13.05.2025 - 16:00

Panasonic präsentiert die Lumix DC-S1II und DC-S1IIE

Die S1II verfügt als erste DSLM von Panasonic über einen „Partially Stacked CMOS“-Sensor

Panasonic erweitert mit der Lumix DC-S1II und Lumix DC-S1IIE das Angebot an spiegellosen Systemkameras mit dem L-Bajonett. Beide DSLMs nutzen das Gehäuse der vor wenigen Monaten vorgestellten Panasonic Lumix DC-S1RII sowie auch deren LCD (dreh- und schwenkbar; 1,84 Millionen Subpixel) und Sucher (OLED; 5,76 Millionen Subpixel). Bei Foto- und Videoaufnahmen ergeben sich durch die unterschiedlichen Bildwandler dagegen deutliche Differenzen.

Während die Panasonic Lumix DC-S1RII mit einem 44,2 Megapixel auflösenden Chip ausgestattet ist, verbaut Panasonic bei der Lumix DC-S1II und DC-S1IIE rund 24 Megapixel auflösende Modelle. Beide neuen Sensoren gehören zur Vollformatklasse und sind rückwärtig belichtet, bei der Lumix DC-S1II handelt es sich jedoch um ein „Partially Stacked CMOS“-Modell. Sensoren dieses Typs lassen sich besonders schnell auslesen und ermöglichen bei Fotos wie Videos hohe Bildraten.

Die Rückseite sieht bei beiden Kameras identisch aus:

Fotos kann die Panasonic Lumix DC-S1II bis zu 70 pro Sekunde mit voller Auflösung speichern, hier muss weder auf die kontinuierliche Fokussierung noch die nachführende Belichtungsmessung verzichtet werden. Darüber hinaus zeichnet die Kamera 6K30p-Videos mit voller Sensorfläche (Open Gate) auf und erlaubt bei 5,1K-Auflösung bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde. Wer Zeitlupenaufnahmen erstellen möchte, kann dies in 4K-Auflösung (mit Crop) mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde oder in Full-HD-Auflösung mit bis zu 240 Vollbildern pro Sekunde.

Die Lumix DC-S1II erreicht durch ihren „Partially Stacked“-Sensor deutlich höhere Bildraten:

Die Panasonic Lumix DC-S1IIE ist mit einem herkömmlichen CMOS-Sensor ausgerüstet. Dieser erlaubt Serienaufnahmen mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde bei voller Auflösung und 6K30p-Open Gate Videos. Zudem kann man sich wie bei der S1II für die interne RAW-Aufnahme oder die Ausgabe des Bildmaterials über HDMI entscheiden. In 4K-Auflösung ist die maximale Bildrate jedoch auf 60 Vollbilder pro Sekunde begrenzt.

Den Dynamikumfang der Lumix DC-S1IIE gibt Panasonic mit 14+ Blendenstufen bei der Aufnahme mit dem V-Log-Profil an, die Lumix DC-S1II kommt auf 15+ Stufen. Für professionelle Einsätze lässt sich bei beiden DSLMs auch der Arri LogC3-Stil nutzen. Dieser wird von Panasonic-DSLMs erstmals unterstützt, muss allerdings per kostenpflichtigem Software-Key (DMW-SFU3A) freigeschaltet werden.

Für die Fokussierung setzt Panasonic auf einen Phasen-Hybrid-AF mit Echtzeit-Erkennung. Dieser bringt eine verbesserte Augen- sowie Gesichtserkennung mit und kann durch KI-Einsatz diverse Motive verfolgen. Neben Menschen und Tieren gehören dazu auch Fahr- und Flugzeuge. Ganz neu ist die Option „Urban Sports“. Damit lassen sich unter anderem Breakdancer, Skateboarder oder BMX-Fahrer verfolgen. Aufnahmen aus der Hand sollen beide Kameras durch einen verbesserten IBIS erleichtern. Dessen Kompensationsleistung gibt Panasonic mit bis zu acht Blendenstufen an.

Beide Kameras bringen einen neuen Autofokus mit „Urban Sports“-Erkennung mit:

Die Datenspeicherung erfolgt wie bei der Lumix DC-S1RII über zwei Speicherkartenslots (CFexpress Typ B und SD) oder via USB-SSD, die Gehäuse sind staub- und spritzwassergeschützt sowie bis zu minus zehn Grad Celsius frostsicher. WLAN und Bluetooth erlauben die drahtlose Fernsteuerung sowie Bildübertragung, mit der Lumix Lab lassen sich zudem Bildstile konfigurieren und auf die Kameras übertragen.

Die 13,4 x 10,2 x 9,2cm großen und rund 800g schweren spiegellosen Systemkameras sind ab Juni 2025 für folgende unverbindliche Preisempfehlungen erhältlich:

Panasonic Lumix DC-S1II: 3.499 Euro
Panasonic Lumix DC-S1II mit Lumix S 24-105mm F4: 4.399 Euro
Panasonic Lumix DC-S1IIE: 2.799 Euro
Panasonic Lumix DC-S1IIE mit Lumix S 24-105mm F4: 3.699 Euro

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Autor: dkamera.de Redaktion