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01.10.2026 - 07:05

Zwei microSDXC-Speicherkarten von Kioxia mit 1TB im Test

Unsere Testkandidaten: Kioxia Exceria Plus G3 1TB und Kioxia Exceria G3 1TB

Kioxia bietet eine Reihe von unterschiedlichen Speicherprodukten, unter anderem auch Speicherkarten, an. Alle Modelle gehören zur Exceria-Serie, wobei diese wiederum in mehrere Klassen untergliedert ist. In diesem Testbericht schauen wir uns zwei microSDXC-Speicherkarten der Exceria-Plus-G3- und der Exceria-G3-Serie an.

Die technischen Daten:
Die Speicherkarten der Exceria-Plus-G3-Reihe stellen das Oberklasse-Segment in Kioxias microSD-Karten-Portfolio dar und werden mit Kapazitäten von 64GB, 128GB, 256GB, 512GB und 1TB angeboten. Wir testen mit 1TB die größte Version. Darauf lassen sich beispielsweise rund 20 Stunden Videomaterial mit einer klassischen Datenrate von 100Mbit/s speichern. Alle Modelle dieser Reihe unterstützen den UHS-I-Standard, erreichen also unabhängig vom Einsatz spezieller Hardware theoretisch einen Datendurchsatz von bis zu 104MB/s. Unser Testmodell kommt genauso wie die Varianten mit 256GB und 512GB auf bis zu 100MB/s beim Lesen und bis zu 90 MB/s beim Schreiben. Diese Werte entsprechen in etwa dem praktischen Maximum, das sich mit einer UHS-I-Karte in der Praxis erzielen lässt. Nutzt man spezielle Kartenleser (kompatible Modelle), sind die Exceria-Plus-G3-Modelle in der Lage, noch deutlich höhere Geschwindigkeiten zu erreichen.

Beide Speicherkarten in diesem Test sind microSDXC-Modelle mit 1TB Kapazität:

Mit einer PIN-Reihe wird der UHS-I-Standard unterstützt:

Laut Kioxia sind in der Spitze bis zu 210MB/s beim Lesen und bis zu 150MB/s beim Schreiben möglich. Hierfür wird auf spezielle Turbo-Modi zurückgegriffen, die Datenraten über das eigentliche Limit der Schnittstelle hinaus erlauben. Beim Einsatz in Kameras spielt diese Technologie jedoch keine Rolle. Viel wichtiger ist dagegen die Auszeichnung mit der V30-Speedclass. Dieses signalisiert genauso wie das U3-Label (= UHS Speed Class 3) eine Mindestschreibrate von 30MB/s. Dadurch sind Aufnahmen mit einer Bitrate von 240Mbit/s garantiert. Diese Geschwindigkeit setzen viele Kameras voraus, um reibungslos arbeiten zu können. Daneben erfüllen die Exceria-Plus-G3-Modelle die Vorgaben der Anwendungs-Performance-Klasse A2.

Beide Speicherkarten werden mit einem SD-Adapter ausgeliefert:

Das zweite Modell in diesem Test gehört zur Exceria-G3-Serie. Diese ist unterhalb der Exceria-Plus-G3-Serie eingestuft und umfasst Kapazitäten von 64GB, 128GB, 256GB, 512GB sowie 1TB. Auch hier testen wir das 1TB fassende Modell. Als UHS-I-Karten sind theoretisch die bekannten 104MB/s erreichbar, Kioxia gibt für die 1TB große microSDXC-Karte allerdings "nur" bis zu 100MB/s beim Lesen und bis zu 50 MB/s beim Schreiben an. Mit speziellen Kartenlesern sind zudem bis zu 160MB/s beim Lesen und bis zu 50MB/s beim Schreiben möglich. Für Videoaufnahmen eignen sich die Exceria-G3-Modelle durch die V30-Speedklasse und die UHS Speed Class 3 auf alle Fälle, damit sind wie beim Exceria-Plus-Modell mindestens 30MB/s beim Schreiben garantiert. Die Spezifikationen der Anwendungs-Performance-Klasse A2 werden ebenso erfüllt.

Die Speedclass V30 macht die Speicherkarten u. a. optimal für Actionkameras geeignet:

Für beide Speicherkarten gilt, dass sie wasserdicht (IPX7) und stoßfest sind, Falltests aus 5m Höhe überstanden haben und auch Röntgenstrahlung gemäß ISO7816-1-Standard kein Problem darstellt. Zudem gibt Kioxia die ESD-Resistenz nach IEC61000-4-2 150-pF an und ein Überhitzungsschutz sowie ein Entzündungsschutz sind ebenso mit an Bord. Als Betriebstemperatur werden -25 bis 85 ℃ (ohne Kondensation) genannt.

Die Exceria Plus G3 lässt sich wie das G3-Modell per Adapter in jedem SD-Slot einsetzen:

Dadurch sind die Speicherkarten auch für Besitzer klassischer Kameras interessant:

Als Zubehör legt Kioxia bei beiden Testmodellen in diesem Vergleich einen microSD- auf SD-Karten-Adapter bei. Dadurch lassen sich die Speicherkarten nicht nur in Geräten mit microSD-Slot, wie zum Beispiel Actionkameras, verwenden, sondern auch in klassischen Kameras mit SD-Slot.

Die Geschwindigkeitstests:
Zunächst nehmen wir beim Geschwindigkeitstest die Karten beim Einsatz in einem Kartenleser unter die Lupe. Da wir hierfür auf ein herkömmliches Modell (Angelbird SD Dual Card Reader) zurückgreifen, lassen sich bis zu 104MB/s erzielen. Die hier von uns gemessenen Werte können zudem als obere Limits beim Einsatz in Kameras angesehen werden. Abhängig von der hier verbauten Hardware sind aber auch langsamere Übertragungsraten möglich.

Die Kioxia Exceria Plus G3 im Test:

Das 1TB fassende Exceria-Plus-G3-Modell kam bei unserem Test sehr nah an die von Kioxia als Maximalwerte genannten Übertragungsraten heran. Beim Lesen ergab sich beim Einsatz des Benchmarkstools Crystal Disk Mark 9.0.3 ein Wert von 97,76MB/s, beim Schreiben kamen wir auf nur wenig geringere 89,05MB/s. Das macht die Kioxia Exceria-Plus-G3-Karte tauglich für den Einsatz in allen Kameras. Nur wer besonders hohe Datenraten oder die V60- oder V90-Speedclass benötigt, muss auf eine UHS-II-Karte setzen. Für Actionkameras reicht die microSDXC-Karte in jedem Fall aus, schnellere Karten bringen keine Vorteile. Mit der V30-Speedklasse sind auch hochauflösende Aufnahmen mit hohen Bildraten kein Problem.

Die Kioxia Exceria G3 im Test:

Die Exceria-G3-Karte kam bei unserem Test ebenfalls auf sehr gute Werte. Mit 97,86MB/s beim Lesen und 88,67MB/s beim Schreiben arbeitet sie sogar nur minimal langsamer als das Plus-Modell. Das ist einigermaßen erstaunlich, da die microSDXC-Karte laut Kioxias eigener Angabe beim Schreiben nur 50MB/s erzielen sollte. Anscheinend wurde hier deutlich besserer Flashspeicher verbaut. Auf andere Karten darf man die von uns gemessenen Werte allerdings nicht blind übertragen. Da aufgrund der aktuellen Speicherknappheit unterschiedliche Chargen von Flash-Speichern zum Einsatz kommen können, sind abweichende Messergebnisse durchaus möglich.

Als zweiten Geschwindigkeitstest haben wir uns für einen Praxistest entschieden. Hierbei prüfen wir, wie viele Aufnahmen eine Sony Alpha 6700 im Serienbildmodus (11 Bilder/Sek., volle Auflösung; RAW komprimiert) innerhalb von einer halben Minute schafft. Die Ergebnisse unseres Benchmarktests werden dabei bestätigt: Beide Karten sind praktisch identisch schnell und erlauben 102 Aufnahmen.

Unser Fazit:
Kioxia bietet mit den Speicherkarten der Exceria-Plus-G3- und Exceria-G3-Reihe schnelle UHS-Speicherkarten an, die in unseren theoretischen sowie praktischen Tests sehr nah an das Schnittstellen-Limit des UHS-I-Standards herangekommen sind. Sie lassen sich daher auch für fordernde Aufgaben nutzen und erlauben Videos mit Datenraten von mindestens 240Mbit/s. Das reicht beispielsweise für alle aktuellen Actionkameras.

Beide Speicherkarten erreichen fast die Maximalwerte des UHS-I-Standards:

Während das von uns getestete Exceria-Plus-G3-Modell mit 1TB die Soll-Werte fast punktgenau erreicht, liegt die ebenfalls 1TB fassende Exceria-G3-Karte sogar weit darüber. Statt nur 50MB/s haben wir beim Schreiben fast 89MB/s gemessen. Das kann sich sehen lassen! Für die Karten sprechen zudem die durch zahlreiche (herstellereigene) Tests bestätigte hohe Schutzleistung als auch die fünfjährige Garantie.

Unsere Awards zum Test der Kioxia-Speicherkarten:

Autor: dkamera.de Redaktion