Das Gerät soll kein klassisches Handy sein, sondern ist stark auf die Kamera fokussiert
Leica arbeitet an einem eigenen Smartphone und wird dieses bald (auch in Europa) auf den Markt bringen. Diese Information ist nicht einer der bekannten Rumor-Seiten zu entnehmen, sondern stammt von Leicas CEO Matthias Harsch. Der Vorstandsvorsitzende des Wetzlarer Unternehmens gab dies in einem Interview mit der NZZ (Neue Zürcher Zeitung) preis. Konkrete Daten ließ sich Harsch allerdings nicht entlocken. Nur so viel ist sicher: „Das Produkt solle kein klassisches Handy, sondern stark auf die Kamera zugeschnitten sein“.
Nun könnte man an dieser Stelle einwerfen, dass mit dem Leitz Phone 1, Leitz Phone 2 und Leitz Phone 3 doch bereits drei Smartphones mit dem Logo der Kamera- und Optikschmiede existieren. Dies ist einerseits natürlich korrekt. Andererseits wurden alle drei Leitz Phones in enger Kooperation mit Sharp entwickelt, basieren auf den Modellen der Aquos-Serie und waren bislang exklusiv in Japan erhältlich. Leica dürfte daher mit hoher Wahrscheinlichkeit nur einen geringen Einfluss auf die Ausstattung gehabt haben.
Wie stark Leica in die Entwicklung des kommenden Smartphones involviert ist, lässt sich an dieser Stelle natürlich nicht sagen. Wir würden jedoch davon ausgehen, dass das Wetzlarer Unternehmen beim kommenden Modell deutlich mehr zu sagen hat. Dafür spricht auch die von Matthias Harsch getroffene Aussage, dass der Fokus auf der Kamera liegen wird und es kein klassisches Handy sein soll. Diese Äußerung lässt natürlich Interpretationsspielraum zu, ein vor allem auf die Kamera fokussiertes Gerät (z. B. mit Griff, zusätzlichen Einstellrädern oder Objektivschutz) gibt es Stand jetzt allerdings nicht.
Ob Leica das kommende Gerät in Zusammenarbeit mit Xiaomi entwickelt, ist ebenso nicht bekannt. Dies wäre jedoch keineswegs überraschend. Beide Unternehmen arbeiten schließlich schon seit mehreren Jahren zusammen und betreiben unter anderem das Xiaomi x Leica Optical Institute.