26.01.2026 - 07:55

Zubehörartikel von Insta360 im Praxistest (Teil 2)

Ungewöhnliches Zubehör: Flip-Touchscreen-Blende und Pocket Printer

Im ersten Teil dieses Praxisberichts hatten wir uns mit dem Xxplorerer Grip Kit und dem Xplorer Grip Pro Kit zwei Griffe angesehen, die Insta360 für die Actionkameras Ace Pro 2 bzw. Ace Pro anbietet. In diesem zweiten Teil gehen wir auf die Flip-Touchscreen-Blende sowie den Pocket Printer ein.

Wer seine Actionkamera um Zubehör erweitern möchte, kann zusätzlich zum Zugriff unter anderem die sogenannte Flip-Touchscreen-Blende erwerben. Dabei handelt es sich um eine zusammenklappbare Sichtblenden-Konstruktion, die bei (extremen) Lichtverhältnissen für eine bessere Ablesbarkeit des Displays sorgt. Bekannt sind derartige Lösungen vor allem von Videokameras.

Die Insta360 Flip-Touchscreen-Blende:

Neben der Blende gehört ein klebender Montagerahmen zum Lieferumfang:

Durch die klappbare Konstruktion nimmt die Flip-Touchscreen-Blende beim Transport kaum Platz weg, das Anbauen und Öffnen der Blende ist in Sekundenschnelle möglich. Am Gehäuse wird die 23g schwere und 7,1 x 4,4 x 0,5cm messende Blende mittels eines magnetischen Rahmens befestigt, dieser wird wiederum auf dem Display festgeklebt.

Der Rahmen wird auf dem Display der Kamera aufgeklebt:

Die Magnete der Blende halten die Konstruktion am Rahmen fest:

Die Ace Pro 2 mit geschlossener Flip-Touchscreen-Blende:

Die Ace Pro 2 mit geöffneter Flip-Touchscreen-Blende:

Ein Zubehörprodukt, das man mit einer Actionkamera bisher wohl kaum in Verbindung gebracht hätte, ist ein mobiler Drucker. Diesen bietet Insta360 allein oder im „Sofortdruck-Bundle“ an. Damit folgt Insta360 dem Instax-Trend, der seit Jahren für stetig gesteigerte Verkäufe von Sofortbildkameras sorgt. Im Prinzip handelt es sich beim Pocket Printer von Insta360 um einen klassischen Sofortbilddrucker. Dieser setzt sich von anderen Modellen durch die Montage-Möglichkeit der Ace Pro 2 auf der Oberseite und die Druckauswahl über die Kamera ab.

Der Insta360 Pocket Printer:

Der Lieferumfang des Druckers:

Der Drucker ist 12,5 x 8,4 x 3,7cm groß:

Die Papier-Kassette wird nach dem Öffnen des Pocket Printers seitlich in das Gerät geschoben:

Vor dem Einsatz muss man beide Produkte nicht per Kabel verbinden, die Kommunikation erfolgt drahtlos per Bluetooth. Für die Stromversorgung ist ein eigener Akku zuständig, aufgeladen wird dieser per USB-C. In der Kassette des Druckers sind zehn Papierblätter vorhanden, laut Bedienungsanleitung dürfen allein die von Insta360 angebotenen Kassetten genutzt werden.

Eine LED am Drucker signalisiert den Status des Gerätes, das konstante blaue Leuchten informiert unter anderem über den einsatzbereiten Zustand. Beim Aufladen des Akkus blinkt die LED grün, das durchgängige grüne Leuchten signalisiert einen komplett aufgeladenen Akku. Dies dauert abhängig vom Netzteil bis zu 120 Minuten. Wer den Drucker an der Ace Pro 2 montieren möchte, benötigt dafür den Xplorer Grip Pro und einen Adapter. Während letzterer 5,3 x 3,6 x 1,6cm groß ist und 40g auf die Waage bringt, misst der Drucker 12,5 x 8,4 x 3,7cm und wiegt 289g.

Kamera und Drucker werden über das Menü verbunden:

Im Bluetooth-Menü kann man alle verbundenen Geräte einsehen:

Beim Drucken stehen "Randlos" oder "Polaroid" zur Wahl:

Vor dem Drucken bekommt man eine Druckvorschau angezeigt:

Der Drucker und die Ace Pro 2 werden über das Kameramenü verbunden, im Test funktionierte dies fehlerfrei und innerhalb weniger Sekunden. Drucken kann man sowohl neu aufgenommene Bilder als auch Aufnahmen, die sich auf der Speicherkarte befinden. Als Optionen stehen der randlose Druck und das Drucken von Bildern im Polaroid-Stil zur Wahl. Hier sind zudem ein Logo und die Aufnahmedaten zu finden. Der Druck erfolgt beim Pocket Printer mit dem ZINK-Verfahren (Zero Ink), nacheinander werden die Farben gelb, rot und cyan mittels thermischer Impulse erzeugt. Zudem gibt es eine abschließende Schicht, die das Bild widerstandsfähig macht.

Pro Druck ergab sich im Test eine Zeit von rund 70 Sekunden. Das ist nicht besonders schnell, aber durchaus noch ok. Die Bildqualität der Aufnahmen bewegt sich auf einem ordentlichen Niveau, hochauflösende Prints kann man bei dieser kleinen Größe (Papier circa 8 x 5cm, davon reale Bildgröße circa 6 x 5 cm) jedoch grundsätzlich nicht erwarten.

Der Druck erfolgt mit dem ZINK-Verfahren, die Farben werden nacheinander erzeugt:

Die fertigen Fotos entsprechen klassischen Sofortbild-Aufnahmen:

Unsere Bewertung des Pocket Printers für die Insta360 Ace Pro 2:
Insta360 bietet für die Ace Pro 2 wie alle Actionkamerahersteller eine große Menge an Zubehör an. Ein Drucker hat im Vergleich zur Konkurrenz dabei eindeutig Seltenheitswert. Wer die Ace Pro 2 klassisch zur Aufnahme von Videos sowie für das ein oder andere Foto nutzt, dürfte mit dem Pocket Printer wohl nichts anfangen können. Stehen dagegen Fotos im Vordergrund, dürfte sich der ein oder andere Nutzer finden, der mit dem Pocket Printer etwas anfangen kann. Mit ihm sowie der Ace Pro 2 kann man beispielsweise eine Sofortbildkamera ersetzen – wobei das Paket deutlich mehr Features als jene bietet.

Der Pocket Printer macht die Ace Pro 2 zur "Sofortbildkamera":

Grundsätzlich stufen wir den Pocket Printer daher (für eine kleine Zielgruppe) als interessantes Produkt ein. Wie für alle Sofortbilddrucker gilt jedoch auch hier, dass das Drucken sehr teuer ist. Eine Kassette mit zehn Bildern liegt bei rund 12 Euro.

Der dkamera.de-Award zum Insta360 Pocket Printer:

Im dritten Teil unseres Praxistests verschiedener Zubehörartikel gehen wir auf die für die Actionkamera erhältlichen Objektive und Filter ein.

Autor: dkamera.de Redaktion