Teil 1 von 3: Die technischen Daten beider Smartphones im Überblick
Seit mittlerweile bereits einigen Smartphone-Generationen umfasst die Galaxy-S-Serie von Samsung drei Modelle. Neben dem Flaggschiff Galaxy S24 Ultra gehörten zum Angebot in den letzten Jahren auch ein Plus-Modell sowie ein „normales“ Galaxy S24. Diese besitzen unterschiedlich große Gehäuse und Displays sowie teilweise unterschiedliche Kamera-Ausstattungen. Im folgenden Vergleichstest stellen wir alle drei Galaxy-S-Smartphones gegenüber und gehen auf die Unterschiede sowie Gemeinsamkeiten der Modelle ein.
Unsere Einzeltestberichte der Smartphones im Überblick:
Testbericht des Samsung Galaxy S24 Ultra
Testbericht des Samsung Galaxy S24+
Testbericht des Samsung Galaxy S24
Die technischen Daten und Designs der Smartphones im Vergleich:
Die drei Smartphones in diesem Vergleich gehören zur Galaxy-S-Serie, in puncto Design und den technischen Daten unterscheiden sie sich trotzdem teilweise recht deutlich. Das Samsung Galaxy S24 Ultra besitzt mit Abmessungen von 162 x 79 x 8,8mm mit Abstand das größte und mit einem Gewicht von 223g auch das schwerste Gehäuse. Das Samsung Galaxy S24+ ist mit 159 x 76 x 7,7mm etwas kleiner und mit 196g auch spürbar leichter. Während wir das Ultra-Modell als sehr großes und das Plus-Modell als großes Smartphone einstufen, gehört das Samsung Galaxy S24 eindeutig zu den kleinen Geräten. Es misst lediglich 147 x 71 x 7,6mm und bringt nur 167g auf die Waage. Kann man alle drei Geräte direkt vergleichen, wirkt es fast schon zierlich.
In puncto Design sind sich das S24+ und das S24 dagegen sehr ähnlich. Der um beide Smartphones herum verlaufende Aluminium-Rahmen ist zu den Seiten hin abgerundet. Zur Rück- und Vorderseite hin, die beide aus Glas bestehen, fällt er dagegen kantig aus. Beim Galaxy S24 Ultra ist das etwas anders: Hier hat sich Samsung für ein eckiges Design mit einem zu den Seiten hin leicht abgerundeten Rahmen entschieden. Als Material kommt statt Aluminium zudem Titan zum Einsatz. In puncto Verarbeitung sehen wir alle drei Modelle auf dem höchstmöglichen Level, die Abdichtungen nach IP68-Standard (dauerhaftes Untertauchen in klarem Wasser bis 30min und einer Tiefe von 1,5m möglich) unterscheiden sich nicht.
Abweichungen sind dagegen wieder von den Displays zu berichten. Das Samsung Galaxy S24 Ultra bringt als Flaggschiff und größtes Modell natürlich auch das größte Display mit. Hier kommt ein 6,8 Zoll großes Dynamic AMOLED 2X mit 3.120 x 1.440 Pixel und „Gorilla Armor“-Glas zum Einsatz. Beim Samsung Galaxy S24+ fällt das Panel mit 6,7 Zoll einen Tick kleiner aus, die Auflösung ist jedoch identisch. Beim verwendeten Glas handelt es sich um Gorilla Glass Victus 2. Das kleinste Display hat Samsung beim Galaxy S24 verbaut (6,2 Zoll), die Auflösung liegt zudem nur bei 2.340 x 1.080 Pixel. Durch die etwas kleinere Diagonale fällt der Auflösungsnachteil nicht ganz so stark auf, bei genauem Hinsehen sind die Displays des S24+ und S24 Ultra aber schon etwas schärfer. Wie beim S24+ nutzt Samsung beim S24 Gorilla Glass Victus 2. Keine Unterschiede ergeben sich bei der Bildwiederholrate (variabel von 1 Hz bis 120 Hz) und der Wiedergabe von HDR-Inhalten. Darüber hinaus setzt Samsung auf den gleichen Fingerabdrucksensor und integriert die Frontkamera jeweils im Display.
Die weitere Hardware der Smartphones unterscheidet sich teilweise deutlich: Das Samsung Galaxy S24 Ultra besitzt einen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 for Galaxy, beim Samsung Galaxy S24+ und Samsung Galaxy S24 wird ein Samsung Exynos 2400 verwendet. 12GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher steht Besitzern des Ultra- und des Plus-Modells zur Verfügung, das S24 ist dagegen nur mit 8GB (LPDDR5X) ausgestattet. Unterschiede macht Samsung zudem bei den Speichervarianten: Beim S24 kann man zwischen 128GB und 256GB wählen, beim S24+ zwischen 256GB sowie 512GB und beim S24 Ultra zwischen 256GB, 512GB und 1TB. Die Funkstandards (5G, Bluetooth 5.3, …) unterscheiden sich nur in puncto WLAN, hier kann sich das S24 Ultra mit 802.11 be absetzen. Die Akkus unserer drei Vergleichsgeräte (S24 Ultra: 5.000mAh, S24+: 4.900mAh, S24: 4.000mAh) sind jeweils fest verbaut und können per USB-C sowie kabellos aufgeladen werden. Beim S24 Ultra und S24+ geht das mit bis zu 45 Watt, beim S24 mit bis zu 25 Watt.
Allein beim Flaggschiff Galaxy S24 Ultra zu finden ist der S Pen. Dieser wird zum Transport in ein Fach eingesteckt und verschwindet darin vollständig. Er erlaubt das Schreiben auf dem Display und kann zudem auch als Fernbedienung verwendet werden. Handschriftliche Eingaben wie Notizen vereinfacht er ungemein, als Must-Have-Zubehör würden wir ihn allerdings auch nicht einstufen. Ob man vom S Pen profitiert oder nicht, hängt sehr stark von den persönlichen Vorlieben ab.
Die technischen Daten der Kameras im Vergleich:
Als einer der wichtigsten Unterschiede ist bei den drei Modellen in diesem Vergleich das abweichende Kamera-Setup zu nennen. Diese Aussage gilt allerdings nur für die Rückseite, auf der Vorderseite sind alle drei Smartphones jeweils mit einer Frontkamera ausgestattet. Für die Rückseite gilt: Während das Samsung Galaxy S24+ und das Galaxy S24 über drei Modelle verfügt, ist das Samsung Galaxy S24 Ultra mit vier Kameras ausgestattet. Das Ultra-Modell verfügt zudem über einen zusätzlichen Laser-AF-Sensor.
Die kleinsten Unterschiede gibt es von den Ultraweitwinkelkameras zu berichten. Bei diesen nutzt Samsung nach unseren Informationen den identischen Bildwandler, der 12 Megapixel auflösende Chip gehört zur 1/2,55-Zoll-Klasse. Die Objektive fallen mit einer KB-Brennweite von 13mm und einer Lichtstärke von F2,2 ebenso gleich aus. Während das Ultraweitwinkelobjektiv des Galaxy S24 Ultra allerdings über einen Autofokus verfügt, steht beim Galaxy S24+ und Galaxy S24 nur ein Fixfokus zur Verfügung. Dies wirkt sich vor allem bei der Aufnahme näherer Motive aus. Mit dem S24 Ultra kann man sich dem Motiv auf etwa 2,5cm nähern, mit dem S24+ und S24 sind effektiv keine Nahaufnahmen möglich. Erst ab einer Entfernung von rund 40cm wurden Motive in unserem Test scharf abgebildet. Darauf gehen wir im dritten Teil dieses Vergleichs näher ein.
Deutliche Unterschiede gibt es von den Hauptkameras zu berichten. Beim Galaxy S24 Ultra setzt Samsung auf einen 200 Megapixel auflösenden Sensor der 1/1,33-Zoll-Klasse. Der ISOCELL HP2-Chip aus dem eigenen Haus unterstützt Pixel-Binning, dadurch lassen sich Fotos zusätzlich mit einer Auflösung von 50 Megapixel oder 12 Megapixel bei einem gleichzeitig reduzierten Bildrauschen ausgeben.
Beim Samsung Galaxy S24+ und Galaxy S24 ist ein Sensor der 1/1,57-Zoll-Klasse verbaut. Konkret handelt es sich um den ISOCELL GN3 mit 50 Megapixel. Auch dieser unterstützt Pixel-Binning (4 zu 1), die Auflösung reduziert sich dabei auf zwölf Megapixel. Die Objektive aller drei Smartphones sorgen für den Bildeindruck eines 23mm-Modells, die Lichtstärken fallen mit F1,7 (S24 Ultra) und F1,8 (S24+ sowie S24) sehr ähnlich aus. Zudem verfügen alle drei Objektive über einen optischen Bildstabilisator.
Telekameras sind beim Samsung Galaxy S24 Ultra zwei verbaut, das Samsung Galaxy S24+ und das Galaxy S24 verfügen jeweils über eine. Die Brennweite der Telekamera des S24+ und S24 liegt bei 67mm, die erste Telekamera des S24 Ultra kommt auf sehr ähnliche 69mm. Darüber hinaus fällt die Lichtstärke mit F2,4 identisch aus und auch die Bildstabilisierung erfolgt optisch. Während beim Flaggschiff ein Sensor der 1/3,52-Zoll-Liga zum Einsatz kommt, sollte es sich bei den Sensoren des Galaxy S24+ und Galaxy S24 nur um Modelle der 1/3,94-Zoll-Klasse handeln. Alle drei Sensoren lösen zehn Megapixel auf, die Ausgabe erfolgt jedoch standardmäßig (Ausnahme DNG-Dateien) mit zwölf Megapixel.
Eine zweite Telekamera findet sich wie erwähnt nur beim Samsung Galaxy S24 Ultra. Diese deckt dank Periskop-Bauweise eine kleinbildäquivalente Brennweite von 115mm ab und besitzt eine Blendenöffnung von F3,4. Als Bildwandler wird ein 1/2,52 Zoll messender Chip mit 50 Megapixel verwendet, durch Pixel-Binning (4 zu 1) liegt die standardmäßige Auflösung jedoch bei 12 Megapixel. Die Frontkameras alle drei Smartphones lösen zwölf Megapixel auf, die Brennweite (26mm KB-äquivalent) und die Lichtstärke (F2,2) sind identisch.
Im zweiten Teil unseres Vergleichs nehmen wir die Bildqualität der Smartphonekameras unter die Lupe.