Unsere Empfehlungen: Sony RX100 VII, ZV-1, RX10 IV, OM System Tough TG-7, Nikon Coolpix P950
Weihnachten nähert sich mit großen Schritten und auch 2024 dürfte die ein oder andere Kamera unter dem Tannenbaum liegen. Wie schon in den letzten Jahren haben wir auch dieses Jahr die unserer Meinung nach besten Kameras zusammengestellt und präsentieren Ihnen diese mit allen wissenswerten Details in den nächsten Tagen vor. Heute beginnen wir mit den Kompakt- und Bridgekameras. Diese setzen sich von DSLMs unter anderem durch fest verbaute Objektive ab.
Klassische Kompaktkameras gibt es nicht mehr viele am Markt, Smartphones haben einfachere Kameras fast vollständig verdrängt. "Echte" Kameras bieten gegenüber Smartphones in einigen Aufnahmesituationen aber große Vorteile, weshalb die mobilen Telefone mit Kamerafunktion nicht in jeder Situation die beste Wahl darstellen. Deutlich im Vorteil sind Kameras beispielsweise bei der Bedienung, dem Autofokus oder bei längeren Brennweiten.
Wer die Kompaktkamera mit der besten Ausstattung sucht, muss auch 2024 zur Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII (Testbericht) greifen. Diese ist zwar schon älter, die technischen Daten können sich mehrheitlich aber immer noch sehen lassen. Als Sensor ist ein 1,0-Zoll-Chip mit 20 Megapixel verbaut, dieser sorgt für detailreiche und rauscharme Fotos. Während moderne High-End-Smartphones in puncto Bildqualität mit der RX100 VII teilweise mithalten können, gilt dies für den Zoom eindeutig nicht. Das 8,3-fach-Zoomobjektiv der RX100 VII deckt mit 24 bis 200mm KB-Brennweite sehr viele Aufnahmesituationen ab und ist mit F2,8 bis F4,5 einigermaßen lichtstark. Ein großer Pluspunkt ist des Weiteren die Serienbildfunktion. Serienaufnahmen sind mit bis zu 90 Bildern pro Sekunde möglich. In diesem Fall reicht der Pufferspeicher zwar nur für sieben Bilder in Folge, die Bildrate ist aber eben extrem hoch. Wer mit 20 Bildern pro Sekunde auskommt, kann rund neun Sekunden ohne Pause fotografieren. Sehen lassen können sich bei der RX100 VII zudem der Phasen-AF mit 357 Messfeldern und ein elektronischer Verschluss fast ohne Rolling-Shutter-Effekt. Videos nimmt die Kamera in 4K mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD mit bis zu 1.000 Vollbildern pro Sekunde auf, zur Bildkontrolle stehen ein versenkbarer Sucher (2,36 Millionen Subpixel) und ein 3,0 Zoll großes Schwenk-LCD zur Verfügung.
Wer nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, aber in puncto Features kaum Abstriche machen will, kann zur Sony Cyber-shot DSC-RX100 V(A) (Testbericht) greifen. Diese unterscheidet sich von der RX100 VII vor allem beim Objektiv. Das deckt nur 24 bis 70mm KB-Brennweite ab, ist dafür aber deutlich lichtstärker (F1,8 bis F2,8). Serienaufnahmen sind mit bis zu 25 Bildern pro Sekunde möglich, es gibt einen Phasen-AF und Videos speichert die Kamera mit den gleichen Auflösungen und Bildraten wie die RX100 VII.
Weitere Informationen zur Kamera:
Testbericht der Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII
Megatest der Sony Cyber-shot DSC-RX100-Modelle (RX100 bis RX100 VII)
Die Sony ZV-1 (Testbericht) ist eine Kamera, die vor allem für die Aufnahme von Videos entwickelt wurde. Als Basis nutzt Sony hier die Hardware der RX100-Modelle, verbaut jedoch verstärkt für Videoaufnahmen optimierte Technik. Dazu zählt unter anderem ein direktionales 3-Kapsel-Mikrofon. Dieses lässt sich via Zubehörschuh mit einem Windschutz versehen. Verzichten muss man dagegen auf einen Sucher, dafür bringt die Kamera ein dreh- und schwenkbares Display mit. Das kann man bei Selbstporträts und Vlogs besonders gut einsehen. Die Aufnahmetechnik stammt wie erwähnt von den RX100-Kameras, konkret von der RX100 V(A). Daher verfügt die Sony ZV-1 über einen 1,0-Zoll-Sensor mit 20 Megapixel, ein 24-70mm-Zoom mit Blende F1,8 bis F2,8 und einen Phasen-AF. Videos zeichnet die ZV-1 in 4K-Auflösung mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD-Auflösung als Super-Slow-Motion-Aufnahme mit bis zu 1.000 Vollbildern pro Sekunde auf.
Als Alternativen für die ZV-1 können von Sony die ZV-1 II und die ZV-1F erworben werden. Beide Kameras sind mit einem 1,0 Zoll-Sensor mit 20 Megapixel ausgestattet, besitzen unter anderem aber andere Objektive. Die Sony ZV-1 II verfügt über ein Ultraweitwinkelzoom mit einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 18 bis 50mm sowie einer Lichtstärke von F1,8 bis F4. Bei der Sony ZV-1F ist dagegen eine Festbrennweite mit 20mm KB-Brennweite und einer Blende von F2 verbaut.
Weitere Informationen zur Kamera:
Smartphones mit IP68-Abdichtung halten einiges aus, Staub und Wasser sind (in begrenztem Umfang) kein Problem. Wer eine Kamera benötigt, die noch mehr aushalten kann, sollte sich jedoch nach einem Outdoormodell umsehen. Hier gibt es mit der OM System Tough TG-7 (Testbericht) ein Modell, für das auch starke Belastungen kein Problem darstellen. Tauchen kann man mit ihr in bis zu 15 Meter Tiefe, Stürze sind aus einer Höhe von bis zu 2,1m ohne größere Schäden möglich und temperaturbeständig ist sie bis -10 Grad Celsius. Zur Bildaufnahme kommt bei der TG-7 allerdings nur ein 12 Megapixel auflösender Sensor der 1/2,3-Zoll-Klasse zum Einsatz. Die Outdoorkamera eignet sich dadurch – trotz des recht lichtstarken Objektivs (F2 bis F4,9 bei 25mm bis 100mm KB) – vor allem für Einsätze bei Tag. Als besondere Funktion bringt die Kamera einen Lupenmodus mit, dieser erlaubt starke Vergrößerungen. Videos kann man mit der OM System Tough TG-7 in 4K-Auflösung mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD-Auflösung mit bis zu 120 Vollbildern pro Sekunde aufnehmen.
Weitere Informationen zur Kamera:
Testbericht der OM System Tough TG-7
Bridgekameras verfügen wie Kompaktkameras über ein fest verbautes Objektiv, sind allerdings deutlich größer und schwerer. Das liegt vor allem an den Objektiven, die extrem lange Brennweiten abdecken. Damit übertrumpfen Bridgekameras Smartphones um Längen, selbst vor Einsteiger- und Mittelklasse-DSLMs müssen sie sich teilweise nicht verstecken.
Wie für die Sony Cyber-shot DSC-RX100 VII gilt auch für die Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV (Testbericht), dass es sich zwar bereits um ein älteres Modell handelt, die Leistung kann aber auch 2024 größtenteils noch zu überzeugen. Das liegt an der leistungsfähigen Hardware, die Sony hier verbaut. Ein 20 Megapixel auflösender Bildwandler im 1,0-Zoll-Format sorgt für detailreiche und rauscharme Fotos, dank des Phasen-Autofokus und der extrem schnellen Serienbildfunktion (24 Bilder pro Sekunde) kann man auch bewegte Motive optimal einfangen. Lange Aufnahmeserien (229 JPEG- oder 111 RAW-Fotos) stellen wegen eines großen Pufferspeichers zudem kein Problem dar. Videos zeichnet die Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV in 4K-Auflösung mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD-Auflösung mit bis zu 1.000 Bildern pro Sekunde auf. Zur Bildkontrolle gibt es einen Sucher und ein Display, das Gehäuse ist gegen Staub und Feuchtigkeit abgedichtet.
Weitere Informationen zur Kamera:
Testbericht der Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV
Eine noch deutlich längere Brennweite als die Sony Cyber-shot DSC-RX10 IV hat die Nikon Coolpix P950 (Testbericht) zu bieten. Mit 24 bis 2.000mm (KB-äquivalent) stellt sie selbst teure Superteleobjektive in den Schatten. Natürlich muss man angesichts dieser Brennweite aber auch Abstriche machen: Möglich ist der 83-fache-Zoombereich nur durch den Einsatz eines kleinen Bildwandlers (1/2,3 Zoll). Dieser sorgt bei höheren ISO-Werten schnell für ein stärkeres Bildrauschen. Dadurch sollte man die Nikon Coolpix P950 nur bei ausreichend Licht verwenden. Das Objektiv der Kamera fällt nur im Weitwinkel lichtstark aus (F2,8), am Teleende liegt die Offenblende lediglich bei F6,5 Wer eine Kamera mit über 1.0000mm Brennweite sucht, die einfach zu transportieren ist und weniger als 1.000 Euro kostet, kommt an der Nikon Coolpix P950 allerdings nicht vorbei. Filmen kann man mit der Bridgekamera übrigens in 4K mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde und in Full-HD mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde. Zur Bildkontrolle gibt es einen Sucher und ein Display, durch einen großen Griff kann man die 999g schwere Kamera gut festhalten.
Weitere Informationen zur Kamera:
Testbericht der Nikon Coolpix P950
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