20.10.2025 - 07:24

Die DJI Osmo Nano Actionkamera im Test (Teil 2)

Teil 2 von 3: Die Bedienung, die App und das Zubehör

Nachdem wir uns im ersten Teil des Testberichts der DJI Osmo Nano unter anderem mit den Auflösungen, Bildraten und Sichtfeld-Optionen beschäftigt haben, schauen wir uns im zweiten Teil dieses Testberichts die Bedienung und das (optionale) Zubehör an, das man beim Einsatz der Actionkamera nutzen kann.

Die Bedienung:
Bei der Bedienung der DJI Osmo Nano muss natürlich zwischen dem Einsatz der Actionkamera sowie dem Verwenden des Vision Docks unterschieden werden. Die Osmo Nano ist lediglich mit einem Auslöser ausgestattet, mittels diesem wird die Actionkamera zudem ein- und ausgeschaltet. Das Verändern von Einstellungen ist ohne Dock oder App nicht möglich. Das einmalige Drücken des Auslösers sorgt standardmäßig für den Kamerastart und das Beginnen der Aufnahme, das erneute Drücken beendet Videos und schaltet die Kamera auch wieder aus. Auf Wunsch lässt sich im Menü zudem noch genauer anpassen, welche Aktion die Taste startet.

Bedienelemente gibt es bei der DJI Osmo Nano denkbar wenige:

Die allermeisten Eingaben erfolgen über das Touchdisplay des Vision Docks:

Mit dem Vision Dock, das man praktisch immer dabeihaben sollte, bedient sich die Osmo Nano dann fast wie jede andere Actionkamera. Praktisch alle Eingaben werden via Touchscreen vorgenommen. Unter anderem kann man damit natürlich die Auflösung, das Sichtfeld oder auch den Bildstabilisierungsmodus ändern.

Das Menü der Osmo Nano kennt man von den anderen Action-Modellen:

Die Auflösung und weitere relevante Optionen sind schnell zu erreichen:

Im PRO-Modus lassen sich die Aufnahmen umfangreich beeinflussen:

Unter anderem kann man die Belichtung korrigieren und den ISO-Wert festlegen:

Die Funktion der Tasten lässt sich anpassen:

Das Design der Menüs ist von den anderen Actionkameras von DJI bekannt, Nutzer der Osmo Nano müssen sich nicht umgewöhnen. Natürlich bietet die Kamera auch manuelle Belichtungseinstellungen und auch die Aufnahme mit 10-Bit und Log-Profil wird unterstützt.

Als Vorteil muss die Nano nicht auf dem Vision Dock montiert sein, die Übertragung funktioniert auch per Funk. DJI gibt hierfür eine Reichweite von bis zu zehn Metern an. Faktisch stellt das Vision Dock daher auch eine Fernbedienung dar. In der Praxis konnten wir uns mit dem Vision Dock sogar um bis zu 16 Meter von der Kamera entfernen, bevor Übertragungsfehler auftraten. Ebenso gut: Die durchschnittliche Anzeigeverzögerung fällt mit 0,15 Sekunden kurz aus.

Das Vision Dock funktioniert auch kabellos:

Besonders interessant ist für Besitzer der DJI Osmo Nano aufgrund der sehr beschränkten Bedienmöglichkeiten an der Kamera die Sprachsteuerung. Diese erlaubt die Foto- sowie Videoaufnahme und funktioniert auch mit ausgeschaltetem Vision Dock. Als Sprachbefehle stehen „Start Recording“, „Stop Recording“, „Take Photo“ und „Shut Down“ zur Verfügung, deutsche Äquivalente gibt es nicht. Praktisch sollte dies aber fast keinen Nutzer stören.

Deutlich mehr Optionen bietet die DJI Mimo-App. Diese müssen Android-User wie bekannt direkt bei DJI herunterladen, im PlayStore ist sie nicht zu finden. Die App bietet ein großes Livebild, an den Rändern befinden sich die Touchtasten. Darüber lassen sich alle wichtigen Parameter verändern.

Die DJI Mimo-App und deren Aufbau ist gut bekannt:

Natürlich lassen sich mit der App die Bildrate und die Auflösung einstellen:

Weitere Optionen:

Dazu gehören die Auflösung und Bildrate, das Sichtfeld oder der Stabilisierungsmodus. Anzeigen lassen kann man zur Kontrolle unter anderem auch ein Histogramm oder Gitterlinien. Die Wiedergabe ist per App natürlich ebenso möglich.

Die Belichtungsparameter lassen sich bei Bedarf manuell wählen:

Alternativ zu klassischen Videos kann man unter anderem auch Zeitraffer aufnehmen:

Der Fotomodus der App:

Das Zubehör der Standard-Combo:
DJI legt bei der Osmo Nano einiges an Zubehör bei. Neben dem klassischen USB-Kabel handelt es sich bei der Standard-Combo um eine magnetische Kugelgelenk-Adapterhalterung, ein Magnet-Trageband, einen Magnet-Hutclip und eine Schutzhülle.

Die Osmo Action Nano mit der beiliegenden Schutzhülle:

Die Platte des Tragebandes ist magnetisch:

Die Kamera hält daran sehr gut fest:

Der Magnet-Hutclip von DJI:

Die Schutzschülle dient natürlich zum Schutz der Kamera vor Kratzern oder anderen Beschädigungen, die Kugelgelenk-Adapterhalterung mit Saugnapf ermöglicht die Montage an glatten Gegenständen. Darüber hinaus kann man die Kamera mit dem Magnet-Trageband und dem Magnet-Hutclip per Band um den Hals tragen oder an der Kleidung befestigen.

Ein Teil des optionalen Zubehörangebotes:

Optionales Zubehör für die DJI Osmo Nano:
DJI bietet seine Actionkameras nicht nur in unterschiedlichen Bundles an, es gibt auch diverses optionales Zubehör. Dazu gehört unter anderem der „Dual-Direction Quick-Relase Foldable Adapter Mount“. Dieser lässt sich an der Unterseite des Vision Docks oder auch direkt an der Actionkamera befestigen.

Er rüstet eine handelsübliche Actionkamera-Halterung sowie ein 1/4-Zoll-Gewinde nach und ermöglicht die klassische Montage der DJI Osmo Nano. Wer die Kamera beispielsweise auf einem Stativ benutzen möchte, kommt daran nicht vorbei.

Der Adapter Mount kann an der Nano oder dem Vision Dock befestigt werden:

Er bietet neben einem 1/4-Zoll-Gewinde ...

... auch eine klassische Actionkamera-Halterung:

Darüber hinaus bietet DJI ein „Magnetic Headband“ an. Dieses erlaubt das Tragen der Actionkamera wie eine Stirnlampe am Kopf. Dadurch ist eine besondere Darstellung möglich, die effektiv fast der Ego-Perspektive entspricht.

Die DJI Osmo Nano befestigt am „Magnetic Headband“:

Ein Gelenk ermöglicht das Drehen in die optimale Position:

Die Frontlinse der DJI Osmo Nano muss man bei Einsätzen nicht durch spezielle Maßnahmen schützen, sie lässt sich bei Beschädigungen glücklicherweise schnell und einfach tauschen. Dafür muss man diese nur abschrauben und kann sie dann durch ein neues „Glass Lens Cover“ ersetzen.

Das Glass Lens Cover von DJI:

Der beiliegende Dichtungsring verhindert das Eindringen von Staub oder Wasser:

Im dritten Teil unseres Testberichts der DJI Osmo Nano prüfen wir die Bildqualität der Fotos sowie Videos und ziehen ein Fazit.

Autor: dkamera.de Redaktion