23.05.2026 - 08:00

Sony APS-C Kaufberatung: Die besten Standardzooms

Objektive mit bis zu 5-fach-Zoom für die Sony Alpha-Kameras der 5000er- und 6000er-Serie

Standardzooms gehören zu den am meisten verwendeten Objektiven. Sie lassen sich im Alltag sehr flexibel nutzen und decken die allermeisten Aufnahmesituationen ab. Als Basis-Objektive kann man sie zudem sehr gut mit anderen Modellen, also zum Beispiel Ultraweitwinkel- oder Teleobjektiven, kombinieren. In diesem Kaufberatungs-Artikel haben wir die besten Standardzooms für APS-C-Kameras von Sony zusammengestellt.

Wer ein Standardzoom für eine APS-C-Kamera von Sony sucht, kann dank des E-Bajonetts auf eine größere Auswahl von Modellen zurückgreifen. Objektive mit E-Bajonett bieten mehrere Hersteller an, Einschränkungen gibt es dabei keine oder nur recht wenige zu beachten. Gut zu wissen: Grundsätzlich lassen sich an Sony-DSLMs mit APS-C-Sensoren auch Vollformatobjektive nutzen. Da der Brennweitenbereich dieser Objektive durch den APS-C-Crop allerdings deutlich Richtung Tele „verschoben“ wird und sie zudem deutlich größer und schwerer ausfallen, gehen wir im Folgenden nur auf speziell für APS-C-Kameras konstruierte Objektive ein.

Die Alpha 6700 ist das aktuelle APS-C-Flaggschiff von Sony:

Eine Übersicht über aktuellere Sony-DSLMs, an denen sich Objektive mit E-Bajonett nutzen lassen:

Daneben gibt es noch zahlreiche weitere NEX-Modelle von Sony, die ebenso den Einsatz von E-Objektiven erlauben.

Wichtig: Die nachfolgende Auflistung der von uns ausgewählten Standardzooms erfolgt anhand der kürzesten Brennweite und stellt kein Ranking dar! Jedes Modell besitzt Stärken und Schwächen, die wir konkret auflisten.

Sony E 16-55mm F2,8 G

Das Sony E 16-55mm F2,8 G wurde im Sommer 2019 angekündigt und gehört als eines von wenigen APS-C-Objektiven von Sony zur G-Serie. Diese Modelle zählen zur gehobenen Objektivklasse und bieten zahlreiche Features. Folglich handelt es sich beim E 16-55mm F2,8 G um ein besonders hochwertiges Standardzoom für APS-C-Kameras. Mit umgerechnet 24 bis 83mm bietet das 3,4-fach-Zoom ein recht breites Brennweitenspektrum. Die durchgängig hohe Lichtstärke von F2,8 macht die Optik zudem für allerlei Aufnahmesituationen interessant, auch Porträtaufnahmen sind möglich. Die Abbildungsleistung des Sony E 16-55mm F2,8 fällt für ein Standardzoom dank eines optischen Aufbaus mit 17 Linsen in zwölf Gruppen sehr hoch aus, hier nutzt Sony auch mehrere spezielle Glaselemente. Schon bei Offenblende liefert das Zoom scharfe Bilder bis zum Rand, die meisten Abbildungsfehler werden gut korrigiert.

Die beste Wahl für alle, die keine Kompromisse eingehen möchten: Sony E 16-55mm F2,8 G

Ein schneller XD-Linermotor erlaubt dem Sony E 16-55mm F2,8 das sehr schnelle und praktisch geräuschlose Scharfstellen, die maximale Vergrößerung liegt bei akzeptablen 1:5. Darüber hinaus punktet das Objektiv mit einem abgedichteten Gehäuse, griffigen Einstellringen sowie unter anderem einer Fn-Taste. Angesichts dieses Paketes fällt das Sony E 16-55mm F2,8 G mit 7,3 x 10,0cm und einem Gewicht von 494g nicht zu groß oder zu schwer aus. Es gibt allerdings deutlich kompaktere und leichtere APS-C-Objektive. Zu beachten gilt es beim Sony E 16-55mm F2,8 G den fehlenden optischen Bildstabilisator (OSS). Bei Kameras mit eigenem Stabilisator (SteadyShot) spielt diese Tatsache keine Rolle, bei günstigeren Alpha-Modellen ist dieser jedoch nicht vorhanden. Fotografen können auf einen optischen Bildstabilisator zwar oftmals verzichten, spätestens bei Videos ist die Stabilisierung aus unserer Sicht jedoch unbedingt notwendig.

Pro:
Sehr gute Bildqualität
Hohe Lichtstärke
Ansprechender Brennweitenbereich
Schneller und leiser Fokusmotor
Abgedichtetes Gehäuse mit einigen Bedienelementen

Contra:
Kein optischer Bildstabilisator (nur bei Kameras ohne Sensorstabilisierung relevant)

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Sigma 17-40mm F1,8 DC Art

Die Art-Serie von Sigma stellt die Speerspitze im Portfolio des japanischen Kamera- und Objektivherstellers dar. Als eines von wenigen Art-Modellen wurde das Sigma 17-40mm F1,8 DC Art speziell für APS-C-Kameras entwickelt, die meisten Objektive der Serie wurden für Vollformatkameras konstruiert.  Dass Sigma an seine Art-Objektive sehr hohe Ansprüche hat, zeigt sich auch beim Sigma 17-40mm F1,8 DC Art (KB-Brennweite 25,5 bis 60mm). Die Bildqualität des 2,4-fach-Zooms fällt bei allen Brennweiten sehr hoch aus und ist auch am Rand ausgezeichnet. Abstriche sind nur bei der Vignettierung zu machen, die doch recht hoch ist. Spielraum zum Abblenden gibt es jedoch viel, mit einer Offenblende von F1,8 fällt das Sigma 17-40mm F1,8 DC Art wesentlich lichtstärker als alle anderen vergleichbaren Standardzooms aus. Das Objektiv ist damit für Aufnahmen bei wenig Licht prädestiniert und macht natürlich auch beim Freistellen eine exzellente Figur.

Der Lichtstärke-König: Sigma 17-40mm F1,8 DC Art

Ein richtig schneller und leiser High-response Linear Actuator (HLA) ist für das Scharfstellen zuständig, Nahaufnahmen sind mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:4,8 möglich. Auf echte Makrobilder muss man somit verzichten, im Alltag leistet das Zoom aber gute Dienste. Das Gehäuse weiß nicht nur mit einer sehr hochwertigen Verarbeitung zu gefallen, es gibt auch Abdichtungen und zahlreiche Bedienelemente (unter anderem einen Blendenring).

Natürlich bekommt man diese Leistungswerte nicht umsonst: mit 7,3 x 11,6cm und 535g ist das Sigma 17-40mm F1,8 DC Art weder klein noch leicht. In Relation zur Bildqualität und Lichtstärke fällt das Zoom jedoch keinesfalls zu groß oder zu schwer aus. Etwas schade ist der Verzicht auf einen optischen Bildstabilisator, dieser hätte das Objektiv aber noch einmal größer und schwerer gemacht. Für Besitzer von Kameras mit Sensorstabilisator ist das Sigma 17-40mm F1,8 DC Art zweifellos die perfekte Wahl, wenn die Bildqualität und Lichtstärke zu den wichtigsten Kriterien gehören.

Pro:
Sehr hohe Bildqualität
Sehr hohe Lichtstärke
Schneller und leiser Fokusmotor
Abgedichtetes Gehäuse mit vielen Bedienelementen

Contra:
Vergleichsweise groß und schwer
Kein optischer Bildstabilisator (nur bei Kameras ohne Sensorstabilisierung relevant)

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Tamron 17-70mm F2,8 Di III-A VC RXD

Seit mittlerweile mehreren Jahren lässt sich mit dem Tamron 17-70mm F2,8 Di III-A VC RXD ein vielseitig nutzbares sowie lichtstarkes Standardzoom erwerben. Dessen kleinbildäquivalenter Brennweitenbereich fällt mit 25,5 bis 105mm nicht nur recht groß aus, bei allen Brennweiten steht auch eine große Blende von F2,8 zur Verfügung. Diese macht das Tamron 17-70mm F2,8 Di III-A VC RXD für nahezu alle Aufgaben nutzbar. Zu den weiteren Features gehört ein schneller und nur wenig wahrnehmbarer RXD-Motor, der VC-Stabilisator macht das 4,1-fach-Zoom für alle Kameras tauglich. Die Naheinstellgrenze des Objektivs beginnt ab 19cm, mit einem maximalen Abbildungsmaßstab von 1:4,8 kommt man im Alltag meistens gut aus. Hinsichtlich der Bildqualität ergeben sich trotz des großen Brennweitenbereichs kaum Nachteile. Neben einer jederzeit scharfen Bildmitte wissen auch die Ränder zu gefallen. Dies gilt selbst bei der Offenblende.

Vielseitiges Standardzoom mit Stabilisator: Tamron 17-70mm F2,8 Di III-A VC RXD

An allen kritischen Stellen bringt das Tamron 17-70mm F2,8 Di III-A VC RXD zudem Abdichtungen mit, was Outdooreinsätze problemlos möglich macht. Abstriche sind vor allem bei den Bedienelementen hinzunehmen: Abseits des Zoom- und Fokusrings gibt es keine Tasten oder Schalter für Eingaben. Wer sich für eine APS-C-Kamera wegen der Größen- und Gewichtsvorteile entschieden hat, gibt einen Teil dieser Vorteile beim Einsatz des Tamron 17-70mm F2,8 Di III-A VC RXD zudem wieder auf. Mit 525g ist das Objektiv zwar nicht richtig schwer, die Abmessungen von 7,5 x 11,9cm entsprechen jedoch eher einer Vollformatoptik. Diese Tatsache ist der Preis für den großen Brennweitenbereich, die hohe Lichtstärke und die optische Bildstabilisierung. Letztere macht das Objektiv besonders für Besitzer von Kameras ohne Sensorstabilisierung interessant.

Pro:
Hohe Bildqualität
Hohe Lichtstärke
Sehr ansprechender Brennweitenbereich
Schneller und leiser Fokusmotor
Optischer Bildstabilisator vorhanden

Contra:
Vergleichsweise groß und schwer

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Sigma 18-50mm F2,8 DC DN

Sigma bietet mit dem 18-50mm F2,8 DC DN seit 2021 ein lichtstarkes Standardzoom für APS-C-Modelle an. Auf Kleinbild umgerechnet entspricht der Brennweitenbereich einem 27 bis 75mm-Modell, ganz so weitwinkelig wie andere Standardzooms ist die Optik also nicht. Der Verzicht auf ein paar Millimeter am kurzen Brennweitenende erlaubte es Sigma allerdings, ein sehr kompaktes und leichtes Standardzoom zu bauen. Mit Abmessungen von rund 6,2 x 7,7cm und einem Gewicht von 290g fällt das Sigma 18-50mm F2,8 DC DN nicht nur klein, sondern auch sehr leicht aus. Trotzdem hat es eine durchgängige Lichtstärke von F2,8 zu bieten, die das Objektiv für allerlei Situationen tauglich macht. Aufnahmen bei wenig Licht sind genauso wenig ein Problem wie Fotos, bei denen eine geringe Schärfentiefe benötigt wird. Die Bildqualität des Standardzooms bewegt sich im Zentrum bei allen Brennweiten auf einem hohen Level, die Ränder sind als gut (kürzere Brennweiten) bis sehr gut einzustufen. Erkauft hat sich Sigma die kleinen Abmessungen der Optik allerdings auch durch den Einsatz von starken digitalen Korrekturen. Ohne diese würden die Vignettierung und Verzeichnung deutlich auffallen. Chromatische Aberrationen sind zudem etwas mehr vorhanden als bei anderen Standardzooms.

Die kompakte und leichte Lösung mit hoher Lichtstärke: Sigma 18-50mm F2,8 DC DN

Nicht auszusetzen gibt es dagegen am schnellen und flüsterleisen Schrittmotor. Mit einer Naheinstellgrenze von nur 12cm lässt sich am Weitwinkelende zudem ein maximaler Abbildungsmaßstab von sehr ordentlichen 1:2,8 erzielen. Tasten und Schalter gibt es abseits des Zoom- und Fokusrings leider nicht, zu den Features gehört immerhin eine Abdichtung am Bajonett. Wer ein kompaktes und leichtes, trotzdem aber lichtstarkes Standardzoom für APS-C-Kameras sucht, liegt beim Sigma 18-50mm F2,8 DC DN goldrichtig. Optimal eignet sich das Objektiv allerdings nur für Kameras mit Sensorstabilisator. Einen eigenen OS bringt es nämlich nicht mit.

Pro:
⁣ Gute bis sehr gute Bildqualität
Hohe Lichtstärke
Klein und leicht
Schneller und leiser Fokusmotor

Contra:
Kein optischer Bildstabilisator (nur bei Kameras ohne Sensorstabilisierung relevant)
Starke digitale Korrekturen notwendig

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Autor: dkamera.de Redaktion