21.10.2024 - 08:11

Die durchschnittliche Smartphone-Kamera löst 54 Megapixel auf

Diese Daten gelten für im ersten Halbjahr 2024 verkaufte Modelle; Verdopplung seit 2020

Die Auflösungen von Smartphone-Kameras steigen immer weiter an. Für die meisten Nutzer dürfte das keine Überraschung sein, schließlich werden viele Megapixel von unkundigen Fotografen immer noch als besser angesehen. Während der Trend zu höheren Sensorauflösungen eindeutig ist, waren uns genaue Auflösungsstatistiken bislang allerdings nicht bekannt. Diese liefert nun das Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research. Laut dieser Analyse liegt die durchschnittliche Kamera-Auflösung bei Smartphones im ersten Halbjahr 2024 bei 54 Millionen Bildpunkten.

Gegenüber dem ersten Quartal 2020, als die durchschnittliche Auflösung noch bei 27 Megapixel lag, entspricht dies einer glatten Verdopplung. In vielen Quartalen stieg die Auflösung im Analysezeitraum an, einen Rückgang gab es nur in vier Quartalen. Auch interessant: Das erste Mal wurden 30 Megapixel als durchschnittliche Kamera-Auflösung im ersten Quartal 2021 überschritten, 40 Megapixel zum Jahreswechsel 2022/2023. Ein weiteres Ergebnis der Analyse: Mehr als 50 Prozent der im zweiten Quartal 2024 verkauften Smartphones sollen über eine Kamera mit mindestens 50 Megapixel verfügt haben.

Das Galaxy S24 Ultra gehört mit 200 Megapixel (Hauptkamera) zu den Megapixel-Flaggschiffen:

Die Ergebnisse der Studie sind aus unserer Sicht schlüssig, selbst bei Einsteiger-Smartphones werden mittlerweile oftmals Sensoren mit 50 Megapixel oder mehr verbaut. Auflösungen deutlich unterhalb von 50 Megapixel besitzen meistens nur noch Kameras abseits der Hauptkamera (mit sehr kurzen oder sehr langen Brennweiten). Auch hier steigt die Auflösung aber immer weiter an.

Möglich machen diesen Trend unter anderem die immer kleineren werdenden Bildpunkte. Diese sind  mittlerweile oftmals kleiner als ein Mikrometer. Durch ein Quad-Bayer-Array und Pixel-Binning unterstützen viele Sensoren allerdings das Zusammenlegen von vier (oder mehr) kleineren Pixeln zu einem größeren Bildpunkt. Damit können die Nachteile kleiner Pixel zum Teil wieder ausgeglichen werden. Immer bessere Fertigungstechnologien reduzieren zudem das Übersprechen der Photodioden und verbessern das Signal-Rausch-Verhältnis deutlich. Dadurch, sowie immer bessere Algorithmen bei der Bildverarbeitung, sorgen auch kleinere Sensoren mit hoher Auflösung meistens für gute Bildergebnisse. Stand heute (Oktober 2024) würden wir 50 Megapixel als Sweet-Spot bei Sensorgrößen zwischen 1,0 Zoll und 1/2 Zoll sehen. Damit lassen sich detailreiche Aufnahmen mit einem recht geringen Bildrauschen aufnehmen.

Autor: dkamera.de Redaktion