05.06.2024 - 23:00

Verbessertes Video-Flaggschiff: Panasonic Lumix DC-GH7

25 Megapixel, 75 Bilder/Sek., 5,8K30p Open Gate, 4K120p, Apple ProRES RAW intern, aktive Kühlung

Panasonic hat mit der Lumix DC-GH7 sein neues MFT-Flaggschiff für Videoaufnahmen angekündigt. Dieses bringt als wichtigste Neuerung ein deutlich überarbeitetes Autofokus-System mit. Während die Panasonic Lumix DC-GH6 noch mit einem Hybrid-AF mit Kontrastmessung und Depth-from-Defocus-Technologie auskommen musste, ist bei der neuen GH7 nun auch die Phasendetektion mit an Bord. Diese ermöglicht vor allem bei bewegten Motiven eine deutlich bessere Motivverfolgung.

Darüber hinaus hat die spiegellose Systemkamera eine erweiterte Motiverkennung zu bieten. Der Echtzeit-Erkennungs-AF der DSLM kann neben Menschen und Tieren auch Autos, Motorräder, Züge und Flugzeuge identifizieren und verfolgen. Im Kameramenü lässt sich dabei einstellen, welche Bereiche von Fahrzeugen, Zügen oder Flugzeugen priorisiert werden soll. Insgesamt verfügt die GH7 über 779 AF-Messfelder, neben kleinen und großen Fokuszonen gibt es auch konfigurierbare Fokuszonen.

Die Oberseite der spiegellosen Systemkamera:

Zur Bildaufnahme wird bei der Panasonic Lumix DC-GH7 ein 17,3 x 13,0mm messender und 25 Megapixel (5.776 x 4.336 Pixel) auflösender BSI-CMOS-Sensor mit einem ISO-Bereich von 100 bis 25.600 verwendet. Mittels der Low-Erweiterung lassen sich zudem ISO 50 einstellen. Vom Sensor sind des Weiteren der Verzicht auf einen Tiefpassfilter und der Dynamic Range Boost bekannt. Sollte die Auflösung der Bilder nicht ausreichen, kann diese mittels der High-Res-Aufnahme auf 100 Megapixel erhöht werden.

Das Gehäuse der Panasonic Lumix DC-GH7 fällt so groß wie das Gehäuse der GH6 aus:

Die Bildstabilisierung erfolgt in fünf Achsen und mit einer Kompensationsleitung von bis zu 7,5 Blendenstufen, bei Objektiven mit O.I.S. (nur kompatible Modelle) arbeiten beide Stabilisierungssysteme zusammen („Dual I.S.“). Damit die Stabilisierung bei Videos besonders gut ausfällt, bietet die Kamera zudem einen E.I.S., einen Active I.S. und einen Boost I.S. Serienaufnahmen sind mit der Panasonic Lumix DC-GH7 mit bis zu 75 Bildern pro Sekunde möglich, bei der kontinuierlichen Fokussierung werden noch 60 Bilder pro Sekunde erreicht. Für beide Bildraten ist allerdings der elektronische Verschluss zu verwenden. Dieser erlaubt Belichtungszeiten von 60 Sekunden bis zu 1/32.000 Sekunde. Mit dem mechanischen Verschluss ist bis zu 1/8.000 Sekunde möglich. Wer mit mechanischem Verschluss fotografieren will, kann bis zu 14 Bilder pro Sekunde (zehn mit AF-C) festhalten.

Die Panasonic Lumix DC-GH7 ist in erster Linie allerdings nicht zur Aufnahme von Fotos gedacht, Videos stehen bei ihr ganz klar im Fokus. Folglich hat sie eine lange Liste an Auflösungen, Bildraten und Aufnahmefunktionen zu bieten. Maximal lässt sich in 5,8K-Auflösung (5.760 x 4.320 Pixel) mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde filmen. Hier liest die DSLM den gesamten Bildwandler aus (Open Gate). Darüber hinaus kann man sich unter anderem für 5,7K-Aufnahmen (5.728 x 3.024 Pixel) mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und 4:2:2 10-Bit-Speicherung oder bei gleicher Auflösung für bis zu 30 Vollbilder pro Sekunde im Apple ProRes HQ- oder Apple ProRes RAW-Format entscheiden. Die Aufnahme erfolgt dabei auf Wunsch intern (CFexpress Typ B Karte) oder extern (per USB-SSD).

Neben einem CFexpress Typ B-Slot verfügt die DSLM über einen SD-Slot:

In 4K erlaubt die Kamera zudem Videos mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD mit bis zu 300 Vollbildern pro Sekunde. Damit die Kamera auch bei hohen Auflösungen oder Bildraten nicht überhitzt, hat Panasonic ein aktives Kühlsystem mit Lüfter verbaut. Als weitere Videofeatures bringt die Panasonic Lumix DC-GH7 Real Time LUTs (Speicherung von bis zu 39 LUTs in der Kamera), die Proxy-Aufnahme, Wireless Streaming und eine Reihe von Video-Assistenz-Funktionen mit.

Mit dem XLR-Adapter DMW-XLR2 ist die 32-Bit-Float-Audioaufnahme möglich:

Zu letzteren gehören unter anderem ein Wave Form Monitor, eine Frame-Anzeige, ein Luminance Spot Meter oder ein Vector Scope. Die Tonaufnahme kann bei der GH7 unter anderem mit der 32-Bit-Float-Aufnahme erfolgen. Diese soll beim Einsatz des XLR-Adapters DMW-XLR2 sogar ohne Pegelung für optimale Ergebnisse sorgen

Beim Display handelt es sich um eine dreh- und schwenkbare Konstruktion:

Das Display der spiegellosen Systemkamera lässt sich durch seine besondere Konstruktion auch bei angeschlossenen Kabeln drehen und schwenken, die Auflösung des 3,0 Zoll großen Touch-LCDs liegt bei 1,84 Millionen Subpixel. Als Sucher kommt ein 0,76-fach vergrößerndes Modell mit 3,68 Millionen Subpixel auflösendem OLED-Display zum Einsatz. Die drahtlose Datenübertragung erfolgt via WLAN und Bluetooth, mit der Lumix Lab-App lassen sich unter anderem eigene LUTs erstellen. Zur Bild- und Videoaufnahme kann man neben einer CFexpress Typ B-Karte auch eine SD-Karte nutzen, diese unterstützt allerdings nicht alle Auflösungen, Bildraten oder Bildformate.

Das gegen Staub und Spritzwasser geschützte Gehäuse der Panasonic Lumix DC-GH7 ist 13,8 x 10,0 x 10,0cm groß und bringt 850g auf die Waage. Ab Juli 2024 wird die DSLM für eine unverbindliche Preisempfehlung von 2.199 Euro im Fachhandel erworben werden können.

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Autor: dkamera.de Redaktion