08.11.2025 - 10:00

Canon EOS R6 Mark III und Canon EOS R6 II im Vergleich

Die vier wichtigsten Unterschiede der Vollformatkameras von Canon

Canon hat mit der EOS R6 Mark III das Nachfolgemodell der EOS R6 Mark II angekündigt. Die R6 Mark III löst die R6 Mark II als Oberklasse-Modell unterhalb der EOS R5 Mark II ab und richtet sich mit ihren technischen Daten sowohl an Fotografen als auch an Filmer. Wir schauen uns in diesem Vergleich die wichtigsten Verbesserungen der neuen Vollformatkamera an.

Weitere Informationen zu den Kameras erhalten Sie über folgende Links:
Ankündigung der Canon EOS R6 Mark III
Datenblatt der Canon EOS R6 Mark III
Testbericht der Canon EOS R6 Mark II
Datenblatt der Canon EOS R6 Mark II

Unterschied 1: Der Sensor
Ein Upgrade hat bei der Canon EOS R6 Mark III unter anderem das Herzstück erhalten, der Sensor. Dieser ist grundsätzlich kein Unbekannter, Canon nutzt ihn bereits bei der für Videoaufnahmen konstruierten EOS C50. Es handelt sich um ein 35,9 x 23,9mm großes Vollformatmodell mit einer Auflösung von 32,3 Megapixel (6.960 x 4.640 Pixel). Gegenüber der EOS R6 Mark II fällt die Auflösung der neuen DSLM somit rund 33 Prozent höher aus. Die zusätzlichen Pixel lassen sich zum Croppen nutzen oder sorgen ganz allgemein für eine bessere Detailwiedergabe. Kleine Einbußen sind bei der neuen Kamera in puncto Sensorempfindlichkeiten hinzunehmen: Mit ISO 100 bis ISO 64.000 fällt der ISO-Bereich etwas kleiner als bei der EOS R6 Mark II (ISO 100 bis ISO 102.400) aus. Bei der Erweiterung nach unten ändert sich mit ISO 50 nichts, nach oben hat die R6 Mark III mit ISO 102.400 allerdings eine Blendenstufe weniger zu bieten.

Der neue Sensor löst deutlich höher auf und kann trotzdem sehr schnell ausgelesen werden:

Unterschied 2: Serienbildfunktion und Voraufnahme
Die Canon EOS R6 Mark III gehört mit 40 Bildern pro Sekunde genauso wie die Canon EOS R6 Mark II zu den schnellsten DSLM-Kameras mit Vollformatsensoren am Markt. Während es bei der Bildrate keine Veränderung gibt, hat Canon den Pufferspeicher der neuen Kamera deutlich vergrößert. Dadurch ist die EOS R6 Mark III in der Lage, trotz höherer Auflösung deutlich mehr Fotos in Serie als die EOS R6 Mark II zu speichern. Während die 2022 vorgestellte DSLM auf 190 JPEGs und 75 RAWs in Folge kommt, gibt Canon für die EOS R6 Mark III 330 JPEGs und 150 RAWs an.

Ein Update wurde zudem der RAW-Burst-Aufnahme spendiert. Dies ist nun mit 40 statt 30 Bildern pro Sekunde möglich und erlaubt das Abspeichern von 20 statt 15 Bildern vor dem eigentlichen Auslösen. Noch größere Vorteile ergeben sich allerdings beim weiteren Verwenden der Aufnahmen. Während die Bilder bei der EOS R6 Mark II in einem speziellen „Container“ landen, erhält man bei der EOS R6 Mark III klassische JPEG-, HEIF- oder RAW-Fotos. Zu guter Letzt lässt sich die Voraufnahme nun per Taste starten. Bei der EOS R6 Mark II geht dies nur über das Menü.

Bei Videoaufnahmen kann man zwischen diversen Bildraten, Auflösungen und Formaten wählen:

Unterschied 3: Die Videoaufnahme
Einen Sprung nach vorne macht bei der Canon EOS R6 Mark III dank des neuen Sensors die Videofunktion. Die neue DSLM erlaubt unter anderem die Open-Gate-Videoaufnahme im Cine-RAW-Format von Canon. Dies bedeutet, dass die Kamera den kompletten Bildwandler ausliest und Videos mit der gleichen Auflösung wie Fotos gespeichert werden können. Dieses Material lässt sich nachträglich für allerlei Seitenverhältnisse nutzen. 8K-Aufnahmen sind mit den 6.960 x 4.640 Pixel zwar nicht möglich, allzu weit weg ist die EOS R6 Mark III davon allerdings nicht. Die Canon EOS R6 Mark II hat mit der 6K-RAW-Ausgabe über HDMI zwar bei weitem keine schlechte Videofunktion zu bieten, mit der EOS R6 Mark III kann sie aber eindeutig nicht mithalten. Das liegt auch an der auf 120 Vollbilder pro Sekunde verdoppelten Bildrate in 4K-Auflösung. In Full-HD liegen beide Kameras mit bis zu 180 Bildern pro Sekunde dagegen gleich auf.

Unterschied 4: Die Speicherkarten
Hohe Auflösungen und Bildraten sorgen schnell für hohe Datenmengen, die in möglichst kurzer Zeit abgespeichert werden müssen. Um das zu schaffen, setzt Canon nicht mehr auf zwei SD-Slots (wie bei der EOS R6 Mark II), sondern einen CFexpress Typ B- als auch einen SD-Slot. CFexpress Typ-B-Karten erreichen in der Theorie vielfach höhere Datenraten als SD-Modelle (maximal 4.000MB/s vs. 312MB/s bei UHS-II), in der Praxis kann man abhängig von der verwendeten Speicherkarte von der doppelten bis dreifachen Geschwindigkeit ausgehen. Dadurch ist es bei der EOS R6 Mark III möglich, wesentlich höhere Datenraten anzubieten. Statt maximal 340Mbit/s (bei der EOS R6 Mark II) sind es bei der EOS R6 Mark II bis zu 2.600Mbit/s.

Der CFexpress Typ B-Slot ermöglicht unter anderem interne RAW-Aufnahmen:

Weitere Unterschiede:
Zu den weiteren Unterschieden gehören der leicht verbesserte Bildstabilisator (8,5 statt 8 Blendenwerte) der EOS R6 Mark III, der neue Lithium-Ionen-Akku LP-E6P (das Modell LP-E6N der EOS R6 Mark II lässt sich mit Einschränkungen nutzen), der Fullsize-HDMI-Port sowie die zusätzliche Funktion der Rate-Taste (Ändern des Farbmodus). Bei der neuen DSLM lassen sich zudem die Gesichter von bis zu 100 Personen registrieren.

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Autor: dkamera.de Redaktion