29.06.2026 - 07:35

Sony präsentiert den ersten LOFIC-Sensor für Smartphones

Der Lytia 910 gehört zur 1/1,28-Zoll-Klasse und löst 50 Megapixel auf

Nachdem Omnivsion mit dem OV50X50 schon länger einen Sensor mit der neuen LOFIC-Technologie anbietet und dieser auch bereits beim Flaggschiff-Smartphone Xiaomi 17 Ultra zum Einsatz kommt, hat nun auch Sony seinen ersten Sensor dieser Art vorgestellt. Der Lytia 910 löst mit 50 Megapixel genauso hoch wie der OV50X50 auf, er fällt mit 1/1,28 Zoll aber etwas kleiner als der 1,0 Zoll messende Chip von Omnivision aus.

Als Sensoren mit LOFIC-Technologie (Lateral Overflow Integration Capacitor) werden Bildwandler bezeichnet, die über zusätzliche Auslesetechnik (u. a. Kondensatoren) verfügen, um die Full-Well-Capacity deutlich zu erhöhen. Dadurch können Bildwandler einen größeren Dynamikbereich erzielen und lassen sich HDR-Aufnahmen mit einem Bild erstellen. Darüber hinaus unterstützt der neue Bildwandler von Sony die Triple Conversion Gain-HDR-Technologie (TCG-HDR), die das Auslesen eines Pixels mit drei unterschiedlichen Verstärkungen erlaubt. Durch diese Maßnahmen lässt sich laut Sony ein Dynamic Range von 100dB erzielen und wird das Bildrauschen um bis zu 30 Prozent reduziert.

Direkter Vergleich eines klassischen und eines LOFIC-Sensors:

Die einzelnen Bildpunkte des Lytia 910 messen 1,22 x 1,22μm, vier Pixel kann man durch das Quad-Bayer-Design zu einem großen Bildpunkt zusammenlegen. Dadurch steigt die maximale Bildrate von 30 auf 120 Bilder pro Sekunde, die Auflösung der Fotos liegt aber nur noch bei 12 Megapixel. Bei Videos werden in 4K-Auflösung bis zu 60 Vollbilder pro Sekunde mit HDR unterstützt, zu 8K-Aufnahmen äußert sich Sony nicht.

Die Massenproduktion des Sony Lytia 910 soll im Sommer dieses Jahres starten, in Smartphones dürfte er somit wohl spätestens zu Beginn des nächsten Jahres zu finden sein.

Autor: dkamera.de Redaktion