Fünf Produkte, die aus unserer Sicht in keiner Fototasche fehlen dürfen
Wer Fotos aufnehmen möchte, braucht eine Kamera und bei einem Modell mit wechselbaren Objektiven, natürlich auch ein Objektiv. Zudem zählen selbstverständlich auch ein geladener Akku und eine (leere) Speicherkarte zu den Utensilien, auf die man bei der digitalen Fotografie nicht verzichten kann. Abseits davon benötigt man für Aufnahmen jedoch nicht unbedingt weiteres Zubehör. Wer sich das Leben erleichtern möchte oder seine Aufnahmen verbessern will, kommt aus unserer Sicht an einigen weiteren Zubehörprodukten jedoch nur schwer vorbei.
Zubehör Nummer 1: Gegenlichtblende
Gegenlichtblenden sind zweifellos weder neu noch unbekannt. Trotzdem sieht man dieses Zubehör im Alltag bei Fotografen nur recht selten. Die Gründe dafür sollten klar sein: Eine Gegenlichtblende macht das Objektiv größer und sorgt für zusätzlichen Aufwand, wenn sie für den Transport in einer kleinen Tasche abmontiert werden muss. Wer ein einfacheres Objektiv nutzt, wird eventuell auch über gar keine Gegenlichtblende verfügen, da sie beim Kauf nicht mitgeliefert wurde und sich die Hersteller diese oftmals teuer bezahlen lassen. Zu guter Letzt wird der positive Einfluss von Gegenlichtblenden in Zeiten hochwertiger Vergütungen, die die Bildqualität beim Fotografieren in Richtung Sonne deutlich verbessern, unterschätzt. Grundsätzlich gewährleistet eine Gegenlichtblende trotzdem die optimale Bildqualität, da Flares, Reflexionen oder andere Störungen so gut wie möglich minimiert werden.
Zusätzlich sorgen Gegenlichtblenden aber noch für zwei weitere positive Effekte. Zum einen verringern sie Verschmutzungen der Frontlinse. Fingerabdrücke lassen sich damit effektiv verhindern, da man mit Gegenlichtblende üblicherweise seltener die Frontlinse berührt. Und auch bei Regen erreichen mit montierter Gegenlichtblende deutlich weniger Tropfen die Frontlinse. Der zweite positive Effekt ist aus unserer Sicht aber fast noch wichtiger: der zusätzliche Schutz des Objektivs. Bei der Frontlinse, dem Filtergewinde oder allgemein gesprochen dem vorderen Teil des Objektivs lassen sich Schäden mit montierter Gegenlichtblende teilweise deutlich verringern. Sogar bei Stürzen kann die Gegenlichtblende hilfreich sein. Sie nimmt hier einen Teil der Energie auf und kann Schäden wirksam reduzieren. Ein Allheilmittel ist eine Gegenblende natürlich nicht, die Vorteile überwiegen die Nachteile aber doch deutlich.
Zubehör Nummer 2: Kameragurt oder Handschlaufe
Eine Kamera sollte sicher in der Hand liegen und auch ohne weiteres Zubehör gut transportiert werden können. Ein Kameragurt oder eine Handschlaufe können trotzdem von Vorteil sein. Wichtig: Kameragurte lassen sich in unterschiedlicher Ausführung erwerben: Zum einen gibt es die ganz klassischen, einfachen Modelle, die fast jeder Kamera beiliegen. Diese richten sich an die breite Masse der Nutzer und erfüllen nur selten die Wünsche eines einzelnen Kamerabesitzers. Wer bislang klassische Gurte genutzt hat und damit nicht wirklich zufrieden war oder aus diesem Grund sogar komplett auf einen Gurt verzichtet hat, sollte sich den Markt der Kameragurte auf jeden Fall noch einmal näher ansehen. Es gibt unter anderem Modelle mit einem deutlich größeren Polster für mehr Komfort, in der Länge verstellbare Gurte oder auch Gurte mit zusätzlicher seitlicher Stabilisierung.
Handschlaufen stellen für alle eine Alternative dar, die keine Freunde von Gurten sind. Damit lässt sich die Kamera ebenso sehr sicher festhalten, am Körper „baumelt“ aber kein längerer Gurt herum. Gerade wer eine leichtere Kamera besitzt, sollte sich eine Handschlaufe als Alternative zu einem Gurt auf jeden Fall ansehen. Auch hier gilt: Die bei Kameras beiliegenden Handschlaufen sind einfache Modelle. Es gibt jedoch noch deutlich bessere am Markt.
Zubehör Nummer 3: Kamerabefestigung mittels Peak Design Anchor Links
Während es bei Gurten und Handschlaufen einen großen Markt mit diversen Modellen und Herstellern gibt, gehen wir bei unserem dritten Must-have-Zubehör auf ein spezielles Produkt ein: die Peak Design Anchor Links. Diese erlauben das schnelle Verbinden von Kamera und Gurt (oder einer Handschlaufe). Möchte man die Kamera ohne Gurt oder Handschlaufe nutzen oder dazwischen wechseln, geht dies durch den cleveren Clip-in-Mechanismus sehr schnell und komfortabel.
Ein gleichwertiges Produkt, das diese Aufgabe ebenso gut erfüllt und dieselbe Robustheit aufweist, ist uns nicht bekannt. Natürlich existieren unterschiedliche Konkurrenzprodukte bzw. Nachbauten, die man teilweise deutlich preiswerter erwerben kann. Diesen würden wir eine Kameraausrüstung mit einem Wert in dreistelliger oder vierstelliger Höhe jedoch nicht anvertrauen. Die Anchor Links von Peak Design haben sich dagegen bei vielen Fotografen über Jahre im Einsatz bewährt.
Leider scheint Peak Design die Anchor Links nur mehr im eigenen Shop anzubieten, im Fachhandel haben wir nur die „Anchor“ im 4er-Pack gefunden. Nichtsdestotrotz sind die Anchor Links ihr Geld auf jeden Fall wert.
Zubehör Nummer 4: Mikrofasertuch
Ein bei Fotografen wirklich unterschätztes Zubehörprodukt ist ein gutes Mikrofasertuch. Damit kann man vor allem die Frontlinse (aber auch andere Teile einer Kamera) sehr einfach reinigen. Natürlich lässt sich an dieser Stelle nun einwerfen, dass diese Aufgabe auch ein „normales“ T-Shirt oder ein Kleidungsstück aus ähnlichem Material übernehmen kann. Grundsätzlich mag das stimmen, in der Praxis sieht es jedoch meistens anders aus. Unserer Erfahrung nach machen zum einen nur Kleidungsstücke mit hohem Baumwollanteil beim Reinigen eine gute Figur. Zum anderen müssen diese frei von Staub oder anderen Verschmutzungen sein. Ansonsten riskiert man beispielsweise Beschädigungen der Frontlinse.
Während man diese Problematik meistens noch gut „umgehen“ kann, sorgen Schweiß oder andere Verschmutzungen (z. B. durch Cremes) beim Reinigen oftmals für alles andere als optimale Ergebnisse. Auf den ersten Blick mag man das meistens gar nicht erkennen, nicht selten führen Reinigungsaktionen per T-Shirt aber zu einem stärkeren Schmierfilm. Ein Mikrofasertuch löst dieses Problem in der Regel im Nu. Wichtig: Befinden sich Sand oder andere harte Materialien auf der Linse (bzw. anderen Kamerateilen), sollten diese vor dem Einsatz des Tuches natürlich zunächst entfernt werden.
Zubehör Nummer 5: Blasebalg
Ein weiteres Zubehörprodukt, das aus unserer Sicht unerlässlich ist, ist ein kompakter Blasebalg. Abweichend von einem Mikrofasertuch, das jeder Fotograf besitzen sollte, ist ein Blasebalg allerdings vor allem für Besitzer von Systemkameras interessant. Hier kann es beim Abnehmen des Objektivs zu Verschmutzungen des Sensors kommen.
Natürlich lassen sich diese nicht in jedem Fall per Blasebalg entfernen, den meistens störenden Staub kann man damit jedoch prima wegpusten. Und das, ohne den Sensor zu berühren! Daneben lohnt es sich ab und zu den Spiegelkasten (bei DSLRs) oder den Bereich um den Sensor (bei DSLMs) von Staub zu befreien. Das Säubern des Gehäuses ist per Blasebalg ebenso möglich.