30.07.2026 - 14:00

Testbericht der Gimbal-Kamera DJI Osmo Pocket 4P (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick

DJI hat mit den Kameras der Pocket-Serie in den letzten Jahren einen Hype losgetreten. Die als Gimbal- oder Travel-Vlogging-Kameras bezeichneten Modelle erlauben durch den integrierten Gimbal verwacklungsarme Aufnahmen und lassen sich mit ihrem Griff sehr komfortabel festhalten. Während die bisherigen Modelle des Unternehmens allesamt mit einer Kamera ausgestattet waren, setzt DJI bei der DJI Osmo Pocket 4P auf ein duales Kamerasystem. Welche Vorteile dieses bietet und wie die Gimbal-Kamera insgesamt abschneidet, schauen wir uns in diesem Testbericht an.

Der Lieferumfang:
DJI ist dafür bekannt, seinen Kameras sehr viel Zubehör beizulegen. Bei der von uns getesteten "Vlog Combo" fällt der Lieferumfang sehr umfangreich aus. Unter anderem gehören dazu eine Tasche zur Aufbewahrung, ein Fülllicht, das Mic Mini 2 inklusive Windschutz, ein Clip und ein Magnet zur Mikrofon-Befestigung als auch ein Mini-Stativ und eine kleine Handgriff-Verlängerung mit 1/4-Zoll-Gewinde. Die Fernsteuerung der Gimbal-Kamera ist zudem mit der FrameTap-Fernbedienung möglich.

Das bei der "Vlog Combo" mitgelieferte Zubehör:

Für den Transport legt DJI zwei Taschen bei:

Die technischen Daten:
DJI hat die Funktionen seiner Travel-Vlogging-Kameras der Osmo-Pocket-Serie in den letzten Jahren stetig verbessert. Neben größeren Sensoren wurden auch immer bessere Displays und leistungsfähigere Akkus verbaut. Eines hat sich im Laufe der Zeit jedoch nie verändert: die Anzahl der Kameras. Das ändert DJI nun bei der Osmo Pocket 4P. Hier sorgt ein duales Kamerasystem für mehr Flexibilität und noch mehr Features.

Die Osmo Pocket 4P (links) fällt nur leicht größer als die Pocket 4 (rechts) aus:

Der Gimbal stabilisiert die Kameraeinheit mit Haupt- (unten) und Telekamera (oben):

Bei der Hauptkamera der Osmo Pocket 4P verwendet DJI laut eigener Aussage einen neuen Bildwandler der 1,0-Zoll-Klasse. Dieser bietet dank LOFIC-Technologie einen Dynamikumfang von 17 Blendenstufen und wird mit einem 20mm-Objektiv (KB-äquivalente Brennweite) kombiniert. Das Ultraweitwinkelobjektiv der Hauptkamera verfügt des Weiteren über eine Lichtstärke von F2 und erlaubt das Scharfstellen ab einer Motiventfernung von 20cm.

Drei Zoomstufen (1-fach, 3-fach und 6-fach) der Osmo Pocket 4P im Vergleich:

Für weiter entfernte Motive ist bei der Osmo Pocket 4P eine Telekamera mit an Bord. Hier wird ein Sensor der 1/1,3-Zoll-Klasse genutzt, das 60mm-Objektiv (KB) wird mit einer Blende von F1,8 sowie einem minimalen Aufnahmeabstand von 30cm angegeben. Zoomen kann man mit der Gimbal-Kamera bis zu 12-fach, hier kommt der Digitalzoom zum Einsatz.

Beide Kameras werden von einem 3-Achsen-Gimbal stabilisiert, per Joystick sind auch manuell gesteuerte Bewegungen möglich. Ist die Funktion "Active-Track" aktiv, folgt der Gimbal dem Motiv zudem automatisch.

Die Sensorgrößen der bekanntesten Gimbal-Kameras im Vergleich:

Videos lassen sich mit der Osmo Pocket 4P in 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) mit bis zu 240 Vollbildern pro Sekunde mit der Haupt- und mit bis zu 200 Vollbildern pro Sekunde mit der Telekamera aufzeichnen. In Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) schaffen dagegen beide Kameras bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde. Dadurch kann man bis zu 8-fache Zeitlupen speichern. Hochkant filmt die Pocket 4P mit bis zu 3K-Auflösung (1.728 × 3.072 Pixel) und 60 Vollbildern pro Sekunde.

Neben der klassischen Videofunktion und der Zeitlupenaufnahme bringt die Travel-Vlogging-Kamera natürlich auch noch andere Modi mit. Dazu gehören Optionen für Hyperlapse-, Timelapse- und Motionlapse-Videos. Für das Filmen in dunkleren Umgebungen ist zudem ein extra Low-Light-Modus mit an Bord und beim nachträglichen Bearbeiten der Aufnahmen bietet das D-Log2-Profil zusammen mit den 10-Bit-Dateien einen besonders großen Spielraum. Fotografen können mit der Osmo Pocket 4P zwischen JPEG- und RAW-Dateien wählen, die Aufnahmen besitzen bis zu 7.680 x 4.320 Pixel bzw. 6.144 x 6.144 Pixel. Hochkant stellen 3.456 x 6.144 Pixel das Maximum dar.

Zusätzlich zum integrierten Speicher (103GB) gibt es einen microSD-Slot:

Der Akku wird via USB-C aufgeladen, der Port befindet sich an der Unterseite des Griffs:

Zum Speichern der Fotos und Videos ist die DJI Osmo Pocket 4P mit einem integrierten Speicher mit einer Kapazität von 103GB ausgestattet. Zusätzlich lassen sich microSD-Karten (SpeedClass V30 vorausgesetzt) mit einer Kapazität von bis zu 1TB nutzen.

Als Akku verwendet DJI bei der Osmo Pocket P4 ein Lithium-Ionen-Modell mit einer Kapazität von 1.545mAh (11,95Wh). Dieses wird per USB-C aufgeladen und soll für bis zu 210 Minuten lange Aufnahme (1080p24) ausreichen. Beim Laden des Akkus muss die Umgebungstemperatur bei mindestens fünf Grad Celsius liegen, ansonsten arbeitet die Travel-Vlogging-Kamera ab null Grad Celsius.

Das 2,0 Zoll messende OLED-Display ist drehbar, für Eingaben gibt es u.a. einen Joystick:

Für die Bildkontrolle ist bei der DJI Osmo Pocket 4P ein 2,0 Zoll großes OLED-Display mit 556 x 314 Pixel und einer Helligkeit von bis zu 1.000 Nits verbaut. Vertikale Aufnahmen erleichtert die schwenkbare Konstruktion, diese dient zudem zum Ein- und Ausschalten der Kamera. Auf die Waage bringt das 16,0 x 6,3 x 3,4cm große Gehäuse der Gimbal-Kamera 240g.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der DJI Osmo Pocket 4P schauen wir uns neben der Bedienung der Travel-Vlogging-Kamera auch verschiedenes Zubehör an.

Autor: dkamera.de Redaktion