24.07.2026 - 11:00

Testbericht der Gimbal-Kamera Insta360 Luna Ultra (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick

Die Klasse der Gimbal- bzw. Travel-Vlogging-Kamera ist so beliebt wie nie zuvor. Immer mehr Hersteller stellen daher Geräte dieser Art vor, die für Reisen und Vlogs entwickelt wurden. Mit der Luna Ultra bietet nun auch Insta360 das erste Modell dieser speziellen Kameraklasse an. Wir sehen uns die Gimbal-Kamera, die ein duales Kamerasystem und einen 3-Achsen-Gimbal mitbringt, in nachfolgendem Testbericht im Detail an.

Der Lieferumfang:
Insta360 verkauft die Luna Ultra wie auch seine Actionkameras in verschiedenen Bundles. Wir testen die Kamera im sogenannten Creator-Bundle, bei dem man zwischen den Gehäusefarben „Nachtschwarz“ sowie „Astralweiß“ wählen kann. Der Lieferumfang ist jedoch unabhängig von der Farbversion. Neben der Kamera erhält man eine Schutzhülle, einen Windschutz für das integrierte Mikrofon, eine Handgriffverlängerung, einen Akkugriff, einen Handgelenkriemen, eine Tragetasche, ein Weitwinkelobjektiv sowie den Insta360 Mic Pro Transmitter.

Dieses Zubehör liegt der Kamera bei: Oben Standard-Kit und unten zusätzlich Creator-Kit:

Der Gimbal-Schutz ist für den Transport eine sehr gute Lösung:

Alle Zubehörteile bringt man in der mitgelieferten Tasche unter:

Die technischen Daten:
Insta360 geht bei der Luna Ultra, wie der Name bereits vermuten lässt, in die Vollen. Obwohl es sich bei der Travel-Vlogging-Kamera um das erste Modell dieser Serie von Insta360 handelt, wird nur Hardware der Spitzenklasse verbaut. Zur Bildaufnahme kommt ein duales Kamerasystem zum Einsatz, mit dem sich in vielen Situationen flexibel fotografieren und filmen lässt. Bei der Hauptkamera setzt Insta360 auf einen Chip der 1,0-Zoll-Klasse. Derartige Modelle kennt man von Premium-Kompaktkameras oder High-End-Smartphones. Als Objektiv wird hier ein Leica Summicron verwendet, dessen Brennweite entspricht einer Kleinbildoptik mit 20mm. Somit handelt es sich um ein Ultraweitwinkelmodell. Von der Festbrennweite sind zudem die Blende von F1,8 und der minimale Aufnahmeabstand von neun Zentimetern bekannt.

Die Luna Ultra von Insta360 ist wie schon länger erhältliche Gimbal-Kameras aufgebaut:

Mit zwei Kameras und Objektiven lassen sich unterschiedliche Brennweiten abdecken:

Die zweite Kamera ist für Teleaufnahmen gedacht. Dementsprechend besitzt die Optik eine deutlich längere KB-Brennweite von 60mm. Die Lichtstärke des Teleobjektivs liegt bei F2 und fokussieren kann man ab 15cm Abstand vom Motiv. Der Sensor fällt bei der Telekamera etwas kleiner (1/1,3 Zoll) als bei der Hauptkamera aus und ist so groß wie beispielsweise der Bildwandler der Insta360 Ace Pro 2.

Die Sensorgrößen der bekanntesten Gimbal-Kameras im Vergleich:

Als Zoombereich gibt Insta360 für die Luna Ultra 1-fach bis 12-fach an, hierfür wird natürlich auch der Digitalzoom verwendet. Damit kommt man kleinbildäquivalent von 20mm bis 240mm. Beide Objektive bzw. Kameras werden von einem 3-Achsen-Gimbal stabilisiert, dieser erlaubt zudem das manuelle Bewegen sowie das automatisierte Tracking.

Vier Zoomstufen der Luna Ultra im Vergleich:

Zu den Sensorauflösungen beider Bildwandler macht Insta360 keine Angaben, die Foto- und Videoauflösungen der Travel-Vlogging-Kamera sind aber natürlich bekannt. Fotos lassen sich mit bis zu 7.040 x 5.288 Pixel (4:3) oder 6.144 x 6.144 Pixel (1:1) aufnehmen, mittels der Panorama-Funktion, die mehrere Bilder zusammenrechnet, kommt man auf bis zu 20.224 x 10.112 Pixel (200 Megapixel).

Videos zeichnet die Insta360 Luna Ultra in 8K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel oder 7.680 x 3.264 Pixel) mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde auf, in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel oder 3.840 x 1.632 Pixel) sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich und die höchste Bildrate wird bei Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) mit bis zu 240 Vollbildern pro Sekunde erreicht. Daneben kann man in 2,7K-Auflösung (2.688 x 1.520 Pixel) mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde oder in 3K-Auflösung (3.072 x 3.072 Pixel) mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde filmen. Bei vertikalen Aufnahmen stellen lediglich 1.728 x 3.072 Pixel und 60 Vollbilder pro Sekunde das Maximum dar.

Abseits des klassischen Videomodus verfügt die Gimbal-Kamera auch über den bekannten PureVideo-Modus für Aufnahmen bei wenig Licht, einen Zeitlupen-Modus und einen Timelapse bzw. TimeShift-Modus. Zu den weiteren Funktionen gehören die Längsdrehung und der Dolly-Zoom.

Fotografen können sich für das JPEG- oder RAW-Format entscheiden:

Als Dateiformate werden bei Fotos JPEG und RAW unterstützt, Videos werden mit H.265-Codierung abgespeichert. Durch 10-Bit-Dateien und das I-Log-Profil ist dabei ein großer Dynamikumfang möglich. HDR-Aufnahmen sind mit dem Dolby-Vision-Standard realisierbar. Den Ton zeichnen bei der Insta360 Luna Ultra vier Mikrofone auf, externe Modelle wie die hauseigenen Insta360 Mics lassen sich kabellos verbinden.

Neben dem integrierten Speicher (47GB) lassen sich microSD-Karten nutzen:

An der Unterseite befindet sich der USB-C-Port zum Aufladen:

Die Datenspeicherung kann bei der Travel-Vlogging-Kamera mit dem integrierten Speicher (47GB) oder einer microSD-Karte (bis zu 2TB, V30-Speed-Class sinnvoll) erfolgen, als Akku ist ein 1.550mAh starkes Lithium-Ionen-Modell verbaut. Dieses wird per USB-C aufgeladen (PD-Schnellladefunktion vorhanden) und soll Einsatzzeiten von bis zu 240 Minuten (bei 1080p24) ermöglichen.

Daneben bringt die Luna Ultra noch einen zweiten Akku mit 210mAh mit. Dieser ist im abnehmbaren Touchscreen-Modul mit 2 Zoll großem OLED-Display (564 x 318 Pixel) verbaut. Das Display lässt sich zur besseren Ansicht bei Hochformataufnahmen drehen, mit dem Touchscreen-Modul ist die Bildkontrolle und Steuerung auch aus der Ferne möglich.

Die Luna Ultra misst 5,2 x 17,0 x 3,9cm:

Ihr Display ist drehbar ...

... und kann inklusive der Steuereinheit abgenommen werden:

Die 5,2 x 17,0 x 3,9cm große Insta360 Luna Ultra bringt rund 233g auf die Waage und kann bei Temperaturen von 0 bis 40 Grad Celsius eingesetzt werden. Zur drahtlosen Datenübertragung sind natürlich auch ein Bluetooth- und ein WLAN-Modul verbaut, die Steuerung per App ist ebenso möglich.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der Gimbal-Kamera gehen wir unter anderem auf die Bedienung sowie die unterschiedlichen Aufnahme- und Gimbal-Optionen ein.

Autor: dkamera.de Redaktion