Teil 1 von 3: Die technischen Daten der Einsteiger-Kameradrohne im Überblick
DJI hat mit der Neo 2 die zweite Generation seiner Einsteiger-Kameradrohne vorgestellt. Der Multicopter bekommt eine Reihe von neuen Funktionen wie beispielsweise die omnidirektionale Hinderniserkennung spendiert und kann Videos in 4K-Auflösung mit bis zu 100 Vollbildern pro Sekunde aufnehmen. Wir schauen uns die DJI Neo 2 in diesem Testbericht genauer an.
Der Lieferumfang:
DJI liefert die Neo 2 in unterschiedlichen Bundles aus. Die von uns getestete „Fly More Combo“ umfasst neben der Drohne mit montiertem Propellerschutz, Ersatzpropeller, eine Zweiwege-Ladestation, drei „Neo Intelligent Flight Batterys“ und die DJI RC-N3-Fernbedienung mit passenden Kabeln für Smartphones mit USB-C sowie Lightning-Anschluss.
Neben der „Fly More Combo“ kann die DJI Neo 2 auch in weiteren Paketen erworben werden. Das günstigste davon kostet nur 239,00 Euro. Hier erhält man die Kameradrohne ohne Fernbedienung oder Zubehör. Die von uns getestete „DJI Neo 2 Fly More Combo“ besitzt eine unverbindliche Preisempfehlung von 399,00 Euro, die „DJI Neo 2 Motion Fly More Combo“ umfasst die DJI Googles N3 sowie die Fernbedienung RC Motion 3 und liegt bei 579,00 Euro.
Die technischen Daten:
Die DJI Neo 2 ist nicht nur eine besonders preisgünstige, sondern auch eine besonders kleine Kameradrohne. Mit Abmessungen von 14,7 x 17,1 x 4,1cm fällt sie zwar etwas größer als das Vorgängermodell (13,0 x 15,7 x 4,9cm) aus, sie ist im flugbereiten Zustand aber immer noch deutlich kompakter als die ihrerseits kaum als groß zu bezeichnende DJI Mini 4K (24,5 x 28,9 x 5,6cm).
Wer bei letzterer Platz sparen möchte, kann dies beim Transport aber natürlich durch das Falten der Propeller (Abmessungen beim Transport: 13,8 x 8,1 x 5,8cm). Das geht bei der DJI Neo 2 nicht. In jedem Rucksack oder auch einer etwas größeren Tasche ist für die Einsteigerdrohne mit Kamera aber Platz genug.
Auf der Waage machen sich die im Vergleich zum Vorgängermodell etwas größeren Abmessungen der DJI Neo 2 bemerkbar, mit 161g (inkl. Propellerschutz und Akku) kann man sie aber keineswegs als schwer bezeichnen. Die für Drohnen-Piloten relevante Grenze von 250g (Maximum Take-Off Mass für die C0-Klasse) wird jedenfalls deutlich unterschritten.
In der Luft überzeugt die DJI Neo 2 im Vergleich zur DJI Neo mit einer gesteigerten Leistung. So liegt die maximale Steiggeschwindigkeit im Sportmodus bei 5m/s, die horizontale Höchstgeschwindigkeit bei 12m/s und die maximale Windwiderstandsfähigkeit bei 10,7m/s. Als maximale Starthöhe gibt DJI die bekannten 2.000 Meter an und die Flugzeit liegt mit einer Akkuladung bei bis zu 19 Minuten ohne und bis zu 17 Minuten mit Propellerschutz. Apropos Propellerschutz: Dieser minimiert bei Kollisionen mit Gegenständen die Gefahr von Abstürzen sowie Beschädigungen und ergibt natürlich gerade bei einer Einsteigerkameradrohne sehr viel Sinn.
Damit es erst gar nicht so weit kommt, hat DJI die Neo 2 zusätzlich mit der omnidirektionalen Hinderniserkennung ausgestattet. Diese besteht unter anderem aus nach vorne gerichteten LiDar-Sensoren sowie einem nach unten gerichteten Infratrotsensor. Dank diesem System kann die Neo 2 zudem Menschen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 12m/s (= 43 km/h) verfolgen und dabei eigenständige Flugmanöver vornehmen. Zu den weiteren Features der DJI Neo 2 gehört der Start von der Handfläche.
Die Speicherung aller Foto- und Videoaufnahmen erfolgt beim kompakten Multicopter mit Kamera auf dem integrierten Speicher mit einer Kapazität von 49GB. Die Erweiterung des Speichers mittels einer microSD-Karte ist nicht möglich, die Daten können jedoch drahtlos zum Smartphone oder per USB-C auf einen Computer übertragen werden. Mit den 49GB lassen sich rund 105 Minuten lange 4K-Videos aufzeichnen, Bilder sind mehrere tausend möglich.
Die Stromversorgung erfolgt bei der DJI Neo 2 mittels eines 1.606mAh starken Akkus. Dieser wird auf der Oberseite in die Kamera eingesetzt und via USB-C aufgeladen. Besitzt man wie in unserem Fall die Fly-More-Combo, ist das Aufladen zudem mit der Zweiwege-Ladestation („Two-Way Charging-Hub“) möglich.
Diese lädt bis zu drei Akkus auf und kann auch als Powerbank genutzt werden. Kommt beim Aufladen ein Ladegerät mit mindestens 65 Watt (und passendem Ladestandard) zum Einsatz, dauert dies laut DJI nicht länger als 60 Minuten.
Zur Bildübertragung greift DJI auf das bewährte Videoübertragungssystem O4 zurück. Ohne Hindernisse und Interferenzen liegt die maximale Übertragungsreichweite zwischen sechs (CE) und zehn (FCC) Kilometern. In der Praxis kann man diese Entfernung wegen der Beschränkung auf den Sichtflug (in der EU) natürlich gar nicht ausreizen, die erprobte Technologie sorgt aber auch bei Bäumen oder anderen Hindernissen für eine stabile Übertragung.
Im zweiten Teil unseres Testberichts gehen wir unter anderem auf die Spezifikationen der Kamera ein.