Das Plus ist vor allem auf Kameras mit fest verbauten Objektiven zurückzuführen
Die CIPA (Camera & Imaging Products Association) hat ihren Abschlussbericht für das vergangene Jahr vorgelegt und zum wiederholten Mal höhere Auslieferungszahlen verkündet. Im gesamten Jahr 2025 haben die in der CIPA organisierten Unternehmen 9,438 Millionen Kameras absetzen können. Das sind 948.000 Stück mehr als 2024. Die Jahre 2023 (7,721 Millionen), 2022 (8,012 Millionen) und 2021 (8,362 Millionen) konnten damit ebenso übertroffen werden.
Die meisten Modelle gehörten dabei zur Klasse der spiegellosen Systemkameras. Davon wurden 6,311 Millionen Stück ausgeliefert. Die Anzahl der verkauften DSLRs ist dagegen kaum mehr relevant und lag 2025 nur noch bei 690.911 Stück. 2020 ergab sich noch eine Verteilung von 1:1 und vor zehn Jahren wurden dreimal mehr DSLRs als DSLMs verkauft. Der Blick auf die Sensorgrößen verrät, dass Sensoren unterhalb der Vollformatklasse weiterhin am beliebtesten und in fast zwei Drittel der verkauften Kameras zu finden sind.
Einen deutlichen Sprung gab es bei den aufgelieferten Kameras mit fest verbauten Objektiven. Wie bereits von uns berichtet, gingen in allen Monaten des vergangenen Jahres mehr „Kompakte“ über die Ladentheken als in den Vorjahren. Dadurch kann die CIPA für das Jahr 2025 einen Absatz von 2,437 Millionen Stück verkünden. Das entspricht einem Plus von 557.000 Stück bzw. satten 30 Prozent.
Gleichwohl dürfen die Zahlen nicht darüber hinwegtäuschen, dass trotz des deutlichen Zuwachses immer noch weit weniger Kameras als zu früheren Zeiten verkauft werden. 2020 waren es noch rund 3,6 Millionen Stück und vor zehn Jahren sogar 22,3 Millionen Stück. Der Großteil gehörte damals allerdings zu den einfacheren Kompaktkameras, die heutzutage von den großen Herstellern praktisch nicht mehr zu bekommen sind. Stattdessen bieten diese mehrheitlich Modelle mit großen Sensoren (1,0 Zoll und darüber) an, die zur Premiumklasse gehören. 2026 dürfte die Nachfrage nach High-End-Kompakten hoch bleiben, neue Modelle könnten den Trend sogar noch beschleunigen.
Nur eine leichte Steigerung gab es dagegen bei den ausgelieferten Objektiven. Mit 10,6 Millionen wurden knapp 300.000 Stück mehr als 2024 abgesetzt. Pro verkaufter Kamera ergab sich mit 1,5 abgesetzten Objektiven jedoch ein neuer Mehrjahres-Negativwert. Dieser Rückgang dürfte nicht nur auf gestiegene Preise (auch bedingt durch eine höhere Stückzahl von höherwertigen Modellen) zurückzuführen sein, sondern auch auf das immer größere Angebot von chinesischen Herstellern. Deren Verkaufszahlen umfassen die CIPA-Statistiken nämlich nicht.