06.12.2025 - 09:00

Die GoPro Max 2 im Test (Teil 2)

2 von 3: Die Bedienung, die App und das Zubehör

Im ersten Teil des Testberichts der GoPro Max 2 hatten wir die technischen Spezifikationen unter die Lupe genommen. In diesem zweiten von drei Teilen schauen wir uns die unterschiedlichen Bedienoptionen der 360-Grad-Kamera an. Dazu gehören auch die Steuerung per Sprache und mittels der Quik-App.

Die Bedienung:
GoPro setzt bei seinen Actionkameras seit langem auf das identische Bedienkonzept. Für Eingaben direkt am Gehäuse stehen eine Power-Taste und eine Auslösetaste zur Verfügung. Diese ermöglichen allerdings nur rudimentäre Eingaben, für den Rest ist das Touch-LCD der Kamera zu nutzen. Dieses fällt mit 1,82 Zoll etwas größer als bei der Max (2025) aus, ist im Vergleich zu anderen Actionkameras aber immer noch klein.

Wie alle Actionkameras von GoPro ist auch die Max 2 mit zwei Tasten ausgestattet:

Die allermeisten Eingaben erfolgen per Touchscreen, das natürlich auch zur Bildkontrolle dient:

Diese Tatsache wirkt sich nicht nur negativ auf die Bildkontrolle aus, sie ist auch bei Eingaben von Nachteil. Die Auswahl des richtigen Parameters ist vergleichsweise schwer, andere Actionkameras lassen sich deutlich komfortabler bedienen. Letzteres liegt zudem am vergleichsweise altbackenen Menü. Wer nur wenige Parameter regelmäßig anpassen möchte, kann dies über die frei konfigurierbaren Shortcut-Tasten immerhin schnell.

Das Design der Menüs ist von anderen Actionkameras bekannt:

Natürlich lassen sich die Auflösung und die Bildrate anpassen:

An Optionen hat GoPro bei der Max 2 nicht gespart, diverse Parameter lassen sich im Menü verändern. Dazu zählen natürlich die Auflösung und die Bildrate sowie auch der Bildstil, der maximale ISO-Wert oder die Nachschärfung. Letztere Parameter sind über die Pro-Tune-Optionen der Kamera zu erreichen. Konfigurieren kann man darüber zudem den Ton.

Für manuelle Belichtungs- und Aufnahmeeinstellungen gibt es die ProTune-Optionen:

Zu den hier zu findenden Optionen gehören die Belichtungskorrektur …

... das Bildprofil (von GoPro "Farbe" genannt) ...

... oder auch die Bit-Tiefe der Aufnahmen:

Für generelle Einstellungen gibt es das Hauptmenü:

Ist die Kamera gerade einmal nicht in Reichweite des Nutzers, lassen sich Eingaben auf unterschiedlichen Wegen vornehmen. Dazu gehört die Sprachsteuerung. Angeboten werden dabei unter anderem die Befehle „GoPro Foto machen“, „GoPro starten“, „GoPro Zeitraffer starten“, „GoPro Video-Modus“, „GoPro Foto-Modus“ und „GoPro ausschalten“.

Im Test funktionierte diese Art der Bedienung fehlerfrei, das ist aber natürlich von der Umgebung abhängig. Sehr laute Geräusche sollten die Steuerung per Sprache deutlich erschweren.

In der näheren Umgebung lässt sich die Max 2 per Sprache steuern:

Hier kann man aus mehreren Befehlen wählen:

Dreh- und Angelpunkt für umfangreichere Eingaben sowie für die Nachbearbeitung ist bei der GoPro Max 2 die Quik-App. Diese App nutzt GoPro bei allen Actionkameras, weshalb sich Nutzer nicht umgewöhnen müssen. Die Quik-App erlaubt die Bildkontrolle vor, während und nach der Aufnahme sowie das Verändern aller relevanter Aufnahmeparameter.

Darüber hinaus kann man mit der App den Bildausschnitt beim Nachbearbeiten festlegen („Reframe“), die Aufnahmen zuschneiden, Filter anwenden, die Belichtung und den Kontrast korrigieren oder auch das Seitenverhältnis anpassen.

Die GoPro Quik-App ermöglicht die Bildkontrolle ...

... und erlaubt die Wahl aller wichtiger Parameter:

Zudem lassen sich die Aufnahmen betrachten ...

... und umfangreich nachbearbeiten:

Für viele Nutzer mag der Funktionsumfang der App ausreichend sein, eine Desktop-Software bietet jedoch spätestens bei größeren Projekten deutlich mehr Komfort. Zudem kann man via App leider keine 8K-Videos exportieren. Auf dem Desktop steht nur der GoPro-Player mit einem geringeren Funktionsumfang zur Verfügung, dieser ist kein echter Ersatz für die App. 8K-Exporte sind damit aber immerhin möglich. Die Bitrate der Aufnahmen fällt beim Export mit dem GoPro-Player zudem generell höher als beim Export via App aus.

Im dritten Teil unseres Testberichts der GoPro Max 2 nehmen wir unter anderem die Bildqualität der 360-Grad-Kamera unter die Lupe.

Autor: dkamera.de Redaktion