,2cm (7 V) zu 13,1 x 9,6 x 7,0cm (7 IV) fast identisch.

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Autor: dkamera.de Redaktion