13.12.2024 - 08:13

Die GoPro HERO13 Black Actionkamera im Test (Teil 1)

Teil 1 von 3: Die technischen Daten im Überblick

2024 hat GoPro neben der HERO mit der HERO13 Black auch wieder eine Actionkamera der Oberklasse angekündigt. Verbesserungen finden sich beim neuen Spitzenmodell an mehreren Stellen, grundsätzlich ändert sich allerdings nur recht wenig. In diesem Testbericht nehmen wir die GoPro HERO13 Black unter die Lupe und prüfen die Features der Actionkamera.

Die technischen Daten:
Grundsätzlich bleibt sich GoPro bei der HERO13 Black treu. Das Kameragehäuse wirkt optisch zwar etwas moderner, besitzt aber die Abmessungen der Vorgängermodelle (7,2 x 5,1 x 3,4cm). Das ist wichtig für alle, die schon über Zubehör für ältere GoPro-Kameras verfügen. Das lässt sich bis auf die Akkus weiterhin nutzen.

Dieses Zubehör legt GoPro der HERO13 Black bei:

Apropos Zubehör: Der Lieferumfang fällt bei der GoPro HERO13 Black klassisch aus. Neben der Kamera selbst und dem Akku liegen ein USB-C-Kabel, eine gebogene Klebehalterung, ein Befestigungsadapter und eine passende Schraube in der Verpackung. Wer mehr Zubehör benötigt, kann sich für eines der Zubehör-Bundles entscheiden.

Die HERO13 Black (links) im Vergleich mit der HERO12 Black (rechts):

Auf die Waage bringt die neue HERO13 Black inklusive Akku 158g und damit einen Tick mehr als das Vorgängermodell (153g). Relevant ist dieser kleine Unterschied aber nicht. Das zusätzliche Gewicht könnte unter anderem auf den zusätzlichen Kühlkörper zurückzuführen sein, der sich unterhalb des Objektivs auf der Vorderseite befindet. Konkrete Informationen liegen uns in diesem Fall aber nicht vor.

Das Gehäuse verfügt wieder über ein Front-LCD und ist bis zu zehn Meter wasserdicht:

Nutzen lässt sich die GoPro HERO13 Black wie gewohnt bis zu einer Wassertiefe von zehn Metern, für tiefere Tauchgänge wird das bekannte Schutzgehäuse (bis zu 60m) benötigt. Die Betriebstemperatur gibt GoPro mit minus zehn bis plus 35 Grad Celsius an, auch diese Werte entsprechen dem Vorgängermodell. Zur Bildkontrolle ist die Actionkamera auf der Rückseite mit einem 2,27 Zoll großen Touch-LCD ausgestattet, das 1,4 Zoll große LCD auf der Vorderseite erlaubt keine Eingaben.

Natürlich besteht die Möglichkeit zur Steuerung via Funk, WLAN und Bluetooth lassen sich zudem zur drahtlosen Datenspeicherung und zum Streamen verwenden. Zurück ist bei der HERO13 Black wieder der GPS-Empfänger, diesen gab es zuletzt bei der GoPro HERO11 Black. Zu den kabelgebundenen Schnittstellen gehört bei der Actionkamera USB-C, mittels der optional erwerbbaren Contacto Magnetklappe lässt sich die Kamera jetzt auch ohne Aufgabe der Wetterfestigkeit permanent mit Strom versorgen. Selbst ohne externe Stromversorgung soll die Kamera aber länger als die HERO12 Black durchhalten. Dafür sorgt unter anderem der neue Enduro-Akku mit einer Kapazität von 1.900mAh (älteres Modell: 1.720mAh). Im Durchschnitt fallen die Laufzeiten laut GoPro um 13,5 Prozent länger aus. Auf unsere eigenen Messwerte gehen wir später in diesem Test ein.

Der USB-C-Port befindet sich unterhalb des Akkus:

Als Speichermedium setzt GoPro auf die bewährten microSD-Karten, hier wird für eine problemlose Aufzeichnung ein Modell mit VideoSpeedClass 30 (V30) empfohlen. Die Montage der GoPro HERO13 Black erfolgt mittels der bekannten Halterung oder eines klassischen 1/4-Zoll-Gewindes. Die Actionkamera lässt sich daher unter anderem auch auf einem normalen Fotostativ ohne weiteres Zubehör befestigen.

Neben dem neuen Enduro-Akku kommen bei der HERO13 Black microSD-Karten zum Einsatz:

Bei der Aufnahme-Hardware der HERO13 Black nutzt GoPro mutmaßlich die Technik des Vorgängermodells. Die Daten sprechen jedenfalls dafür und auch GoPro hat keine Neuheiten verkündet. Als Bildwandler verwendet die Actionkamera einen 27,1 Megapixel auflösenden Chip der 1/1,9-Zoll-Klasse. Dieser speichert Aufnahmen mit einem Seitenverhältnis von 8:7. Als Bildprozessor setzt GoPro auf den bekannten "GP2", das Fisheye-Objektiv wird mit einer Brennweite von 12mm und einer Lichtstärke von F2,5 angegeben. Das Schutzglas der Actionkamera lässt sich abnehmen und durch andere Gläser bzw. Objektive ersetzen. Welche Optionen es dabei gibt, schauen wir uns im zweiten Teil dieses Testberichts an.

Videos zeichnet die GoPro HERO13 Black wie das Vorgängermodell maximal in 5,3K-Auflösung auf. Im 8:7-Format sind dies 5.312 x 4.648 Pixel, im 4:3-Format 5.312 x 3.968 Pixel und im 16:9-Format 5.312 x 2.988 Pixel. Lässt man die neuen Zeitlupe-Optionen einmal außer Acht, filmt die Actionkamera bei 5,3K mit bis zu 30 Vollbildern pro Sekunde im 8:7-Format und mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde im 4:3- und 16:9-Format. In 4K-Auflösung (16:9 mit 3.840 x 2.160 Pixel) stellen 120 Vollbilder pro Sekunde das Maximum dar, in 2,7K-Auflösung (16:9 mit 2.704 x 1.520 Pixel) sind es bis zu 240 Vollbilder pro Sekunde. Letztere Bildrate gilt darüber hinaus für Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel). Wer 4:3-Aufnahmen benötigt, kommt in 4K (3.840 x 3.360 Pixel) auf bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde und in 2,7K (2.704 x 2.028 Pixel) auf bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde.

Und dann sind da noch die eben erwähnten Zeitlupen-Optionen. Diese unterscheiden sich von klassischen Videos durch eine begrenzte Aufnahmezeit und teilweise abweichende Auflösungen. Bei 5,3K-Auflösung (5.312 x 2.988 Pixel) sind damit bis zu 120 Vollbilder pro Sekunde für fünf Sekunden möglich. Bis zu 15 Sekunden schafft die Actionkamera zudem bei 900p (1.600 x 900 Pixel) und 720p (1.280 x 720 Pixel). Hier ergeben sich maximale Bildraten von 360 bzw. 400 Vollbildern pro Sekunde.

Die wichtigsten Bildwinkel-Optionen im Vergleich:

Wie schon bei den Vorgängermodellen gilt es auch bei der GoPro HERO13 Black zu beachten, dass die Bildraten und Auflösungen die möglichen Bildwinkel-Einstellungen beeinflussen. Das weitwinkeligste Bildfeld trägt den Namen HyperView und basiert auf dem 8:7-Sensorreadout. SuperView wiederum nutzt einen 4:3-Sensorreadout. In beiden Fällen „komprimiert“ die HERO13 Black diese Bildinformationen und packt sie in das 16:9-Format. Dadurch wirken die Bildränder deutlich gestreckt. Das weite Sichtfeld entspricht dem natürlichen Bildwinkel der Fisheye-Optik, bei der Linear-Option werden die Fisheye-Verzerrungen ausgeglichen. Für die Option „Linear + Horizontsperre/Horizontausrichtung“ gilt dies ebenso. Das enge Sichtfeld gibt es nur bei Slow-Mo-Aufnahmen in 720p.

Bei Fotos stehen SuperFoto, HDR, Standard und RAW zur Wahl:

Wohlgemerkt werden diese Sichtfeld-Optionen nur bei Videos angeboten. Bei Fotos stehen nur „Weit“ und „Linear“ zur Wahl. Darüber hinaus kann man sich für einen Zoom (zwischen 1,0 und 2,0) entscheiden. Allgemein lässt sich sagen, dass die Fotofunktion der GoPro HERO13 Black der GoPro HERO12 Black entspricht. Die Bilder lösen unabhängig von den weiteren Einstellungen stets 27,1 Megapixel auf (5.568 x 4.872 Pixel), sie werden bei kleineren Bildwinkeln also hochskaliert. Neben den Standard-Aufnahmen im JPEG-Format stehen auch HDR, SuperFoto und RAW (GPR + JPEG) zur Wahl. Bei HDR sowie SuperFoto optimiert die GoPro HERO13 Black durch die Kombination mehrerer Einzelbilder dabei unter anderem den Dynamikumfang. Da diese Optionen eine höhere Rechenleistung benötigen, lassen sie sich wie RAW-Aufnahmen allerdings nicht mit allen anderen Aufnahme-Optionen kombinieren.

Serienaufnahmen sind mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde möglich:

Serienaufnahmen unterstützt die Actionkamera mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde, 30 Bildern in drei Sekunden, zehn Bildern in einer Sekunde sowie weiteren Bildraten. Darüber hinaus kann man sich für die Intervallaufnahme (0,5 Sekunden, eine Sekunde, zwei Sekunden, fünf Sekunden, zehn Sekunden, 30 Sekunden, 60 Sekunden und 120 Sekunden) entscheiden. Weitere Optionen hat der Zeitraffermodus der Kamera zu bieten. Hier kann man Zeitraffervideos erstellen lassen und diese beispielsweise auch mit einem Time-Warp-Effekt versehen. Daneben werden die Modi „Startrails“, „Lichtmalerei“ und „Auto-Lichtspuren“ angeboten. Damit Aufnahmen auch bei wenig Licht noch gut aussehen, gibt es zudem einen Nachtfotomods. Dieser erlaubt Langzeitbelichtungen zwischen zwei Sekunden und 30 Sekunden.

Neben der klassischen Fotoaufnahme unterstützt die DSLM auch Zeitraffer:

Bei Videos hat die GoPro HERO13 Black als weitere Aufnahme-Optionen die Wahl des Bildprofils (Standard, HDR oder Log) zu bieten, kann sie mit bis zu 10-Bit filmen (nur 5,3K) und gibt es eine Reihe von Bildeinstellungen über die ProTune-Optionen. Dazu gehören auch der Bildstil „Flat“, „Dynamisch“ oder „Natürlich“ sowie die Schärfe und Entrauschung (jeweils „Hoch“, „Mittel“, „Niedrig“). Eine „Hohe Bitrate“-Option und RAW-Audio-Aufnahmen gibt es ebenso. Erstere war genauso wie die Datentiefe-Option bei früheren Modellen im Hauptmenü zu finden, wird nun aber direkt über die Video-Einstellungen erreicht. Grundsätzlich lässt die Bedienung keine Fragen offen, mit den abspeicherbaren Voreinstellungen kann man die Aufnahme-Einstellungen schnell und komfortabel wechseln.

Wie bei den Vorgängermodellen gibt es auch bei der HERO13 Black die AutoBoost-Stabilisierung:

Die Bildstabilisierung erfolgt auch bei der GoPro HERO13 Black rein digital, wie beim Vorgängermodell handelt es sich um die HyperSmooth-Stabilisierung. Diese kann man aktivieren oder deaktivieren sowie die Funktion „Auto-Boost“ nutzen. Hier passt die Kamera die Stabilisierung an die Bewegungen an. Grundsätzlich gilt es wegen der digitalen Stabilisierung einen Crop hinzunehmen, wegen des sehr großen Bildwinkels spielt dieser in der Praxis aber keine größere Rolle.

Links eine Aufnahme mit Stabilisator, rechts mit AutoBoost-Stabilisierung:

Lediglich bei der Horizontsperre und Horizontausrichtung muss das Sichtfeld wegen der starken Stabilisierung (auch bei 360-Grad-Drehungen) deutlich kleiner werden. Da hier Verwacklungen und Bewegungen herausragend ausgeglichen werden, kann man dies aber kaum kritisieren. Grundsätzlich weiß die Stabilisierung der GoPro HERO13 Black ohne Ausnahmen zu gefallen, besser geht es nicht.

Im zweiten Teil unseres Testberichts der GoPro HERO13 Black gehen wir auf die Bedienung und optionales Zubehör ein.

Autor: dkamera.de Redaktion