19.09.2026 - 07:00

Canon EOS R8 Mark II und EOS R8 im Vergleich

Die vier wichtigsten Unterschiede der beiden kompakten DSLMs von Canon

Canon hat mit der EOS R8 Mark II eine neue Vollformatkamera im Programm. Diese folgt auf die EOS R8 und fällt wie ihr Vorgängermodell vergleichsweise kompakt und leicht aus. Ganz so leicht wie die EOS R8 ist die R8 Mark II allerdings nicht mehr. Die Änderungen sind unter anderem auf das hinzugekommene Bildstabilisierungssystem sowie das völlig neu gestaltete Gehäuse zurückzuführen. Wie die EOS R8 Mark II im Vergleich zu ihrem Vorgängermodell abschneidet, schauen wir uns in diesem Vergleich im Detail an.

Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:

Ankündigung der Canon EOS R8 Mark II
Datenblatt der Canon EOS R8 Mark II
Testbericht der Canon EOS R8
Datenblatt der Canon EOS R8

Unterschied 1: Der Bildstabilisator
Als Aufnahme-Hardware dürfte Canon bei der EOS R8 Mark II auf einen sehr ähnlichen Bildwandler wie beim Vorgängermodell setzen. Der Chip gehört mit 36 x 24mm zur Vollformatklasse und verfügt mit 24 Megapixel über eine klassische Auflösung. Ein entscheidendes Upgrade gab es jedoch bei der Sensoraufhängung. Diese ist nun beweglich und erlaubt dank des verbauten Bildstabilisierungssystems das Ausgleichen von Verwacklungen. In der Spitze soll der IBIS eine Kompensationsleistung von 7,5 Blendenwerten erzielen. Dieser Wert gilt zum einen allerdings nur in der Bildmitte, am Rand ist bei maximal sieben Blendenwerten Schluss. Zum anderen muss für den Höchstwert ein Objektiv mit eigenem IS verwendet werden. Bei einem Objektiv ohne IS sind geringere Kompensationswerte zu erwarten. Trotzdem ist der Vorteil des Bildstabilisierungssystems bei der EOS R8 Mark II groß. Sobald ein Objektiv ohne IS zum Einsatz kommt, lassen sich mit der neuen Kamera signifikant längere Belichtungszeiten als mit dem Vorgängermodell realisieren. Gerade für Nutzer von Festbrennweiten, die bei Canon im Gegensatz zu Zoomobjektiven oftmals keinen IS mitbringen, hat die EOS R8 deutlich mehr zu bieten.

Das IBIS-System der Canon EOS R8 Mark II erlaubt deutlich längere Aufnahmen aus der Hand:

Unterschied 2: Die Serienbildfunktion
Käufer der Canon EOS R8 Mark II profitieren bei Serienaufnahmen im Vergleich mit der EOS R8 auf den ersten Blick nicht. Mit 40 Bildern pro Sekunde bewegt sich die maximale Bildrate auf einem Level und auch beim Einsatz des mechanischen Verschlusses ergibt sich mit sechs Bildern pro Sekunde kein Unterschied. Die neue DSLM hat jedoch trotzdem zwei Vorteile zu bieten: Zum einen lassen sich mehr Bilder in Folge abspeichern. Für die EOS R8 Mark II gibt Canon bis zu 190 JPEG- oder 73 RAW-Fotos an, die EOS R8 kommt nur auf 120 JPEGs oder 56 RAWs. Dadurch eignet sich die EOS R8 Mark II besser für schnelle Serienaufnahmen. Zum anderen verfügt die neue Kamera über einen Vorabaufnahmemodus (Pre-Shooting) mit bis zu 20 Bildern (diese Aufnahmen werden im Pufferspeicher gehalten und konstant überschrieben). Bei der EOS R8 gibt es hierfür nur den speziellen und deutlich weniger komfortablen RAW-Burst-Modus. Darüber hinaus passen nur 15 Aufnahmen in den Pufferspeicher.

Beim Design der EOS R8 Mark II geht Canon neue oder – wenn man es anders sieht – alte Wege:

Unterschied 3: Das Gehäusedesign
Das größte Update hat die Canon EOS R8 Mark II beim Gehäuse erfahren. Hier hat sich Canon für eine neue Designsprache entschieden. Diese soll charakteristische Elemente aus Canons Kamerageschichte mit einer modernen Ergonomie verbinden. Als Inspirationsquellen dienten unter anderem die analogen Modelle Canon T80 und EOS 650. Im Vergleich zur EOS R8 fällt das Gehäuse der EOS R8 Mark II wesentlich kantiger aus und hebt sich signifikant von den bereits erhältlichen Modellen der EOS-R-Reihe ab. Ob das neuartige Design der EOS-R8-Serie vorbehalten bleibt oder auf kommende Kameras anderer Reihen übertragen wird, bleibt offen.

Die Vorderseite der Canon EOS R8 Mark II:

Die Vorderseite der Canon EOS R8:

Auf zwei Spezifikationen hat das neue Gehäuse natürlich ebenfalls einen Einfluss: das Gewicht und die Größe. Die EOS R8 Mark II fällt mit 546g eine gute Ecke schwerer als die nur 456g wiegende EOS R8 aus. Da es sich bei den Akkus um die identischen Modelle (LP-E17) handelt, ist der Unterschied nicht auf einen Tausch der Stromversorgung zurückzuführen.

Nun zur Größe: In der Breite hat die EOS R8 Mark II mit 13,1cm nicht zugelegt, sie fällt sogar 0,1cm schmaler als die EOS R8 aus. In der Tiefe ist der Unterschied mit 8,0cm zu 7,0cm (EOS R8) dagegen recht deutlich und auch in der Höhe liegt die neue DSLM mit 9,0cm vs. 8,6cm etwas oberhalb der EOS R8. Während diese Abweichungen in den meisten Situationen keine Rolle spielen sollten, dürfte das höhere Gewicht für den ein oder anderen Nutzer dagegen schon relevant sein. Eines gilt jedoch auch für die EOS R8 Mark II: sie gehört zu den leichtesten Vollformat-DSLMs.

Die linke Kameraschulter der neuen DSLM ist vollkommen leer:

Bei der EOS R8 liegt hier der Foto/Video-Wählschalter:

Unterschied 4: Die Bedienung
Natürlich wirken sich die großen Änderungen beim Gehäuse auch auf die Bedienung aus. Zudem hat sich Canon für mehrere grundsätzliche Änderungen entschieden. Die linke Kameraschulter der EOS R8 Mark II bleibt anders als bei der EOS R8 vollkommen frei. Den Videomodus kann man nun mit dem kombinierten Ein- und Ausschalter aufrufen. Darüber hinaus verbaut Canon bei der neuen DSLM einen Joystick zur Messfeldwahl und wurde die AF-On-Taste deutlich weiter in die Mitte verlegt. Ein Update wurde des Weiteren bei der Gummierung vorgenommen. Dessen Struktur hat sich optisch stark verändert. Beim Griff der Kamera hat sich Canon wie beim Rest des Gehäuses des Weiteren für eine weniger rundliche Ausführung entschieden.

Auf der Rückseite der Canon EOS R8 Mark II befindet sich ein Joystick:

Bei der EOS R8 muss man mit einem klassischen Steuerkreuz auskommen:

Am Sucher und dem Display hat das japanische Unternehmen keine Veränderungen vorgenommen, die Speicherkarte kann man via seitlichem Fach nun aber jederzeit schnell und komfortabel erreichen. Bei der EOS R8 ließ sich die Speicherkarte beim Einsatz größerer Stativplatten nicht mehr optimal entnehmen.

Die Speicherkarte wird anders als bei der EOS R8 nun an der Seite entnommen:

Als weitere Unterschiede sind der neue WLAN-Standard Wi-Fi 6 und der bei noch weniger Licht arbeitende Autofokus (-7,5 EV statt -6,5 EV) zu nennen. Die spezielle Personen-Priorität beim Fokussieren bringt ebenso nur die EOS R8 Mark II mit und durch zusätzliche Filtereffekte kann man die Aufnahmen in der Kamera noch flexibler gestalten.

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Autor: dkamera.de Redaktion