Retro-Gehäuse, hochkant verbauter 1,0“-Sensor mit 17,7 Megapixel, 2,4-Zoll-LCD, optischer Sucher
Kameras, die Technik abseits der Masse bieten, haben in den letzten Jahren deutlich an Beliebtheit gewonnen. Bei der X half, die FujiFilm ganz offiziell auch als X-HF1 bezeichnet, folgt das japanische Unternehmen diesem Trend. Laut Herstellerangabe soll die X half eine neue Dimension kreativer Freiheit eröffnen, Vorbild waren unter anderem analoge Halbformat-Kameras. Dafür sorgt unter anderem ein 1,0-Zoll mit 17,7 Megapixel, der hochkant verbaut ist. Wer Fotos mit der Kamera klassisch waagerecht aufnehmen möchte, muss diese also hochkant halten.
Als Sensorempfindlichkeiten lassen sich ISO 200 bis ISO 12.800 einstellen, die Wahl ist wie bei der Verschlusszeit (30 Sekunden bis 1/2.000 Sekunde) nur über das Menü möglich. Die Blende lässt sich dagegen auch direkt am Objektiv einstellen. Dabei handelt es sich um eine Festbrennweite mit Blende F2,8 und einer kleinbildäquivalenten Brennweite von 32mm. Abblenden lässt sich auf bis zu F11, die Naheinstellgrenze der Optik gibt FujiFilm mit zehn Zentimetern an. Wer bei der X half die Belichtung korrigieren möchte, kann dies per Einstellrad. Die meisten Eingaben erfolgen jedoch über das 2,4 Zoll messende Touchscreen-Display im 3:4-Format. Dieses besitzt eine Auflösung von 920.000 Subpixel und lässt sich natürlich auch zur Bildkontrolle nutzen.
Darüber hinaus verfügt die FujiFilm X-HF1 über einen optischen Sucher mit 90-prozentiger Bildfeldabdeckung und 0,38-facher Vergrößerung. Zur weiteren Ausstattung der Kamera gehören ein kleines LED-Licht zum Aufhellen und ein Transporthebel. Mit letzterem lassen sich Fotos und Videos direkt in der Kamera unter anderem zu 2-in-1-Bildern kombinieren.
Die kreative Bildgestaltung ist bei der FujiFilm X half unter anderem mit 13 Filmsimulationen möglich. Weitere Einflussmöglichkeiten bestehen durch spezielle Filter. Drei davon sind neu und nennen sich „Lichtleck“, „Lichthof“ sowie „Abgelaufener Film“. Des Weiteren kann man auch ein künstliches Bildrauschen mit dem Körnungseffekt hinzufügen.
Ein ganz besonderes Feature stellt der „Filmkamera-Modus“ dar. Damit lässt sich eine analoge Kamera besonders gut simulieren. Zu den Optionen in diesem Modus gehören unter anderem die einmalige Filmauswahl und der vollständige Verzicht auf die Bildkontrolle via Display. Nach jeder Aufnahme muss zudem der „Transporthebel“ bedient werden.
Zu den modernen Features zählen eine Videofunktion (bis zu 2.160 x 1.440 Pixel mit 24 Vollbildern pro Sekunde) und die Bildübertragung via WLAN und Bluetooth. Als Akku kommt der von anderen FujiFilm-Kameras bekannte NP-W126S zum Einsatz, die Aufnahmen werden auf einer klassischen SD‑Karte abgelegt. Im Fachhandel soll die 240g schwere und 10,6 x 6,4 x 4,6cm große FujiFilm X-HF1 ab Juni 2025 für eine unverbindliche Preisempfehlung von 799,00 Euro erworben werden können. Als Farben werden dann Schwarz, Silber und Anthrazit zur Wahl stehen.
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