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10.10.2026 - 09:00

Die GoPro LIT HERO Actionkamera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 2: Die technischen Daten und die Bedienung

Mit der LIT HERO hat GoPro seit 2025 eine neue Actionkamera im Programm, die unterhalb der HERO-Black- und MISSION-Kameras angesiedelt ist und sich wie das Vorgängermodell GoPro HERO an Einsteiger richtet. Was die LIT HERO in der Praxis leistet, schauen wir uns in diesem Testbericht an.

Das mitgelieferte Zubehör fällt klassisch aus:

Die technischen Daten:
Die GoPro LIT HERO gehört wie das Vorgängermodell GoPro HERO zu den Einsteigermodellen in das Actionkamera-Segment. Während die Modelle der HERO-Black- oder der MISSION-Reihe mit besonders hohen Bildraten oder Auflösungen glänzen, bietet die LIT HERO klassische Auflösungen und Bildraten. Filmen kann man mit ihr unter anderem in 4K, hier stehen 3.840 x 2.160 Pixel (16:9) oder 3.840 × 2.880 Pixel (4:3) zur Wahl. Erstere Auflösung erlaubt Videos mit 25, 30, 50 und 60 Vollbildern pro Sekunde, bei Aufnahmen im 4:3-Format sind nur 25 oder 30 Vollbilder pro Sekunde möglich. Daneben unterstützt die Actionkamera Full-HD-Videos (1.920 x 1.080 Pixel) mit 25, 30, 50 und 60 Vollbildern pro Sekunde.

Die GoPro LIT HERO:

Für Zeitlupenvideos bringt die Kamera eine Slow-Motion-Funktion mit, hier sind wegen der maximalen Bildrate von 60 Vollbildern pro Sekunde allerdings maximal zweifache Zeitlupen möglich. Für Hochkantaufnahmen gibt es keinen eigenen Modus, GoPro schlägt hierfür das Drehen der Kameras vor.  Bekannt sind von der LIT HERO zudem die maximale Video-Bitrate von 60Mbit/s sowie die Speicherung mit 8-Bit. Fotos kann man mit der Actionkamera mit 4.000 x 3.000 Pixel aufnehmen, besondere Funktionen wie Zeitraffer oder Serienaufnahmen.

Das Objektiv bzw. die Schutzlinse kann bei Beschädigungen gewechselt werden:

Als Objektiv nutzt GoPro bei der LIT HERO ein klassisches Fisheye-Modell mit 15mm KB-Brennweite und einer Lichtstärke von F2,3. Der Sensor hinter der Optik gehört zur 1/2,8-Zoll-Klasse und löst 12 Megapixel auf. Manuelle Belichtungseinstellungen werden nicht angeboten, die vorhandene Automatik übernimmt stets die Parameterwahl. Gut zu wissen: Wer neben dem klassischen Bildwinkel ein noch größeres Sichtfeld speichern möchte, muss den Aufnahmemodus „SuperView“ wählen.

Die LIT HERO (rechts) im Größenvergleich mit der HERO 13 Black (links):

Diese Spezifikationen machen natürlich ein sehr kompaktes Kameragehäuse möglich. Die GoPro LIT HERO misst nur 5,7 x 4,9 x 2,9cm und bringt lediglich 93g auf die Waage. Die HERO-Black-Modelle sind fast doppelt so schwer und natürlich auch wesentlich größer. Wasserdicht ist die LIT HERO bis zu einer Tiefe von 5m, im flachen Wasser oder am Strand lässt sich die Actionkamera also nutzen. Mit einer Betriebstemperatur von minus zehn bis 35 Grad Celsius stellen Einsätze in der Sonne als auch im Winter keine Probleme dar.

Von anderen Actionkameras setzt sich die LIT HERO durch ein integriertes LED-Licht ab. Dieses befindet sich auf der Vorderseite und kann mit der darunter liegenden Taste aktiviert werden. Insgesamt stehen drei Helligkeitsstufen zur Wahl.

Auf der Vorderseite befindet sich ein LED-Licht:

Der microSD-Slot und der USB-C-Port liegen in einem Fach an der Seite:

Als Akku wird ein Enduro Lithium-Ionen-Modell mit einer Kapazität von 1.255mAh verwendet. Dieses ist fest verbaut und wird per USB-C aufgeladen. Zur Datenspeicherung greift GoPro auf microSD-Modelle zurück, empfohlen werden Karten der V30-Speedklasse. Bei der Montage des Gehäuses kann man Stativplatten oder weiteres Zubehör mit 1/4-Zoll-Gewinde nutzen, klassische GoPro-Befestigungsösen gibt es ebenso. Des Weiteren ist die Kamera zu Halterungen mit Magnetverriegelung kompatibel.

Auf der Unterseite erfolgt die Befestigung mittels 1/4-Zoll-Gewinde oder der GoPro-Halterung:

Die Bedienung:
GoPro setzt bei der LIT HERO auf das Bedienkonzept seiner höherklassigen Kameras. Das Einschalten und die Moduswahl erfolgen mit der Taste an der linken Seite, das Auslösen mit der Taste auf der Oberseite. Die meisten Eingaben werden zudem wie gewohnt über das Touchdisplay auf der Rückseite vorgenommen.

Eingaben sind am Gehäuse mittels drei Tasten möglich:

Die Rückseite der Kamera mit dem Touchdisplay:

Die Menüs hat GoPro dagegen nicht von seinen anderen Actionkameras übernommen. Stattdessen gibt es ein sehr einfaches Menüdesign mit wenigen Optionen. Das Wischen von links nach rechts oder von rechts nach links ändert den Aufnahmemodus, durch Wischen von unten nach oben gelangt man zum Wiedergabemodus und durch Wischen von oben nach unten zum Hauptmenü. Manuelle Aufnahme-Optionen bietet die GoPro LIT HERO fast gar nicht, ein spezielles Menü wird daher nicht benötigt. Wer beispielsweise von Aufnahmen im 16:9-Format zu Aufnahmen im 4:3-Format wechseln möchte, muss den Aufnahmemodus wechseln. Gleiches gilt für die Wahl des „SuperView“-Sichtfeldes. Für das Verändern der Auflösung und Bildrate wird die Touchtaste des jeweiligen Modus gedrückt.

Darüber ist auch die Wahl des Aufnahmemodus möglich:

Die Menüs enthalten nur die wichtigsten Informationen, Optionen gibt es wenige:

Natürlich ist auch ein Hauptmenü vorhanden:

Möchte man die GoPro LIT HERO aus der Ferne bedienen, geht dies auf mehrere Arten. Per Fernbedienung („The Remote“ oder „Waterproof Shutter Remote“), mit der Quik-App und per Sprachsteuerung. Während die Sprachsteuerungen allerdings nur wenige Eingaben erlaubt (unter anderem „GoPro Aufnahme starten“, „GoPro Aufnahme Stoppen“ und „GoPro Foto machen“), lassen sich mit der App schnell alle Einstellungen anpassen.

Aus kurzer Entfernung lässt sich die Kamera per Sprache steuern:

Darüber hinaus ermöglicht die App natürlich die Bildkontrolle, das Ansehen bereits erfolgter Aufnahmen, deren Bearbeitung sowie das Hochladen. Firmware-Updates erfolgen ebenso per App und auch die Stabilisierung der Aufnahmen wird damit vorgenommen.

Die Quik-App von GoPro ermöglicht die Bildkontrolle und die Steuerung:

Zudem erfolgt damit die Stabilisierung und die Weiterbearbeitung:

Im Test konnten wir die Verbindung schnell herstellen, das Livebild war allerdings trotz sehr geringer Entfernung zum Mobilgerät (weniger als 100cm) alles andere als stabil. Sehr häufig bekamen wir Artefakte zu sehen, die normalerweise nur bei einer schlechten Verbindung auftreten. Ein derartiges Problem gab es bereits bei unserem Test der GoPro HERO, der vor rund 1,5 Jahren erfolgte. Anscheinend kommen bei der LIT HERO die identischen Komponenten zum Einsatz und/oder wurden etwaige Software-Probleme nicht gelöst. Anders können wir uns die sehr ähnlichen Störungen nicht erklären.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der GoPro LIT HERO gehen wir unter anderem auf die Bildqualität und die Akkulaufzeit der Actionkamera ein.

Autor: dkamera.de Redaktion