66,5 Megapixel Stacked-CMOS-Sensor, bis zu 30 Bilder/Sek., 8K30p- und 4K120p-Video, neuer Akku
Mit der Alpha 7R VI hat Sony die sechste Generation der hochauflösenden Alpha-7R-Reihe angekündigt. Während der Schritt von der Sony Alpha 7R IV zur Sony Alpha 7R V vergleichsweise klein ausfiel, ist er bei der Alpha 7R VI nun wieder deutlich größer. Dafür sorgt unter anderem der neue Bildwandler. Beim 66,5 Megapixel auflösenden Chip handelt es sich um ein neu entwickeltes Stacked-CMOS-BSI-Modell, das wesentlich schneller als der Sensor der Alpha 7R V ausgelesen werden kann. Zusammen mit dem Bionz-XR2-Prozessor konnte Sony die Bildrate innerhalb der Alpha-7R-Serie auf ein neues Level anheben.
Den Dynamikumfang der Alpha 7R VI gibt Sony mit bis zu 16 Blendenstufen an, der Rolling-Shutter-Effekt wurde beim Einsatz des elektronischen Verschlusses deutlich reduziert und mit 30 Bildern pro Sekunde arbeitet die neue DSLM dreimal schneller als ihr Vorgängermodell. Für diese Geschwindigkeit ist natürlich der elektronische Verschluss zu verwenden. Mit mechanischem Verschluss werden die bekannten zehn Bilder pro Sekunde erreicht. Wer nur einen kurzen Moment optimal einfangen möchte, kann bei der Alpha 7R VI zur Pre-Capture-Aufnahme greifen.
Ein Update hat auch der automatische Weißabgleich erhalten. Dieser soll nun noch bessere Ergebnisse liefern. Hierfür kommt unter anderem künstliche Intelligenz zum Einsatz. KI-Technologie nutzt Sony des Weiteren natürlich auch beim Autofokus. Das AF-Messsystem der DSLM verfügt über 759 Messfelder, diese decken 94 Prozent der Sensorfläche ab. Scharfstellen kann man ab -6 EV, die Tracking- und Messfeld-Optionen entsprechen der Sony Alpha 7V. Für die verbesserte Motiverkennung sorgt die Human Pose-Erkennung, im Vergleich zur Alpha 7R V soll die Alpha 7R VI unter anderem kleinere Motive noch besser detektieren können. Dabei kann es sich um Menschen, Tiere (u. a. Insekten und Vögel), Fahrzeuge, Flugzeuge oder Züge handeln. Bewegten Motiven folgt die neue DSLM durch 60 AF-Berechnungen pro Sekunde zudem besser als das Vorgängermodell.
Videos lassen sich mit der Sony Alpha 7R VI mit diversen Auflösungen und Bildraten speichern. In 8K-Auflösung (7.680 x 4.320 Pixel) filmt die Systemkamera mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde mit 1,2-fachem Crop. In 4K-Auflösung (3.840 x 2.160 Pixel) sind bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde möglich. Zu den weiteren Videofeatures gehören die „Dynamic Active“ Stabilisierung, die neue Dual Gain-Funktion sowie eine Tally-Lamp. Mit an Bord sind zudem die bekannte Focus-Breathing-Korrektur, der Import von LUTs und die Auto-Framing-Funktion.
Das integrierte Mikrofon hat ein Update erhalten und soll Störgeräusche noch besser unterdrücken, unverwackelte Aufnahmen aus der Hand ermöglicht der integrierte Bildstabilisator. Diesen gibt Sony mit einer Kompensationsleistung von bis zu 8,5 Blendenstufen im Zentrum sowie bis zu sieben Blendenstufen am Bildrand an.
Stärker überarbeitet wurde auch das Gehäuse. Dieses hat als erstes Modell von Sony die integrierte Tastenbeleuchtung zu bieten. Verbessert wurden laut Sony darüber hinaus der Griff und der Sucher. Letzterer bleibt zwar bei 9,44 Millionen Subpixel, fällt nun aber dreimal heller aus und kann HDR-Inhalte sowie den DCI-P3-Farbraum wiedergeben. Das 3,0 Zoll messende Display ist dreh-, schwenk- und klappbar, bei Hochformataufnahmen drehen sich die Displayinformationen mit. Kabellos funkt die Sony Alpha 7R VI mit allen aktuellen WLAN-Standards bis 802.11ax, zur Datenübertragung per Kabel und das Aufladen des Akkus gibt es zwei USB-C-Ports. Für die Stromversorgung ist bei der Alpha 7R VI der neue NP-SA100-Akku mit einer Kapazität von 2.670mAh zuständig, die Anzeige des Batteriestatus kann im Menü erfolgen. Staub und Feuchtigkeit halten Abdichtungen vom Inneren fern, ein ausgeklügeltes Wärmeableitungssystem soll das Überhitzen verhindern.
Den Fachhandel wird die 713g schwere und 13,3 x 9,7 x 8,3 cm große Sony Alpha 7R VI im Juni 2026 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 5.099 Euro erreichen.
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