Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick
DJI bietet mittlerweile eine Reihe von Kameras und Zubehörprodukten für Foto- und Videoaufnahmen an. Dazu gehören die Actionkameras und 360-Grad-Kameras der Osmo-Action-Serie, zahlreiche Kameradrohnen und auch die Kameras der Osmo-Pocket-Reihe. Letztere ist für Reise-, Vlogging- oder alltägliche Aufnahmen gedacht und erhält mit der Osmo Pocket 4 jetzt ein weiteres Modell. Welche Qualitäten dieses zu bieten hat, schauen wir uns in folgendem Testbericht an.
Der Lieferumfang:
DJI bietet seine Produkte wie üblich in unterschiedlichen Bundles (Combos genannt) an. Bei der von uns getesteten Creator Combo (UVP 619,00 Euro) gehören neben dem Osmo Pocket 4 das Osmo Pocket 3 Weitwinkelobjektiv, der DJI Mic 3 Sender, der DJI Mic 3 Magnetclip, zwei DJI Mic 3 Windschutze, der DJI Mic 3 Magnet, das DJI Mic 3 magnetische Ladekabel für den Sender, das Osmo Pocket 4 Fülllicht, das Osmo Mini-Stativ und eine Tragetasche zum Lieferumfang. Daneben lassen sich die Standard Combo (UVP 499,00 Euro) und die Essential Combo (UVP 479,00 Euro) erwerben. Hier sind jeweils deutlich weniger Zubehörteile enthalten.
Die technischen Daten:
Die DJI Osmo Pocket 4 stellt die mittlerweile vierte Generation der Pocket-Kamera-Serie dar, die 2018 in Form der Osmo Pocket startete. Im Laufe der Generationen wurden die Pocket-Modelle natürlich immer weiter verbessert. Besonders große Fortschritte gab es unter anderem beim Bildwandler. Dieser wuchs im Laufe der Zeit von 1/2,3 Zoll (Osmo Pocket) über 1/1,7 Zoll (Pocket 2) auf 1,0 Zoll an (Osmo Pocket 3). Bei der Osmo Pocket 4 kommt wieder ein Modell dieser Größe zum Einsatz, die Auflösung wurde im Vergleich zum Chip der Pocket 3 jedoch um den Faktor vier auf 37 Megapixel erhöht. Dadurch gibt es nun mehr als genug Reserven für das digitale Zoomen oder den späteren Bildzuschnitt.
Die Fotos besitzen eine maximale Auflösung von 7.680 x 4.320 Pixel, alternativ kann man sich für 3.840 x 2.160 Pixel oder Aufnahmen mit einem Seitenverhältnis von 1:1 entscheiden. Als Bildformate stehen JPEG und DNG (oder beides kombiniert) zur Wahl, der ISO-Bereich wird mit 50 bis 12.800 angegeben.
Videoaufnahmen sind mit der DJI Osmo Pocket 4 in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) oder in Full-HD-Auflösung (1.920 x 1.080 Pixel) möglich. Die maximale Bildrate der Kamera liegt bei 240 Vollbildern pro Sekunde, diese steht sogar bei 4K-Auflösung zur Verfügung. Somit sind bis zu 8-fache Zeitlupen realisierbar. Alle Aufnahmen erfolgen mit 10-Bit, für stärkere Nachbearbeitungen gibt es das D-Log-Profil.
Daneben unterstützt die DJI Osmo Pocket 4 Hyperlapse-, Timelapse- und Motionlapse-Aufnahmen. Für Videos bei wenig Licht ist zudem ein Low-Light-Modus mit an Bord. Die Tonaufzeichnung erfolgt mit drei Mikrofonen, externe Modelle lassen sich per Bluetooth verbinden. WLAN ist zur Datenübertragung ebenso mit an Bord. Alle Bilder und Videos landen auf dem integrierten Speicher mit 107GB Kapazität oder einer microSD-Karte. Letztere sollte den V30-Geschwindigkeitsstandard erfüllen und kann bis zu 1TB groß sein.
Das Objektiv der DJI Osmo Pocket 4 besitzt eine kleinbildäquivalente Brennweite von 20mm und eine Lichtstärke von F2. Wer einen kleineren Bildwinkel bevorzugt, muss digital zoomen. Dies geht bei Fotos bis zu 2-fach und bei Videos bis zu 4-fach. Fokussieren lässt sich automatisch ab 20cm, mittels Active-Track kann die Pocket 4 Motiven folgen. Für unverwackelte Aufnahmen sowie Schwenks setzt DJI auf einen mechanischen 3-Achsen-Gimbal. Dieser erlaubt zudem das manuelle Drehen der Kameraeinheit.
Beim Gehäuse der Osmo Pocket 4 setzt DJI auf eine Kunststoffmischung, auf die Waage bringt die 14,4 x 4,4 x 3,4cm große Kamera 191g. Zur Bildkontrolle steht ein 2,0 Zoll großes OLED-Display mit 556 x 314 Pixel und bis zu 1.000 Nits Helligkeit zur Verfügung. Es lässt sich zudem um 90 Grad drehen und unterstützt Eingaben per Touch.
Als Akku ist bei der DJI Osmo Pocket 4 ein Lithium-Polymer-Modell mit einer Kapazität von 1.545mAh (11,95Wh) verbaut. Dieses wird per USB-C aufgeladen und soll für bis zu 240 Minuten lange Einsätze ausreichen. Beim Laden muss die Umgebungstemperatur bei mindestens fünf Grad Celsius liegen, für den Betrieb der Travel-Vlogging-Kamera sind null Grad das untere Limit.
Im zweiten Teil unseres Testberichts der DJI Osmo Pocket 4 gehen wir unter anderem auf die Bedienung der Travel-Vlogging-Kamera sowie die unterschiedlichen Optionen ein.