Die Festbrennweite soll bei Offenblende mit einem einzigartigen Bildcharakter überzeugen
Der Retro-Trend ist bei Digitalkameras seit Jahren ungebrochen. Während die allermeisten Hersteller allerdings nur beim Gehäuse auf den Look der analogen Zeit setzen, geht Leica noch einen Schritt weiter. Dafür wurde vor Jahren die Klassik-Linie ins Leben gerufen. Deren Objektive sind beim optischen Aufbau ihren vor Jahrzehnten erschienenen Vorfahren nachempfunden. Als mittlerweile fünftes Objektiv der Klassik-Linie hat Leica nun das Summilux-M 50mm F1,4 angekündigt.
Dessen optischer Aufbau besteht aus sieben Linsen in fünf Gruppen und entspricht dem zweiten Summilux-M 50mm F1,4, das von 1962 bis 2004 gefertigt wurde. Auf spezielle Linsen wie Asphären wird verzichtet, dadurch unterscheidet sich der Bildlook der Festbrennweite deutlich vom Bildlook moderner Objektive. Leica spricht von einem einzigartigen Bildcharakter bei Offenblende und einem besonders weichen Bokeh. Die Wahl einer kleineren Öffnung lässt die Bildschärfe und den Kontrast deutlich ansteigen.
Scharfstellen kann man mit dem Leica Summilux-M 50mm F1,4 der Klassik-Linie ab einem Motivabstand von 70cm, daraus resultiert ein größter Abbildungsmaßstab von 1:12,5. Die Wahl der Blende ist zwischen F1,4 und F16 in halben Stufen möglich, bei der Irisblende kommen zwölf Lamellen zum Einsatz.
Das 4,5 x 5,8cm große und 417g schwere Leica Summilux-M 50mm F1,4 kann ab sofort für 3.850 Euro (UVP) bei Leica oder im Fachhandel erworben werden. Das Objektiv verfügt über ein 46mm großes Filtergewinde, ist silbern verchromt und am Bajonett mit der 6-Bit-Codierung ausgestattet. Zum Lieferumfang gehört eine aufsteckbare Gegenlichtblende.
Bei den bisher erschienenen Objektiven der Klassik-Linie handelt es sich um das Leica Summaron-M 28mm F5,6, das Leica Summilux-M 35mm F1,4, das Leica Noctilux-M 50mm F1,2 Asph. und das Leica Thambar-M 90mm F2,2.