Die fünf wichtigsten Unterschiede der spiegellosen Systemkameras
Mit der ZV-E10 II hat Sony eine neue Kamera für Content Creator vorgestellt. Diese folgt auf die 2021 präsentierte ZV-E10 und wurde in gleich mehreren Punkten deutlich überarbeitet. Wir gehen im folgenden Vergleich auf die wichtigsten Unterschiede der beiden spiegellosen Systemkameras mit APS-C-Sensor ein.
Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:
Ankündigung der Sony ZV-E10 II
Datenblatt der Sony ZV-E10 II
Testbericht der Sony ZV-E10
Datenblatt der Sony ZV-E10
Unterschied 1: Der Bildwandler
Während Sony bei der ZV-E10 auf einen bei vielen früheren Kameramodellen verwendeten und damit altbekannten APS-C-Chip mit 24 Megapixel setzt, kommt bei der Sony ZV-E10 II ein deutlich neueres Modell zum Einsatz. Der Sensor löst 25,6 Megapixel auf und wird unter anderem bei der wesentlich teureren Sony Alpha 6700 verwendet. In puncto Abmessungen ergibt sich mit 23,3 x 15,5mm (ZV-E10 II) zu 23,5 x 15,6mm (ZV-E10) zwar effektiv kein Unterschied, es handelt sich beim Bildwandler der ZV-E10 II jedoch um ein deutlich leistungsfähigeres Modell. Der Chip fällt durch die rückwärtige Belichtung (BSI) lichtempfindlicher aus und lässt sich durch weitere Optimierungen schneller auslesen.
Unterschied 2: Der Verschluss
Alle Kameras der ZV-Serie von Sony wurden speziell für Content Creator entwickelt. Damit meint Sony nicht nur Videografen, Fotos kann man mit den ZV-Modellen schließlich auch aufnehmen. Dass die Videofunktion im Fokus steht, lässt sich allerdings schon feststellen. Unter anderem verzichtet Sony bei der ZV-E10 II auf einen mechanischen Verschluss. In vielen Situationen mag dies wegen des modernen Bildwandlers keine größere Rolle spielen, bei bewegten Motiven oder bei Kunstlicht können wegen des rein elektronischen Verschlusses der Sony ZV-E10 II jedoch Verzerrungen oder Banding-Artefakte auftreten. Des Weiteren wirkt sich der elektronische Verschluss auch auf das Blitzen aus: Die ZV-E10 II kann bei Aufnahmen mit Blitz – dafür wird bei der DSLM genauso wie bei der ZV-E10 ein externes Blitzgerät benötigt – nur bis zu 1/30 Sekunde belichten, bei der ZV-E10 geht dies bis zu 1/160 Sekunde.
Unterschied 3: Die Videofunktion
Als Kamera für Videos bringt die Sony ZV-E10 II natürlich jede Menge Videofeatures mit. Dank des neuen Bildwandlers und eines neuen Bionz XR-Prozessors fällt die ZV-E10 II dabei leistungsfähiger als ihr Vorgängermodell aus. Sie kann Videos in 4K-Auflösung mit bis zu 60 Vollbildern pro Sekunde aufzeichnen und erreicht damit eine doppelt so hohe Bildrate wie die ZV-E10. Darüber hinaus unterstützt die DSLM Aufnahmen mit 10-Bit und 4:2:2 Farbsampling. Die ZV-E10 hält hier mit maximal 8-Bit und 4:2:0 nicht mit. Bei klassischen Aufnahmen ohne Nachbearbeitung spielt dies zwar keine größere Rolle, beim Verwenden von flachen Bildprofilen oder bei Aufnahmen im HLG-Standard kann die ZV-E10 II den Qualitäts-Vorteil jedoch ausspielen. On top unterstützt die neue Kamera Hochkant-Videos und bringt Creative Looks sowie eine Cinematic Vlog-Einstellung mit.
Unterschied 4: Gehäuse und Akku
Etwas kleiner sind die Unterschiede bei den Gehäusen, ganz gleich sind beide Systemkameras aber eben doch nicht. Unter anderem fällt die ZV-E10 II mit Abmessungen von 12,1 x 6,8 x 5,4cm etwas größer als die ZV-E10 mit 11,5 x 6,4 x 4,5cm aus. Dies ist auch auf den größeren Akku der neuen Kamera (Modell NP-FZ1000 mit 2.280mAh statt NP-FW50 mit 1.030mAh) zurückzuführen. Auf der Waage beträgt der Unterschied mit 377g zu 342g rund zehn Prozent.
Auf der Rückseite der ZV-E10 II hat sich Sony für ein etwas stärker an den Alpha-Kameras angelehntes Design entschieden, die Tasten liegen jedoch an den identischen Stellen. Auf der Oberseite ist dies anders: Hier wurde die Taste zur Wahl des Aufnahmemodus (Foto, Video, S&Q) durch einen Schalter und der Einschalter durch einen mit dem Fotoauslöser kombinierten Schalter ersetzt.
Unterschied 5: Menü und Schnittstellen
Eine deutliche Überarbeitung hat auch das Menü erhalten. Dieses besitzt nun das aktuelle Design der neueren Alpha-Kameras. Dadurch stehen dem Nutzer unter anderem mehr Eingriffsmöglichkeiten zur Verfügung. Für Hochkantaufnahmen bringt die ZV-E10 II zudem eine drehbare Ansicht mit.
Zur Datenübertragung nutzen beide spiegellosen Systemkameras SD-Speicherkarten, durch einen UHS-II-Slot lassen sich bei der ZV-E10 II aber viel höhere Datenmengen in kurzer Zeit auf die Speicherkarte schreiben. Ein deutlicher Vorteil ergibt sich des Weiteren beim USB-Anschluss mit dem 3.2- statt dem 2.0-Standard und dem Funken per WLAN (5Ghz statt 2,4GHz).
Zu den weiteren Unterschieden gehört unter anderem ein verbesserter Autofokus. Mit 759 Messfeldern hat die ZV-E10 II deutlich mehr als die ZV-E10 (425) zu bieten, zudem kann sie neben Hunden und Katzen auch Vögel erkennen und verfolgen.
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