Teil 3 von 3: Kamera-App, Benchmarks und das Galaxy S26 Ultra in der Praxis
Im zweiten Teil unseres Testberichts des Samsung Galaxy S26 Ultra hatten wir die Bildqualität des Smartphones unter die Lupe genommen. In diesem dritten Teil schauen wir uns die Kamera-App mit ihren Funktionen sowie Einstellungsmöglichkeiten und die Leistung des Smartphones in der Praxis an. Am Ende fassen wir unsere Ergebnisse zusammen und ziehen ein Fazit.
Die Kamera-App:
Die Kamera-Apps besitzen bei Samsung seit einigen Smartphone-Generationen ein einheitliches Design. Als Nutzer eines älteren Smartphones findet man sich daher sofort zurecht. Aber auch alle anderen müssen nicht lange überlegen. Das große Livebild wird von verschiedenen Einstellungstasten wie beispielsweise zur Wahl der Kamera oder dem Aktivieren des LED-Lichts umlagert.
Zu den weiteren und auch allgemeineren Einstellungen gelangt man über die Taste mit den vier Punkten. Dahinter verbergen sich unter anderem folgende Optionen: Bildstil, Belichtungskorrektur, Seitenverhältnis und Timer. Die Wahl des Fotoprogramms (Foto, Video, Pro, …) ist mit dem Slider an der unteren Seite (bzw. rechten Seite beim horizontalen Halten) der App möglich, die „Mehr“-Taste führt zu den weiteren Modi. Die Sortierung kann man dabei an die eigenen Wünsche anpassen.
Natürlich hat das Samsung Galaxy S26 Ultra auch diverse manuelle Optionen zu bieten. Diese stehen beim Pro-Modus zur Verfügung. Einstellbar sind der Weißabgleich (2.300K bis 10.000K), der Fokus (AF oder MF), die Belichtungskorrektur (von minus vier bis plus vier Stufen), die Belichtungszeit (30 Sekunden bis 1/12.000 Sekunde) und die Sensorempfindlichkeit (ISO 50 bis ISO 3.200). Ambitionierte Foto- wie Videografen können zudem einzelne Bildparameter wie den Kontrast anpassen oder den Belichtungsmessmodus bestimmen.
Für weitere Einstellungen gibt es den Camera Assistent und mit der Expert-RAW-App steht noch ein weiteres Programm für Fotografen zur Verfügung. Damit lassen sich zusätzliche Einstellungen verändern und kann man die Bildqualität weiter nach seinen Wünschen optimieren. Der Camera Assistent hat als Neuerung zudem einen 24 Megapixel zu bieten, der einen Zwischenschritt zwischen 12 und 50 Megapixel darstellt. Hier sind die Aufnahmen eindeutig detailreicher als bei 12 Megapixel. Wer bessere Bilder als mit der Standard-Auflösung haben möchte, aber 50 Megapixel nicht benötigt, kann die 24-Megapixel-Option sinnvoll einsetzen.
Benchmarks und Praxis:
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist zweifellos ein Smartphone der Spitzenklasse. Für die Bildverarbeitung setzt Samsung auf einen Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit acht Kernen (2 x Oryon V3 Phoenix L mit 4,47GHz sowie 6 x Oryon V3 Phoenix M mit 3,53GHz) und die Adreno 840-GPU. Der Arbeitsspeicher ist 12GB (bei 256GB und 512GB Speicher) oder 16GB LPDDR5X (bei 1TB Speicher) groß und damit ebenso ausreichend dimensioniert. 16GB sind zweifellos zukunftstauglicher, mit 12GB sollten sich aber ebenso keinerlei Probleme ergeben. Dank der genannten Hardware-Ausstattung gehört das S26 Ultra zu den Geräten mit der höchsten Rechenleistung. Das zeigen unter anderem die 3.688 Single-Core-Punkte und 11.200 Multicore-Punkte im Geekbench.
Als Akku nutzt Samsung ein 5.000mAh starkes Lithium-Ionen-Modell. Dieses lässt sich mit bis zu 60 Watt per USB-C und mit bis zu 25 Watt kabellos aufladen. Während die Ladegeschwindigkeit im Vergleich zum Vorgängermodell also zugelegt hat, blieb die Akkukapazität gleich. In unserem Akkutest schnitt das S26 Ultra trotzdem etwas besser ab und kam auf eine Videowiedergabezeit von 23,5 Stunden. Das ist ein sehr guter, wenngleich auch nicht exzellenter Wert. Beim Aufladen macht das Smartphone im Vergleich zur Konkurrenz Boden gut. Das Laden von 10 auf 50 Prozent dauert nur noch 12 Minuten und vollständig geladen ist der Akku nach 43 Minuten.
Unser Fazit:
Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist wie seine Vorgängermodelle ein Smartphone der Spitzenklasse und erledigt nahezu alle anfallenden Aufgaben mit Bravour. Während die letzteren Modellgenerationen von Samsung keine großen Neuerungen mitbrachten, hat das Galaxy S26 Ultra ein brandneues Feature zu bieten: das Privacy Display. Damit kann man seinen Bildschirminhalt deutlich besser vor fremden Blicken schützen. Die Funktion sorgt aber auch für Nachteile, weshalb die Möglichkeit der automatischen Begrenzung auf spezielle Apps sehr sinnvoll ist. Ob man diese Funktion unbedingt benötigt, muss jeder selbst entscheiden. Sinnvoll ist sie in manchen Situationen zweifellos.
Leichte Veränderungen hat Samsung am Design des Smartphones vorgenommen, als Modell der S-Serie ist es aber nach wie vor erkennbar. Das Galaxy S26 Ultra wirkt wie die Vorgängermodelle schick und modern. Für den Akku gab es kein Kapazitäts-Upgrade, das Smartphone hält durch anderweitige Optimierungen aber trotzdem etwas länger durch. Gut gefällt uns die höhere Ladegeschwindgkeit: In nur zwölf Minuten bekommt man den Akku beispielsweise wieder auf 50 Prozent geladen.
Was die Kameras anbelangt, setzt Samsung seit Längerem auf bekannte Hardware. Auf echte Neuerungen muss man beim Galaxy S26 Ultra verzichten. Dies muss man nun nicht unbedingt negativ sehen, denn wie die Vorgängermodelle besitzt das Smartphone eines der besten Kamerasysteme am Markt. Während die Konkurrenz in den letzten Jahren deutlich aufgerüstet hat, macht Samsung allerdings immer nur kleine Schritte. So wurden beim diesjährigen Modell die Lichtstärke der Haupt- und der 5-fach-Telekamera leicht erhöht. Das ist sinnvoll, in der Praxis bekommt man davon aber fast nichts mit. Viel wichtiger wäre aus unserer Sicht unter anderem ein Update der 3-fach-Telekamera gewesen, die im Vergleich mit der Konkurrenz doch recht weit zurückliegt.
Ansonsten lässt sich sagen, dass das Samsung Galaxy S26 Ultra praktisch alles mitbringt, was man von einer Smartphone-Kamera 2026 erwartet: Hochauflösende Bilder mit vielen Details, ansprechende Aufnahmen auch bei wenig Licht, 8K-Videos sowie Slow-Motion. Darüber hinaus hat die App sehr viele Optionen zu bieten und verfügt das Samsung Galaxy S26 Ultra über einen jederzeit flotten Autofokus und eine effizient arbeitende Stabilisierung.
Mit an Bord ist zudem wieder der S Pen, der bei handschriftlichen Eingaben den Fingern weit überlegen ist. Er macht das Smartphone weiterhin zu einem einzigartigen Modell, da man die Technik bei keinem anderen Gerät der vergleichbaren Liga findet. Für ausreichende Rechenpower sorgt ein SoC der aktuellsten Generation, Updates sind für sehr lange sieben Jahre garantiert.